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Peitzer LandEcho - Beilage: Amtsblatt für das Amt Peitz mit seinen Gemeinden
Ausgabe 2/2026
Nichtamtlicher Teil
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150. Zapust w Jančojcach – einfach unglaublich schön!

Diese begeisternden Worte von Mitorganisator Daniel Schneekönig am Tag danach treffen absolut die Meinung aller Teilnehmer und der vielen, vielen Besucher bei der 150. Jubiläumsfastnacht am 7. Februar. Es wurden insgesamt 191 Fastnachtspaare gezählt: 41 Kinderpaare, 35 Haubenpaare, 82 ältere Jugendpaare, 33 Jugendpaare. Teils haben drei Generationen teilgenommen, wobei das jüngste süße drei Jahre und der geschätzt Älteste 70 Jahre zählte. Viele waren für das Jubiläum auch von weiter her wieder in die Heimat gekommen.

Schon beim Treffpunkt ab 11.00 Uhr an der Feuerwehr gab es vor dem Ausmarsch ein buntes Gewusel, welches dann, angeführt von Antje und Jens Edelmann, in einer tollen Choreografie zur und um die Dorfaue für alle ein Erlebnis und eine Augenweide war. Begleitet wurde dieser herrliche Tanzreigen um die Dorfaue und am Dorfteich entlang stimmungsvoll von den zwei Kapellen „Lausitz Blech“ und „Ströbitzer Musikanten“.

Direkt aus der Polonaise heraus warteten danach alle Paare geduldig, bis sie an der Reihe waren, um für das Gruppenbild ihren Platz auf dem hohen Gerüst zu finden. Die Kita Kinder vertrieben sich mit Unterstützung ihrer Erzieherinnen zur Freude der Zuschauer derweil die Zeit mit fröhlichen „Rucki-Zucki-“ und anderen Reigentänzen, bevor auch sie dann ganz brav in der ersten Reihe Aufstellung nahmen.

Als Ehrengäste wurden unser Landrat Harald Altekrüger, der Vorsitzende der Domowina Dawid Statnik, der Geschäftsführer der Domowina Marcus Koinzer und der Bürgermeister der Gemeinde Jänschwalde Helmut Badtke begrüßt. Harald Altekrüger gab in seinem Grußwort seine Freude zum Ausdruck, dass in Jänschwalde wieder so ein tolles Fest alle zusammenführt und er daran teilhaben kann. Rosi Tschuck, Vorsitzende der Domowina Ortsgruppe, überreichte ihm als besondere Wertschätzung den neuen „Jänschwalde Schal“, den er auch sofort umlegte. Dawid Statnik betonte, dass mit diesen Festen die Tradition lebt und weitergeführt wird. Mit einem Ehrentänzchen wurden beide auch sofort in das Festgeschehen eingebunden. Eine logistische Leistung vollbrachte der Jänschwalder Konsum um Martin Grunewald, denn in kurzer Zeit konnten alle Paare und auch die Kita Kinder mit warmer Nudel- oder Kartoffelsuppe verköstigt werden. So gestärkt und nach ausgiebigen Tänzen vor dem Konsum setzte sich der riesenlange Zug zur Kolonie in Bewegung, um den nächsten Honoratioren der Fastnacht zu danken, die sich im Autohaus von Hein Dabo zusammengetan hatten. Zu 20.00 Uhr wurde die Fastnachtsgesellschaft im Gasthaus „Zur Linde“ von den „Lutzketaler Musikanten“ erwartet. Wieder hatten es Antje und Jens Edelmann gelassen und lächelnd geschafft, dass alle Teilnehmer geordnet in Schlangenlinien und als Augenweide in den Saal einmarschierten und auch hineinpassten. Es wurde dann noch ein langer, ausgelassener und fröhlicher Abend. Fazit der Teilnehmer: „Eine toll organisierte Fastnacht! Was für'n geiler Tag!“ Das Fastnachtskomitee dankte den vielen unbezahlbaren Helfern an der Strecke und den Stationen: „Mit 191 Fastnachtspaaren haben wir gezeigt, bei uns wird Tradition gelebt. Ein großartiges, kaum in Worte zu fassendes Wochenende liegt hinter uns. Es war einfach traumhaft.“

Am Sonntag trafen sich ab 11.00 Uhr wieder alle bunt kostümiert am Treffpunkt zum Zampern ein. Aufgeteilt in drei Trupps ging es bis spät abends auf die Höfe in Dorf, Kolonie und die Wiesen, begleitet jeweils von den „Jänschwalder Blasmusikanten“, den „Ströbitzer Musikanten“ und den „Haselmäusen“. Damit ist das Fastnachtswochenende aber noch nicht vorbei, denn traditionell unterstützen die Jänschwalder jedes Jahr auch die Radewieser beim Zampern und so wird ein bunter lustiger Trupp am Montagvormittag in Richtung Radewiese marschieren.

Text und Fotos Rosemarie Karge