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Gemeindeschreiber für das Amt Plessa
Ausgabe 5/2026
Nichtamtlicher Teil
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Kita „Kinderland“ Staupitz

„Mama, ich will auch Osterhase werden“ …

so heißt es in dem Kinderbuch von Marcus Pfister „Hoppel und der Osterhase“. Diese Geschichte stand am Anfang unserer pädagogischen Arbeit in der Zeit vor Ostern. Hoppel, der kleine Schneehase, hört von seiner Hasenmama Geschichten über den Osterhasen und entwickelt den Wunsch, selbst solch ein Hase zu werden. Er übt mutig zu sein und traut sich in einen Hühnerstall, um Eier zum Färben zu erbitten. Zu allem Unglück, zerbrechen die Eier beim Transport und so wird das nichts mit dem Osterhasensein und Hoppels Mama muss trösten: „Seid nicht traurig, Hasenkinder. Es gibt eben nur einen Osterhasen.“

Ausgehend von dem zauberhaften Bilderbuch entwickelten sich zahlreiche Lernangebote für unsere Raupen und Schmetterlinge der Kita „Kinderland“ in Staupitz.

Da wurden Osterhasen-Bewegungsparcours im Sport bewältigt, Lieder vom Hasen gesungen, ein lustiger Hasentanz getanzt, in den alle unsere kleinen Hasen bewiesen, wie gut sie rhythmisch mit den Ohren und Schwänzchen wackeln können, diverse Häschen wurden gebastelt, Ostereieranhänger mit großer Ausdauer und Konzentration aus Bügelperlen gelegt und natürlich auch Ostereier gemalt und betupft.

Die Kinder der Schmetterlingsgruppe erkundeten nebenbei auch noch das Leben auf dem Hühnerhof und die Entwicklung von Hühnern aus dem Ei. Bei all diesen spannenden Tätigkeiten wuchs natürlich die Vorfreude auf das Osterfest.

 

Am Freitag vor den Osterferien begann der aufregende Kita-Osterfesttag dann, wie immer zu besonderen Anlässen, mit einem gemeinsamen Frühstücksbuffet. Passend zu Ostern gab es diesmal zusätzlich zu belegten Knäckebroten und Filinchen, Obst und Gemüse auch Rührei, aus gespendeten Eiern von Frau Heselich. Und das fanden die meisten unserer Kinder richtig lecker. Gut gestärkt wollte dann jeder mit seinem, von zu Hause mitgebrachten, Osterkörbchen in den naheliegenden Wald starten, denn schließlich versteckt der Osterhase dort immer eine Kleinigkeit für die Kinder.

Aber diesmal waren die Körbchen aus der Kita verschwunden. Das konnte ja eigentlich nur der Osterhase gewesen sein. Also galt es nun im Wald ausschließlich das eigene Körbchen zu finden, gar nicht so einfach die anderen Körbchen mussten stehen bleiben und man sollte nach Möglichkeit auch nichts verraten, um die Freude der Anderen nicht zu verderben. Letztlich konnte jedes Kind glücklich mit seinem gefüllten Körbchen wieder zurück in die Kita gehen, ein gelungener Auftakt für die Osterferien und die Osterzeit in der Familie.

Gibt’s im Wald auch eine Polizei?

Die Antwort darauf und viele andere spannende Dinge erfuhren die „Schmetterlinge“ der Kita „Kinderland“ in Staupitz am 22.04.2026 von Frau Elke Faber vom Brandenburger Jagdverein.

Sie war mit ihrer fahrenden Waldschule zum Staupitzer Waldrand gekommen und unsere „Schmetterlinge“ durften dort ihren spannenden Erzählungen und Vorführungen lauschen und folgen. Im Wagen war tatsächlich ein ganzer Wald versteckt, Bäume und ganz viele präparierte Tiere mit dazugehörigen Fellen, Füßen und Gehörnen.

Viele Dinge über Wildschweine, Hasen, Rehe etc. konnten unsere Großen schon erzählen. Nebenbei erfuhren sie Neues und auch Lustiges, z.B. dass die Ohren vom Wildschwein „Teller“ hießen, der Hase „Löffel“ hat, aber nicht zum Essen, sondern zum Lauschen, und sein Schwänzchen „Blume“ hieß.

Aber was hatte es nun mit der Waldpolizei auf sich?

Aufmerksam lauschten die Kinder der Erzählung von Frau Faber, als es darum ging, dass ein besonderer Vogel den Wald wie ein Polizist „bewacht“ und bei Gefahr, wie dem Erscheinen von Feinden oder Menschen, lautstarke, krächzende Warnrufe ausstößt. Diese Rufe des Eichelhähers, so heißt der besondere Vogel nämlich, warnen den gesamten Wald und lösen oft vorsichtigeres Verhalten bei den anderen Tieren aus.

Spannend wurde es auch, als Frau Faber einen Gipsabdruck einer Wolfspfote zeigte. Die war vielleicht riesig…

Da Jäger auch jagen und nicht nur beobachten, erklärte die Jägerin, dass sich die Jäger über größere Entfernungen mit dem Jagdhorn verständigen und es für jedes erlegte Tier ein bestimmtes Jagdsignal gibt. Und so erklangen am Staupitzer Waldrand die Signale für „Wildschwein tot“ und „Hase tot“ und „Hilly“, Frau Fabers Hund, der natürlich die ganze Zeit mit dabei war, bellte mit.

Als Dankeschön für dieses tolle „Walderlebnis der anderen Art“ sangen die Kinder unser Lieblingslied vom Finken.