Die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen verfolgen zusammen mit Lehrkräften gebannt den Worten und Bildern von Michael Rischer
MDR Sachsen-Reporter Bernd Schädlich während der Verkostung von frittierten Insekten
Am 21. November und am 4. Dezember 2025 veranstaltete die Oberschule Pausa zusammen mit dem Verein zur Förderung der Schule Pausa e.V. zwei Demokratie-Projekte mit Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen in der schuleigenen Mensa. Für jeweils zwei Unterrichtsstunden tauchten die Schülerinnen und Schüler in die Welt Afrikas ein. Highlight war sicherlich das Verkosten von frittierten Insekten, was bei den Kindern auf großes Interesse stieß, teils mit zustimmenden, teils mit durchaus befremdlichen Reaktionen. Einen hörbaren Eindruck konnte man in einem Bericht des Radiosenders MDR Sachsen gewinnen, der die O-Töne der Kinder beim Probieren am 4. Dezember 2025 veröffentlichte.
Für die beiden Veranstaltungen konnten die Filmemacher Annett und Michael Rischer aus Pausa gewonnen werden, die bereits seit über 12 Jahren mit ihren Sozial- und Filmreisen den afrikanischen Kontinent besucht und in der Folge eine Reihe von Multivisionsvorträgen erarbeitet und in unzähligen Veranstaltungen einem breiten Publikum, darunter vielen Schulen, präsentiert haben.
In den beiden Vorträgen ging es im Besonderen um das Kennenlernen anderer Lebensumstände, besonders der von Kindern in Uganda. Ebenso erhielten die Kinder Einblick in die unzähligen Sozialprojekte der Filmemacher und in die Begleitung von Schulpartnerschaften zwischen deutschen und ugandischen Schulen. Auch Bilder und Geschichten um die Schulpartnerschaft der Oberschule Pausa mit der Bastion High School in Kampala durften natürlich nicht fehlen, die im Februar 2024 mit zwei Schülerinnen der Oberschule auf einer Reise nach Uganda ihren Anfang nahm.
Durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ wurden die Projekte finanziert, durch den Vogtlandkreis wurden die Mittel bereitgestellt. Ziel dieses Programms ist es, Veranstaltungen zu fördern, in denen jede Form von Demokratiefeindlichkeit, Extremismus und Diskriminierung abgebaut werden. Besonders Erscheinungsformen von Menschenfeindlichkeit, wie Rassismus oder die Abwertung von Menschen anderer Herkunft, sollen dabei thematisiert werden. Veranstaltungen aus diesem Bundesprogramm sollen aber auch der Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft dienen, so z.B. durch das Stärken der Anerkennung vielfältiger Lebensformen oder durch die Förderung des interkulturellen, interreligiösen oder intergenerativen Austauschs.
Zweifelsohne ein hoher Anspruch und zugleich auch Anreiz, bereits die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Oberschule zum vorurteilsfreien Umgang mit Menschen anderer Herkunftsländer zu erziehen. Der Blick über den eigenen Tellerrand und der Vergleich der eigenen und fremden Lebensumstände als „anders“, nicht als „besser“ oder „schlechter“, sollte immer im Mittelpunkt stehen. Zukünftig werden weitere Projekte folgen, die die Offenheit und Toleranz der Heranwachsenden stärken.
Den Filmemachern Annett und Michael Rischer sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt.