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Peitzer LandEcho - Beilage: Amtsblatt für das Amt Peitz mit seinen Gemeinden
Ausgabe 3/2026
Nichtamtlicher Teil
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Weltgebetstag

Gern nahm ich die Einladung vom Gemeindekirchenrat des Kirchensprengels Jänschwalde an, wieder am Gottesdienst zum Weltgebetstag am 6. März teilzunehmen. Und gern kam ich auch der Bitte nach, wieder meine Kamera und mein Notizheft mitzubringen, um über diese außergewöhnliche Feier zu berichten, zu der sich an diesem Tag Frauen aller Konfesssionen auf der ganzen Welt treffen. Im Jahr 2026 hatten christliche Frauen aus Nigera zu dem Thema „Kommt! Bringt eure Last.“ eingeladen. Die Gottesdienstbesucher aus allen Orten des Kirchsprengels konnten sich gleich beim Betreten des sehr gut gefüllten Gemeinderaumes dank afrikanischer Raumdeko in eine Atmosphäre in das ferne Nigeria versetzen.

Die 11 Mitwirkenden, welche diesen Gottesdienst vorbereitet und gestaltet haben, hatten sich in bunte Tücher gewandet. Simone Hanschke, die mit ihrer Familie erst vor kurzem für ein Jahr in Afrika gelebt und auch gearbeitet hat, begrüßte und eröffnete den Gottesdienst. Sie ergänzte ihren Vortrag über das Leben in Nigeria anschaulich mit Fotos auf der Leinwand. So erfuhren wir, dass es in Nigeria 250 ethnische Gruppen mit je eigenen Sprachen gibt, was sich auch in der Musik, der Kultur und der Kunst widerspiegelt. Obwohl Nigeria ein aufstrebendes Wirtschaftsland ist, leiden viele Menschen nicht nur unter großer Armut, sondern auch unter der weit verbreiteten Gewalt. Die reichen Bodenschätze des Landes sind Segen und Fluch zugleich. So ist das Ökosystem des Nigerdeltas als Lebensgrundlage für Fischerei und Landwirtschaft durch die Erdölförderung zerstört.

Die vom Weltgebetstags-Komitee Nigeria vorgeschlagenen Lieder und Geschichten, welche gemeinsam gesungen bzw. von den Mitwirkenden reihum vorgetragen wurden, vermittelten ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. In einer Pause vermittelten die von den Frauen des Kirchensprengels gekochten und gebrutzelten nigerianischen Köstlichkeiten eine Nähe zu den Frauen in Nigeria. So konnte man Gemüsesuppe mit Fleisch und Reis, Yam Poridge, Schwarzaugenbohne mit Kochbananen, Yollof Reis, Puff Puff und auch einen erfrischenden Saft aus Hibiskusblüten probieren.