Schauen Sie vorbei und ergattern Sie das ein oder andere Schnäppchen an den Ständen der Aussteller. (Anmerkung der Redaktion: Anmeldungen werden nicht entgegengenommen)
Naturkundliche Wanderung im Hohen Holz
Trotz feinen Märzregens begaben sich zahlreiche Natur- und Geschichtsfreunde auf eine über 4,5 Kilometer lange und 3 Stunden dauernde Zeitreise durch das Hohe Holz. Unter dem Motto „Historische Spuren und Naturerwachen“ führte die Route vom ehemaligen Hotel Waldfrieden tief in die wechselvolle Vergangenheit und die erwachende Flora der Region.
Obwohl sich der März an diesem Samstag eher neblig-grau als sonnig präsentierte, verzauberte die Stille des Waldes die Gruppe. Während die Knospen der Bäume bereits den Aufbruch in den Frühling verhießen und erste weiße Buschwindröschen die Wege säumten, stimmte der Wanderführer die Teilnehmer mit Mörikes „Frühling lässt sein blaues Band flattern“ ein.
Neben Fakten zur Tag- und Nachtgleichheit erfuhren
die Wanderer Wissenswertes über die traditionellen Osterbräuche der Magdeburger Börde. Entlang des Buttermilchweges wurden historische Flurnamen wie der „Trieangel“ oder der „Neindorfer Wolfsberg“ wieder lebendig. Der Wanderführer zeichnete ein lebhaftes Bild vergangener Jahrhunderte. Er berichtete vom Kontrast zwischen dem harten Fastenalltag der Bauern und der herrschaftlichen Jagd des Adels. Dokumente des Gräflichen Rentamts zu Neindorf aus den Jahren 1890 und 1903 belegen eindrucksvoll, dass das Hohe Holz einst Schauplatz repräsentativer Jagdereignisse war.
Einen atmosphärischen Höhepunkt bildete die Station an der Schutzhütte in Nähe der Flurbezeichnung „Hölle“. In der kühlen Waldluft widmete sich die Gruppe den „Schatten des März“. Historische Seuchen wie Cholera, die Spanische Grippe oder die Tollwut prägten einst das Leben der Menschen. Eine szenische Darstellung eines „Essig-Rituals“ zur Desinfektion sowie die Verlesung einer fiktiven, autoritären Verordnung im preußischen Kanzleistil sorgten für spürbare Gänsehaut unter den Teilnehmern. Das vom Wanderführer vorgetragene Gedicht von Gottfried August Bürger „Der Bauer an seinen durchlauchtigen Tyrannen“ von 1773 belegt die radikale Kritik an die damalige Herrschaft der Grundherren und verdeutlicht die körperliche Mühsal des Bauern, dessen Ertrag durch die Jagdleidenschaft des Adels, deren Felder durch Wild und damals reitenden Jägern vernichtet wurde.
Vom Kahlen Berg aus blieb der weite Blick über das Bördeland bis zum Elm diesmal im Dunst verborgen. Entschädigt wurden die Wanderer jedoch durch die blühenden Schwarzdorn- und Wildpflaumenbüsche am Wegesrand. Beim Anblick vitaler Rapsflächen wurde der Bogen zum technischen Wandel in der Landwirtschaft gespannt. Mit dem Lied „Im Märzen der Bauer“, wurden die Teilnehmer an das Verschwinden alter Dorfberufe wie Stellmacher oder Leineweber und den Wandel hin zur modernen Mechanisierung hingewiesen.
Die Wanderung machte deutlich, dass das Hohe Holz weit mehr ist als ein Waldgebiet – es ist ein lebendiges Archiv regionaler Identität. Die „stummen Zeugen“ am Wegesrand – alte Buchen, Grenzsteine und tiefe Schluchten – mahnten an die Beständigkeit der Natur gegenüber der Vergänglichkeit menschlicher Epochen. Ernst-Albert Kube
Dieses Jahr ist es am 13. September so weit: Dann laden am Tag des offenen Denkmals® 2026 wieder tausende historische Bauwerke in ganz Deutschland zum Besuchen ein. Jedes Jahr brechen beim größten Kulturevent Deutschlands mehrere Millionen Besucher zu Streifzügen durch die Vergangenheit auf. Gemeinsam mit der Stadt Bamberg eröffnet die
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