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Gemeindeschreiber für das Amt Plessa
Ausgabe 6/2026
Nichtamtlicher Teil
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Barrierefrei ins Miteinander: Mobile Rampe erleichtert Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus Gorden



Die Gemeinde Gorden-Staupitz setzt ein wichtiges Zeichen für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe im ländlichen Raum. Mit Unterstützung des Programms „Pflege vor Ort“ des Ministeriums für Gesundheit und Soziales des Landes Brandenburg konnte für das Dorfgemeinschaftshaus in Gorden eine mobile Rampe angeschafft werden. Damit wird insbesondere Senioren sowie Pflegebedürftigen oder von Pflege bedrohten Menschen der Zugang zu den Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus deutlich erleichtert.

Die mobile Rampe wurde gleich von der Einwohnerin Margit Marth samt Rollator, der Gemeindevertreterin Karin Gärtner und dem Bürgermeister der Gemeinde Gorden-Staupitz Enrico Schiemang erfolgreich getestet.

 

 

Bereits seit mehreren Jahren beschäftigten sich die Gemeinde, der Bauhof und das Amt Plessa mit der Frage, wie ein barrierearmer Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus geschaffen werden kann. Eine fest installierte Rampe erwies sich jedoch als schwierig umzusetzen. Zum einen liegt der Eingangsbereich sehr nah an der Hauptstraße, zum anderen wäre der Winkel der Rampe zu groß geworden, um weiterhin sicher und problemlos befahrbar zu bleiben. Auch ein alternativer Zugang über den Eingang des Jugendclubs wurde geprüft - doch auch dort verhindern Stufen einen einfachen Zugang.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt Barrierefreiheit für Gemeinden jedoch zunehmend an Bedeutung. Umso passender kam das Förderprogramm „Pflege vor Ort“, das gezielt Projekte unterstützt, die älteren Menschen gesellschaftliche Teilhabe und Unterstützung im Alltag ermöglichen.

 

 

Dank der Fördermittel konnte diese mobile Rampe beschafft werden, die sich als praktikable und zugleich kostengünstige Lösung für die Gemeinde erwiesen hat. Besonders von Vorteil: Durch ihr geringes Gewicht und ihre Klappbarkeit kann die Rampe bei Bedarf sogar von den Senioren selbst aufgebaut werden. Zusammengeklappt lässt sie sich wie ein Koffer transportieren und nach der Nutzung platzsparend im Dorfgemeinschaftshaus lagern. Der Gehweg bleibt dadurch jederzeit frei und uneingeschränkt nutzbar.

Die Anschaffung ist vor allem für die gewachsenen monatlichen Seniorennachmittage ein großer Gewinn. Ihren Ursprung hatten diese Angebote in den sogenannten „Winternachmittagen“. Ziel war es damals, Pflegebedürftigen und von Pflege bedrohten älteren Menschen einen Ort der Begegnung zu bieten und Vereinsamung entgegenzuwirken.

Inzwischen haben sich daraus feste monatliche Seniorennachmittage entwickelt, die viel Raum für Gemeinschaft und Austausch bieten. Gemeinsam wird gebastelt, es werden Ausflüge organisiert - etwa Kutschfahrten oder gemeinsame Spaziergänge durch den Ort - und traditionelle Veranstaltungen wie Fasching gefeiert. Gleichzeitig kommen auch wichtige Themen des Alltags älterer Menschen nicht zu kurz. Informationsveranstaltungen zur Vorsorge oder Vorträge zum Schutz vor dem sogenannten Enkeltrick ergänzen das abwechslungsreiche Programm.

Mit der mobilen Rampe ist nun ein weiterer wichtiger Schritt gelungen, damit alle Bürgerinnen und Bürger möglichst unkompliziert am gesellschaftlichen Leben im Dorfgemeinschaftshaus teilnehmen können.

Auch in Zukunft freut sich die Gemeinde auf die weitere Ausweitung der offenen Angebote - nun mit einem deutlich erleichterten Zugang für die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde. Die mobile Rampe trägt dazu bei, Barrieren abzubauen und noch mehr älteren Menschen die Teilnahme am gemeinschaftlichen Leben im Dorfgemeinschaftshaus zu ermöglichen. Damit wird nicht nur die Teilhabe gestärkt, sondern auch das Miteinander in der Gemeinde nachhaltig gefördert.

Tina Petzold
Stabstelle Sozialraumplanung, Jugendkoordination & Öffentlichkeitsarbeit