In das Wendisch-Deutsche Heimatmuseum hatte Museumschefin Rosi Tschuck in diesem Jahr in der Osterzeit neben zehn Kindergruppen aus umliegenden Schulen und Kitas auch zu sechs Wochenendtreffs zum Ostereiermalen in der Wachsbossiertechnik eingeladen. Ein besonderer Termin fand am Samstag, dem 28.3. um 10.00 Uhr im Rahmen eines überregionalen Blaudruck-Wochenendes statt. Teilnehmer von der BTU Cottbus, des Lausitzer Institutes für strategische Beratung, der Domowina, Künstler aus Dresden, eine Indigo Färberin aus Landshut/Bayern, Gäste aus Eilenburg, Weißwasser und direkt aus dem Ort ließen sich von Gerald Schön in die Kunst der Wachsbossiertechnik einweisen.
An jedem Arbeitsplatz stand ein Stövchen mit Wachs, Federkiele oder Bleistifte mit Stecknadelköpfen sowie für alle Gläser mit bunter Farbe bereit. Mit viel Spaß und Freude ging es sogleich an die Arbeit und nach einer Stunde konnte man schon erstaunliche Ergebnisse bewundern. Petra Jordan aus Landshut bemalte zum ersten Mal Ostereier. Sie hatte das einmal in einer Dokumentation über sorbische/wendische Bräuche gesehen und freute sich sehr, dass sie es nun selbst erleben konnte. Ihre mit dem Federkiel gestalteten Eier wirkten auch direkt professionell, eine neue Erfahrung und schöne Erinnerung wird sie nun mit nach Bayern nehmen. Gerald Schön war mit den Ergebnissen seiner „Lehrlinge“ sichtlich zufrieden. Es war ein gelungener Workshop und für die meisten eine erste Berührung mit unserer schönen Tradition.