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Gemeindeanzeiger - Amtsblatt für die Gemeinde Röderland
Ausgabe 5/2026
Kita- und Schulnachrichten
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Gemeindebibliothek Prösen

„Wenn der Winter endet und der Frühling beginnt, zeigt uns das Leben, wie schön Veränderungen sein können.“

 

Am 23. April ist „Welttag des Buches“ – ein Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autorinnen und Autoren.

Hier unsere allerneueste Romanempfehlung der großartigen Verfasserin Susanne Abel:

 „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“

 

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt; er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht. Wer ist man, wenn man niemand ist? Er lernt dort die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen – sie nennt ihn Hardy und versucht schon im Heim, ihn zu beschützen. Beide beschließen, sich nie wieder loszulassen. Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmt. Ihre Urenkelin Emily leidet unter dem hartnäckigen Schweigen ihrer Urgroßeltern Margret und Hardy, bei denen sie aufwächst. Als Jugendliche beginnt sie schließlich, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und das Erbe der unverarbeiteten Traumata ihrer Familie aufzubrechen …

„Diesem Roman konnte ich mich nicht entziehen … seit langem hat mich kein Buch mehr so berührt wie dieses. Die Handlung erstreckt sich von den Kriegsjahren bis in die Gegenwart. Herzzerreißend, einfühlsam und schonungslos werden hier das Schicksal und die unvorstellbare Misshandlung von Waisen in Kinderheimen beleuchtet. Susanne Abel hat sich in dieser Geschichte an der Realität orientiert sowie Berichte von Zeitzeugen eingearbeitet. Ein Generationsroman, in dem die Traumata der ‚gefallenen‘ Personen bis an ihr Lebensende nachwirken. Die Autorin verwebt fiktive Schicksale und Schauplätze mit den Herausforderungen alleinerziehender Mütter, dem Einfluss von Social Media auf das Familienleben und den daraus resultierenden Konflikten.“ Meine Leseempfehlung, seien Sie stark! Sandra Poppe

Ein Bestseller aus England:

 

  

Eiskalte Spannung erwartet Sie im packenden siebten Teil der David Hunter-Reihe von Simon Beckett:

Ein Skelett hängt in den Wurzeln einer mächtigen Fichte, die das Unwetter zu Fall gebracht hat. Das Wurzelwerk scheint über die Jahre in den verwesenden Körper hineingewachsen zu sein und hält ihn fest umklammert wie in einer Umarmung. Dr. David Hunter ist während eines Wintersturms in einer kleinen Ortschaft in den Cumbrian Mountains gestrandet. Beim Versuch, den grausigen Fund in einer menschenfeindlichen Bergwelt der Polizei zu melden, stellt der Forensiker fest, dass der Sturm das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten hat. „Knochenkälte“ schafft eine schauerliche Atmosphäre um ein unheimliches Hotel und einen Wald voller Knochen … nichts für schwache Nerven. Die Bände 1 bis 6 dieser Thriller-Reihe sind ebenfalls in unserer Bibliothek entleihbar.

 

  

Die Gartensaison beginnt, wenn steigende Temperaturen und längere Tage die Pflanzen aus der Winterruhe wecken. „Unser Garten ist Gold wert – eine Familie versorgt sich selbst“ ist ein toller Lesespaß für lebendiges Familiengärtnern. Das Ehepaar G. mit ihren drei Kindern plant, pflanzt, pflegt und erntet mit Liebe und Leidenschaft; hat sogar einen Gemüsegarten-Wettbewerb gewonnen. Erkenntnis des Herrn G. am Ende des Buches: ‚Ich bin ein glücklicher Gärtner.‘


Von den Veranstaltungen unserer Bibliothek berichtet:

 

  

Die „Zwerge“ aus Saathain freuten sich am 27. Februar 2026 auf das monatliche Bilderbuchkino – was Frau Lode wohl ausgesucht hat? „Schau durch’s Fenster“ – ein herrliches Buch mit ausgeschnittenen Fenstern zum Entdecken wunderbarer Szenen … erst beim Umblättern siehst du, was sich wirklich in den Häusern abspielt und dass es nicht immer das ist, was du erwartest.

 

Frühlingshaft wurde es dann am 13. März. Herzlich willkommen im „Hotel Summ Summ“ … einem Insektenhotel. Nachdem das Hotel auf Vordermann gebracht wurde, dürfen die ersten krabbelnden und kriechenden, fliegenden und flatternden, summenden und brummenden Insekten einziehen. Eine wunderschön illustrierte Geschichte … hier lernen Kinder spielerisch, wie wichtig Insekten für die Natur sind und es gibt Tipps zum Nachbasteln eines Insektenhotels.

 

Auch in Großthiemig erwarteten die Kids am 3. Februar mit viel Freude Frau Lode und natürlich brachte sie eine tolle Geschichte zum Kinotag mit. Eifersucht im Kindergarten - es ist gar nicht so leicht, eine Freundin zu finden. Mia will so gerne das Mädchen Naomi mit den bunten Zöpfen kennenlernen, aber Anna drängelt sich immer vor! Was für ein doofer Kindergartentag. Auf dem Nachhauseweg tuen Mia auch noch die Füße weh. Dabei hat sie doch ihre liebsten froschgrünen Schuhe an. Klarer Fall von ‚Fußhusten‘, denkt sich Mia und schmollt unter ihrer Lieblingsdecke. Da klingelt es und das neue Mädchen steht mit ihrer Mama vor der Tür. Naomi hat genau die gleichen Froschschuhe wie Mia – beide haben sie vertauscht! Nun lernen sich die zwei Mädels so richtig kennen. „Mia hat Fußhusten“ ist ein wunderbares Buch über Gefühle und Kinderfreundschaft mit schönen Bildern. 


