Foto: K. Lippert Das beigefügte Foto zeigt die mit Silber geschmückten Damen des SV Pöllwitz nach dem Saisonfinale in Liedolsheim.
Nach erfolgreichen Spielzeiten der vergangenen Jahre griffen die Damen des SV Pöllwitz in dieser abgelaufenen Saison nach der Krone - der Deutschen Meisterschaft. Zum großen Showdown am letzten Spieltag reiste das Team von Trainer Ronny Hahn mit einem Punkt Vorsprung zum letztjährigen Meister ins badische Liedolsheim. Mit einem Unentschieden hätten die "Mücken" den 1. Meistertitel ihrer Vereinsgeschichte ins Vogtländische Oberland geholt. Zahlreiche Fans begleiteten die Damen und hofften auf den großen Wurf. Trainer Hahn setzte auf Einzelsiege, um das nötige Unentschieden zu erreichen, da über die Gesamtholzzahl gegen Liedolsheim kaum Chancen bestanden. Über weite Strecken des Spiels schien diese Taktik aufzugehen. Letztendlich überzeugten auf Seiten der Gastgeber deren Nationalspielerinnen und hatten ihren Anteil am Saisonbestwert von 3809 Holz. Auf Pöllwitzer Seite fehlte am Ende das nötige Quentchen Glück und nach kurzer Enttäuschung überwog am Ende die Freude über die Vizemeisterschaft und die erneute Teilnahme im Europapokal im Oktober im serbischen Backa Topola, wo man übrigens den Titel zu verteidigen hat und man erneut zum Favoritenkreis zählt. Mit dem Gewinn des Europapokals und der Deutschen Vizemeisterschaft lebt das Märchen der Kegeldamen des SV Pöllwitz weiter und auch mit Beginn der neuen Saison im September will man wieder im Konzert der Deutschlands Kegelspitze mitspielen. Trainer Ronny Hahn kann dabei auf den gewohnten Kader zurückgreifen und mit Anna Müller auf eine ehemalige Pausaerin.