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Peitzer LandEcho | Beilage: Amtsblatt für das Amt Peitz mit seinen Gemeinden
Ausgabe 9/2019
Redaktioneller Teil
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Malereipleinair „Die Farben Europas 2019“ in Grießen - mit zwei Künstlerinnen aus dem Amt Peitz

Karin Gollos und Karin Hein - R. Karge

Wie bunt und vielfältig „die Farben Europas“ sind, das konnten die Besucher am 26. Juli zum Abschluss des elftägigen Deutsch-Polnischen Malereipleinairs im Familienzentrum Grießen (Gemeinde Jänschwalde) in einer Ausstellung auf dem Gelände des ehemaligen Forsthauses am Waldrand erleben. Bereits zum sechsten Mal trafen sich 20 Künstler aus dem Landkreis Spree-Neiße und Zielona Gora (Polen) zum gemeinsamen Malen, welches seit 2011 abwechselnd in beiden Landkreisen stattfindet. ln Vertretung der jeweiligen Landräte haben sich Irena Podsiadly und Andreas Schober bei diesem festlichen Abschluss vom super Verlauf und den beeindruckenden Ergebnissen des Pleinairs überzeugt.

Erstmals dabei waren Karin Gollos aus Turnow und Karin Hein aus Neuendorf. Beide beschäftigen sich schon viele Jahre mit verschiedenen Arten der Malerei und bilden sich ständig sowohl an der BTU Cottbus, als auch an überregionalen Malkursen weiter. Pleinairerfahrung gesammelt haben beide Karins bei den seit 2006 jährlichen Polnisch-Deutschen Malereiplenairs mit der Heinersbrücker Partnergemeinde Swidnica und den Peitzer Land Malern, zu denen sie ebenfalls gehören. Während diese Pleinairs meist nur drei Tage dauern, sind 11 Tage Malen doch eine andere Erfahrung. Beide waren zur Vernissage zwar doch erschöpft, aber auch sehr glücklich und stolz über den Zuspruch der Besucher zu ihren zahlreich geschaffenen Werken. Begeistert berichtet Karin Hein: „An den ersten zwei Tagen ging es auf Motivsuche nach Forst und Spremberg. In Forst wurden das Landratsamt und der Rosengarten besucht. Es gab so viel Großes und Kleines, Schönes und Interessantes zu entdecken, dass es mir schwerfiel aus den Skizzen und mindestens 200 Fotos einzelne Motive herauszusuchen. Doch nicht nur das mit Augen und Ohren 'Erlebte' hat mich inspiriert, sondern auch das Emotionale, z.B. der gemeinsame deutsch/polnische Unterricht am Abend. Es wurde viel und herzlich gelacht, obwohl außer unserer charmanten Dolmetscherin niemand fließend die andere Sprache konnte, haben wir uns trotzdem verstanden. Und dann das Malen inmitten der Natur (trotz der Hitze), die freundlichen Mitarbeiter in Grießen, die für aller Wohl gesorgt haben, das alles hat, zumindest bei mir, für Inspiration gesorgt.“ Karin Gollos hatte als große Garten- und Blumenliebhaberin besonders der Besuch des Rosengartens inspiriert, so sind auf ihren sieben teils großformatigen Bildern drei mit Blumenmotiven zu sehen. „Die Freude am gemeinsamen Malen in der Natur, der künstlerische Austausch und das Fachsimpeln untereinander, auch das super Verhältnis aller Künstler miteinander, die bunte Vielfalt an Bildern, dass jeder seine ganz eigene künstlerische Ader ausleben konnte, das war das Besondere und Schöne an diesem Pleinair,“ so sprudelt es auch total glücklich aus ihr heraus. Karin Hein ergänzt: „Meine persönliche Erkenntnis von diesem Pleinair ist, dass Kunst ein Weg ist, die Sprache des Anderen zu lernen, andere Menschen zu verstehen, sich besser kennenzulernen und Gemeinsamkeiten zu teilen. Kunst ist ein Weg 'Heimat ohne Grenzen' zu leben.“

Jeweils zwei Bilder von jedem Künstler/in hat sich eine Jury vom Landkreis Spree-Neiße ausgesucht, die als Geschenk dort verbleiben. Ausgewählte Werke von diesem Pleinair werden ab 23.09. im Kreishaus Forst ausgestellt und im Januar/Februar im Schloss im Heidemuseum Spremberg.

Rosemarie Karge