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Gemeindeschreiber für das Amt Plessa
Ausgabe 2/2026
Nichtamtlicher Teil
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Kulturverein Plessa e.V.

Wechsel im Vorstand des Kulturvereins. Eine Zwischenbilanz. Gutes Gelingen allen Neuen und viele, viele kreative Ideen!

Aufhören wollten wir als Vorstandsmitglieder schon eine ganze Weile, aber weder kamen neue Vereinsmitglieder hinzu, noch hatten sich Nachfolger für den Vorstand gefunden. Für den Kulturverein ging es im wahrsten Sinne des Wortes um „Sein oder Nichtsein“. Fand sich niemand, dann blieb uns eigentlich nur die Auflösung des Vereins. Und dann sah ich Bärbel Nicklisch bei einer Sitzung nach langer Zeit mal wieder, rief sie an und schilderte ihr die Situation des Kulturvereins. „Du hast die Kontakte und ich kann gut organisieren, können wir nicht gemeinsam versuchen, Leute zu finden, die an unserer statt im Kulturverein weitermachen wollen?“ fragte ich sie. Wochen später rief Bärbel an: „Da sind 16 junge Leute und die brennen darauf, was zu machen“ gibt sie das Ergebnis ihrer Bemühungen bekannt. „Wollen wir uns nicht mal treffen?“. Und so trafen wir uns im April (erstmal in ganz kleiner Runde) zum Kennenlernen und um erste Vorstellungen für eine Nachfolge im Verein auszutauschen.

Ja, aber wie vollzieht man einen kompletten Wechsel im Vorstand? Was muss dann alles geregelt werden? Das war die Frage, der wir uns als Vorstandsmitglieder des Kulturvereins Plessa e.V. stellen mussten.

In welcher Reihenfolge muss denn was passieren? Wann sollen denn überhaupt die „Neuen“ das Ruder übernehmen? Was werden wir denn übergeben? Und so haben wir uns drangesetzt und Listen aufgestellt, was der Verein in den vergangenen Jahren seit der Gründung am 29.12.2008 alles angeschafft hatte. Eine Menge, kann ich gleich vorwegnehmen und auf jede Einzelheit kann man hier gar nicht eingehen. Angefangen bei Gardinen und Vorhängen über Lampen und Kronleuchter sowie die Bilder und Lokomotive der Bergbauausstellung in der ehemaligen Gaststätte. Damit man in angemessenem Rahmen feiern konnte, haben wir Geschirr und Besteck, Gläser, Tischdecken und die Schränke dafür besorgt sowie die Küche mit Geschirrspüler und Elektroherd ausgestattet. Tische und Stehtische, Festzeltgarnituren, Zelte und Stühle. Unsere letzte große Tat als Kulturverein waren dann tatsächlich 500 Besucherstühle, die wir gemeinsam mit der Gemeinde Plessa und mit Unterstützung der Sparkassenstiftung und vieler Sponsoren angeschafft haben und die nun den großen Saal in ganz anderem Glanz erstrahlen lassen. Mit Fug und Recht sind wir stolz auf das, was wir damit geschaffen haben.

Aber das war ja noch lange nicht alles: die Liste der kleineren und größeren Baumaßnahmen, die die Vereinsmitglieder selbst durchgeführt oder unterstützt haben, ist lang und umfasst tatsächlich mehrere DIN A4-Seiten. Wenn erstmal alles fertig ist, vergisst man schnell, wie es einst ausgesehen hat, aber man muss sich nur mal umsehen und sich daran erinnern, was alles geworden ist. Gemeinsam mit den Mitgliedern des PCC haben wir gemalert und gewerkelt: Malerarbeiten überall im Haus vorgenommen, vielerlei Vorarbeiten für die dringend notwendige Brandschutzmeldezentrale gemacht, neue Decken eingezogen, Fußbodenfliesen gelegt, neue Eingangstüren eingebaut und uns am Einbau neuer Fenster beteiligt. Regelmäßig haben wir dafür gesorgt, dass das Parkett im Großen wie im Kleinen Saal abgeschliffen, geölt und poliert wurde. Vom Wischen nach großen Veranstaltungen ganz zu schweigen. Dafür hat der Verein extra eine Wischmaschine angeschafft, denn für einfache Wischmopps sind die Flächen viel zu groß. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen, aber jede einzelne Baumaßnahme kann man gar nicht aufzählen. Was uns am meisten am Herzen lag: Ein Aufzug im Kulturhaus. Leider haben wir es trotz all unserer Bemühungen nicht geschafft, für Ältere und Gehbehinderte den Zugang zum Großen Saal mit dem Einbau eines Liftes zu erleichtern. Aber vielleicht ist es uns mit unserer letzten größeren „Tat“ gelungen, den Einbau eines Aufzuges etwas mehr voranzutreiben, denn zu den Dingen, die wir für die Übergabe an unsere Nachfolger regeln mussten, gehörte auch die Abrechnung der Finanzen. In all den Jahren haben wir Überschüsse aus den Veranstaltungen wie z.B. Mühlen- und Maifeste immer für anstehende Reparatur- und Baumaßnahmen oder Beschaffungen auf die Seite gelegt; daraus war ein „hübsches Sümmchen“ angewachsen. Und so hat uns die Mitgliederversammlung zum Ende unseres Vorstandsamtes beauftragt, einen erheblichen Betrag an die Gemeinde Plessa zweckgebunden für den Einbau eines Fahrstuhles zu übergeben.

Seit Januar sind wir nun in die zweite Reihe zurückgetreten und haben gerade als einfaches Mitglied die erste Mitgliederversammlung mitgemacht, die wir nicht selbst organisiert haben. Die „Neuen“ haben viele Ideen und weitere neue Mitglieder angeworben, die aktiv zum Vereinsleben beitragen. So können wir sicher sein, dass es weitergeht und drücken unseren Nachfolgern ganz fest die Daumen für ein gutes Gelingen. CD

Manfred und Claudia Drews, Gottfried und Viola Heinicke,
Bernd Kadur, Dorett Schemmel, Jürgen Schröder,
Lothar Thieme und Peter Werner.
Fotos: Kulturverein Plessa e.V.