Carola Preuße, Inge-Lore Prieskorn und Ingeburg Gerke sind mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Oschersleben (Bode) ausgezeichnet worden. Während einer Festveranstaltung im vollbesetzten Saal der Oscherslebener Burg, hat Bürgermeister Benjamin Kanngießer am vergangenen Freitag aber nicht nur diese drei sehr engagierten Frauen geehrt, sondern begleitet von viel Applaus auch den zahlreichen anderen ehrenamtlich tätigen Oscherslebenerinnen und Oscherslebener gedankt, die in allen Teilen der Stadt eine tolle und überaus wichtige Arbeit leisten.
„Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, sind zumeist stille Heldinnen und Helden. Ohne Aufhebens engagieren sie sich mit viel Herz sowie Energie und wirken im Verborgenen als soziales Band unserer Gemeinschaft. Ehrenamtliche Arbeit ist eine ganz wichtige Stütze, ja eine Säule unserer Gesellschaft“, so der Bürgermeister in seiner Ansprache, in der er zudem betont hat: „Wenn sich Menschen füreinander einsetzen, entsteht eine bunte und starke Gesellschaft, in der Zusammenhalt und Empathie im Mittelpunkt stehen. Wer sich engagiert, bringt dabei auch Menschen mit zum Teil sehr unterschiedlichen Meinungen und Auffassungen zusammen und sorgt somit dafür, dass unsere Demokratie stabil bleibt und stärker wird. Was in derart schwierigen Zeiten, wie wir sie jetzt erleben, besonders wichtig ist.“
In der von Jens Bittner moderierten Festveranstaltung, die er wie ein Schul-Nachhilfetag zum Thema Ehrenamt strukturiert hat, haben sich nach der Festrede auf der Bühne Laudatoren und Musiker abgewechselt. Während also die drei Preisträgerinnen von Ingrid Warweg, Susanne Raap und Lutz Bittner näher vorgestellt worden sind, sorgten die Oscherslebener Musikschüler Mona Gremmler, Ida Kretschmar, Janina Schmalz und Karl Thunemann gemeinsam mit ihrer Lehrerin Nadine Duwe für einen würdigen musikalischen Rahmen.
Von den Laudatoren haben die Besucher dabei unter anderem erfahren, dass sich Preisträgerin Ingeburg Gerke (75) in vielen Bereichen ehrenamtlich engagiert hat und nach wie vor engagiert. War sie doch beispielsweise 25 Jahre Mitglied des Stadtrates, 20 Jahre Leiterin des Frauenkreises der katholischen Kirchengemeinde St. Marien und ist seit einiger Zeit die Vorsitzende des Fördervereins der evangelischen Kirchengemeinde St. Nicolai.
Preisträgerin Inge Lore Prieskorn (85) ist seit vielen Jahren im Kardinal-Jäger-Haus als ehrenamtliche Begleiterin aktiv. Bis vor einem Jahr war sie dort von Montag bis Freitag unterwegs. Inzwischen in einem Alter, in dem sie selbst hier und da schon etwas Hilfe gebrauchen kann und bekommt, ist sie jedoch nach wie vor eine Ansprechpartnerin für die Bewohnerinnen und Bewohner des Alten- und Pflegeheims der Caritas.
Preisträgerin Carola Preuße arbeitet unter anderem aktiv im Verein Emmeringer Kirche und Kunst mit, hatte im vergangenen Jahr großen Anteil an der Sonderausstellung des Oscherslebener Museums über die Kaufmannsfamilie Köppel und hat auch zur aktuellen Sonderausstellung über die Oscherslebener Industriegeschichte beigetragen. Überdies arbeitet sie im Arbeitskreis Willkommenskultur mit und engagiert sich im ambulanten Hospizkreis Oschersleben.
Nachdem alle Reden geredet und alle Musikstücke gespielt waren, hat Benjamin Kanngießer am Ende des „Schul-Nachhilfetages“ allen Beteiligten die Note „sehr gut“ gegeben. Also den Preisträgern genauso wie den Laudatoren, den Musikern, dem Moderator und den Organisatoren der Festveranstaltung.