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Peitzer LandEcho - Beilage: Amtsblatt für das Amt Peitz mit seinen Gemeinden
Ausgabe 5/2026
Nichtamtlicher Teil
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Jänschwalder waren zum Tanztreffen in Iłowa

Unsere polnische Partnergemeinde Iłowa hatte zum 18. April 10 Seniorinnen und Senioren aus der Gemeinde Jänschwalde/Janšojce zu einem Tanztreffen eingeladen. Bereits im vergangenen Jahr gab es viel Spaß beim Einstudieren eines Schattentheaterstückes in Iłowa, und so war unsere Vorfreude groß, was uns nun bei einem Tanztreffen erwarten würde. Die Kulturamtsleiterin Anna Olechnowicz-Lachowska hatte alles bestens vorbereitet, vom Abholen um 8.00 Uhr in Jänschwalde/Janšojce mit einem bequemen Mercedes-Kleinbus, über die wunderbare kulinarische Versorgung am ganzen Tag und die Rückfahrt am Abend. Bereits seit 2006 besteht die Partnerschaft und wird durch jährliche gegenseitige Besuche lebendig erhalten. Entsprechend herzlich fiel dann wieder die Begrüßung aus, so ist auch Dolmetscherin Veronika schon zu einer guten Freundin geworden. Zum Auftakt besichtigten wir nach einem gemeinsamen Frühstück den wieder richtig schön hergerichteten historischen Schlosspark mit seinem imposanten Chinesischen und Japanischen Garten. So viel frische Luft getankt, waren wir bereit, uns unserem eigentlichen Anlass zu widmen. Unser Tanzlehrer Michal Kszowara, beruflich als Direktor des Kulturhauses in Niegoslawice und Instrukteur für Volkstanz tätig, erwartete uns schon voller Tatendrang.

 

 

Wir erfuhren, dass wir vier polnische Volkstänze erlernen würden: den in allen polnischen Regionen üblichen Chodzony, den Szewczyk aus der Region Kosla, den Klapok aus Mazowsze und den Anieka aus der Bukowina. Was dann am Abend bei der öffentlichen Aufführung so leicht und fröhlich aussah, kostete doch einen ganzen Tag harte Probenarbeit. Zu jedem Tanz im Takt der Musik die Schrittfolgen und Bewegungen beachten, im richtigen Moment mit der richtigen Hand den Tanzpartner abklatschen – das ging am Anfang gewaltig durcheinander.

 

 

Aber wir hatten Antje und Jens Edelmann dabei, die vom Tanzlehrer sogleich als geschulte Vortänzer erkannt wurden und nun bei Klapok (Polonaise) und auch Anieka (ähnlich unserer Annemarie Polka) den Reigen anführten. Auch Marlies Köder und Irmgard Baum, die sich jede Woche in der Oase in Peitz/Picnjo in der Seniorentanzgruppe betätigen, fiel das Erlernen der neuen Tänze leichter. Bei aller Anstrengung war das gemeinsame Tanzen mit unseren polnischen Freundinnen und Freunden ein schönes lustiges Erlebnis und hat großen Spaß gemacht.

 

 

Als sich zu 18.00 Uhr zur öffentlichen Tanzvorführung der Saal allmählich füllte, spürten wir doch etwas Aufregung. Aber Michal und auch Jens sprachen uns Laien Mut zu, so dass wir im schönen Reigen alle vier Tänze gut über die Bühne brachten und eigentlich dann gern noch weiter getanzt hätten, viel zu schnell erschien uns das Ende. Herzlicher Beifall des Publikums war ein schöner Lohn. Mit sehr vielfältigen leckeren Köstlichkeiten von einem Buffet klang dieser schöne Tag beim gemeinsamen Abendessen und einem Gläschen Wein aus. Irene Starick stellte fest: „Durch diese gemeinsame Sache kommt ein besserer Kontakt zustande als wenn man nur am Tisch sitzt. Es ist auch wichtig, dass man kulturelle und folkloristische Elemente aus einem anderen Gebiet gemeinsam kennenlernt und es entstehen Freundschaften, die verbinden.“

Das Treffen fand im Rahmen eines Projektes „Kultur im deutsch-polnischen Grenzgebiet“ statt und wurde von der „Interreg Brandenburg-Polska“ gefördert.

Text: Rosemarie Karge
Fotos: Adam Żyworonek, Iłowa