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Gemeindeschreiber für das Amt Plessa
Ausgabe 5/2026
Nichtamtlicher Teil
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Kulturverein Plessa e.V.

„Frühlingserwachen“

Das Wochenende vom 20. bis 22. März stand ganz unter dem Motto „Frühlingserwachen“. Ziel der Veranstaltung war es, das Kulturhaus Plessa aus seinem „Winter“schlaf zu wecken und wieder als lebendigen Ort der Begegnung zu etablieren. Die drei Tage beziehungsweise Abende waren dabei bewusst unterschiedlich gestaltet, um verschiedene Besuchergruppen anzusprechen - mit großem Erfolg.

Bereits im Vorfeld zeigte sich das enorme Interesse: Sowohl die Dokumentarfilmpräsentation als auch die Disco waren restlos ausverkauft. Entsprechend groß war der Druck auf die Organisatoren des Kulturverein Plessa, ein gelungenes Wochenende auf die Beine zu stellen.

Den Auftakt machte am Freitag der vielfach ausgezeichnete Filmemacher Manfred Hennig, der gleich zwei seiner Werke präsentierte.

 

 

Im Mittelpunkt stand dabei der preisgekrönte Film „Glück auf Louise“, der sich mit dem Technisches Denkmal Brikettfabrik Louise beschäftigt. Die Parallelen zum Kulturhaus Plessa waren dabei unübersehbar: Auch die Brikettfabrik stand einst vor dem Abriss und konnte nur durch das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern sowie die Gründung eines Fördervereins erhalten werden.

Der zweite Film widmete sich dem eigens für das Plessaer Förderbrückenfest gegründeten Chor. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer konnten sich dabei selbst oder Bekannte auf der Leinwand wiederentdecken, was für zahlreiche emotionale und zugleich heitere Momente sorgte. Zum Abschluss präsentierte Hennig eine Reihe kurzer Filmbeiträge, sogenannte „Shorts“, die auf anschauliche und humorvolle Weise Alltagssituationen einfingen. Spätestens hier hatte er das Publikum endgültig auf seiner Seite - so viel und so herzlich wurde im Kulturhaus schon lange nicht mehr gelacht. Organisiert wurde der Abend durch Lothar Thieme, einem Urgestein des Kulturvereins Plessa.

Das Resümee des Abends war eindeutig: Filmemacher und Gäste waren sich einig - „So eine Veranstaltung muss es wieder geben“.

Am Samstag wurde im Kleinen Saal des Kulturhauses weitergefeiert - diesmal bei der Ü30-Disco. Auch hier war das Interesse riesig: Die ersten Gäste erschienen bereits vor der offiziellen Einlasszeit und konnten den Start kaum erwarten. Besonders bemerkenswert war die Vielfalt des Publikums: Das Alter der Gäste reichte von Ende 20 bis ins Rentenalter.

 

 

Diese generationenübergreifende Mischung sorgte für eine besondere Atmosphäre und machte den Abend zu einem echten Gemeinschaftserlebnis. Die ausgelassene Stimmung, die gut gefüllte Tanzfläche und die Begeisterung der Besucher zeigten deutlich, wie groß der Wunsch nach solchen Veranstaltungen in der Region ist.

Am Sonntag wurde es schließlich kreativ. Eingeladen war zu einem Floristik-Workshop, bei dem in geselliger Runde Frühlingskränze und dekorative Kelche gestaltet wurden. Unter fachkundiger Anleitung Anja Schneider, Dozentin an der Schule für Floristikmeister, in Dresden, die ebenfalls Mitglied im Kulturverein Plessa ist, entstanden zahlreiche individuelle und liebevoll gestaltete Kunstwerke.

Ähnlich wie bereits am Samstag war auch hier das Altersspektrum breit gefächert: Die Hobbyfloristinnen waren zwischen etwa 30 Jahren und dem hohen Rentenalter - vereint durch die Freude am kreativen Arbeiten.

 

 

Die lockere Atmosphäre, das gemeinsame Gestalten und der Austausch untereinander sorgten für viel Spaß und ein rundum gelungenes Erlebnis. Jede Teilnehmerin konnte am Ende ihr ganz persönliches Unikat mit nach Hause nehmen.

 

 

Der Wunsch nach einer Wiederholung ließ nicht lange auf sich warten: Spätestens zur Vorweihnachtszeit, so die einhellige Meinung der Teilnehmerinnen, sollte ein weiterer Workshop stattfinden.

Das „Frühlingserwachen“ hat eindrucksvoll bewiesen, welches Potenzial im Kulturhaus Plessa steckt. Mit einem abwechslungsreichen Programm und viel Engagement ist es gelungen, unterschiedlichste Menschen zusammenzubringen und dem Haus neues Leben einzuhauchen. Ein Wochenende, das sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird - und erst der Anfang einer neuen kulturellen Belebung ist.

Große Frühjahrsputz-Aktion im Kulturhaus Plessa

Mit vereinten Kräften wurde im Kulturhaus Plessa der Frühling begrüßt. Alle im Haus ansässigen Vereine beteiligten sich, am 18. April 2026, an einer umfassenden Frühjahrsputzaktion. Auch der Bürgermeister, Herr Nußbeck, ließ es sich nicht nehmen, persönlich vor Ort zu sein und die Aktion zu unterstützen.

Nach einer kurzen Lagebesprechung ging es direkt ans Werk. In diesem Jahr lag ein besonderer Fokus auf den Künstlergarderoben, dem Keller sowie der Küche. Hier wurde gründlich gereinigt, sortiert und organisiert, um die Arbeitsbedingungen für alle Nutzer des Hauses weiter zu verbessern.

Parallel dazu wurden in der Gaststätte und im Kleinen Saal Gardinen gewaschen und Fenster geputzt. Vom Keller bis zum „Dachboden“ wurde entrümpelt, aufgeräumt und sauber gemacht. Überall herrschte reger Betrieb, und die gute Zusammenarbeit der Beteiligten sorgte für sichtbare Fortschritte.

Das Fazit fällt durchweg positiv aus: Die Aktion war ein voller Erfolg. Neben der praktischen Verbesserung der Räumlichkeiten trägt ein gepflegtes Kulturhaus auch maßgeblich zur positiven Außenwirkung bei - ein wichtiger Aspekt für Veranstaltungen und das gesellschaftliche Leben in Plessa.

Antje Maukisch
Kulturverein Plessa