Sehr gefreut haben wir uns über unsere Kaffeegäste zum Lesecafé am 10. März. Gleich zu Beginn griffen wir die 30. LiteraTour zwischen Elbe und Elster auf. Die Autorin Kati Naumann wird im Museum Mühlberg aus ihrem Roman „Fernwehland“ lesen; all ihre Bücher sind in unserer Bibliothek verfügbar. Ein absolutes Leseerlebnis ist der Familienroman „Die Sehnsuchtnach Licht“. So viel Aussagen über die Region um Schlema, über Traditionen und die lebensgefährliche Arbeit im Berg. Hochinteressant sind die Fakten über die Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft Wismut, den streng geheimen Uranabbau und zum Radiumbad Oberschlema um 1918 – heute eines der bedeutendsten deutschen Kurorte. Unsere Besucherin Frau E. liest gerade darin und berichtet darüber, dass vor Jahren ein Bergarbeiter aus ihrer Verwandtschaft ebenda an der Schneeberger Krankheit viel zu früh verstorben ist. Dieser Austausch in unserem Lesecafé über Themen, wie in Büchern beschrieben, macht manches Schicksal so greifbar. Eine weitere wundervolle Leseempfehlung erhielten wir in unserer Runde von Frau K.: „Rasmus und der Landstreicher“ von Astrid Lindgren beschreibt die Sehnsucht eines neunjährigen Waisenkindes nach einer heilen Familie, die es sich in seiner Fantasie ausmalt. Was er findet, ist das genaue Gegenteil. Rasmus trifft auf den Landstreicher Oskar, der ihm ein besserer Vater ist, als es wohl je jemand sein kann – liebevoll und realitätsbezogen. Oskar versteht Rasmus und nimmt ihn als sein Kind an. Frau D. teilte ihre Begeisterung über die so unterschiedlichen Werke „Der Gesang der Flusskrebse“;„Wenn sie wüsste“ und „Die Akte Schneeweiß“ mit uns. Jedes Buch ist auf seine Weise ganz besonders; die deutsche Geschichte allerdings hat es uns irgendwie angetan. In Vorbereitung einer Lesung vor der Klasse 8 berichtet Frau Lode über das einzigartige Zeitzeugnis „Tagebuch aus Bergen-Belsen“. Darin beschreibt die Überlebende Renata Laqueur auch die Geschichte vom „verlorenen Zug“ in Tröbitz. In dem Häftlingstransport aus dem KZ Bergen-Belsen fand man am 23. April 1945 eingepfercht in 45 Viehwaggons etwa 2.500 Menschen, die zwölf Tage lang gelitten haben … Wir dürfen so dankbar sein über jeden gesunden Tag, der uns mit Menschen zusammenführt, denn jeder von uns hat doch – auch außerhalb der Plauderei zum Kaffee - eine Geschichte zu erzählen …


„Mit einer Nähmaschine kannst du Stoffe zum Leben erwecken …“ naja fast. Unsere proppen Hühner sind wieder so zauberhaft und einzigartig geworden! Schön, dass es uns, die ‚Kleinen Nähkünstler‘ gibt …

 

 

  Frühlingshaft wurde es am kreativen Nachmittag. Ein schlichter Holzreifen, mit Kordel umwickelt, dazwischen Reagenzgläser für einen bunten Blumengruß und trockene Gräser, ist ein Hingucker am Fenster oder an anderer Stelle. Je nach Jahreszeit lassen sich die Reifen neu dekorieren; und jeder Gast hat hier mit ganz viel Fantasie etwas Wunderschönes gefertigt.

… und dann gab es wieder unseren geselligen Spielenachmittag am 19. März. Rommé kann man eben nicht üben – es ist und bleibt ein Glücksspiel und zum ersten Mal konnte Frau J. jubeln und unseren Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Freuen wir uns auf die kommende Partie am 23. April!


Eindrucksvolle Lesung zum Abschluss des Anne-Frank-Unterrichts

Mit einer bewegenden Lesung am 19. März in unserer Bibliothek beendete die Klasse 8 ihr Unterrichtsthema rund um Anne Frank und die Zeit des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt stand dabei die Geschichte des sogenannten „verlorenen Zuges“, der kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges vom Konzentrationslager Bergen-Belsen in Richtung Theresienstadt unterwegs war und schließlich in Tröbitz strandete. Frau Lode las Auszüge aus dem Buch von Hannah Elisabeth Pick-Goslar, einer Freundin Anne Franks, die von ihren Erfahrungen in den Lagern und der Fahrt im „verlorenen Zug“ berichtete. Ihre Worte machten das Leid, aber auch die Hoffnung der Menschen in dieser Zeit greifbar. Ergänzt wurden die Texte durch Berichte aus dem Bad Liebenwerdaer Heimatkalender aus dem Jahre 1995. So entstand ein vielschichtiges Bild der letzten Kriegstage – zwischen Leid, Befreiung und dem Versuch zu helfen. Die Lesung endete in einer stillen und nachdenklichen Atmosphäre. Sie zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Geschichte wachzuhalten und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.


 

  

Am 17. März freuten sich die Kids über den langersehnten Besuch von Frau Lode in der Kita „Villa Kunterbunt“ Stolzenhain an der Röder. ‚Kinder, es ist höchste Zeit, und zur Schule ist es weit …‘ die kleinen Häschen lernen in der „Lustigen Hasenschule“, worauf es im Hasenleben ankommt. Zum Osterfest dann malen sie gemeinsam mit den Eltern die Ostereier an. Dieser lustigen Ostergeschichte lauschten die Kleinen … in der größeren Gruppe begann danach eine spannende Eier-Suche auf der Kinoleinwand: „Henry und Henriette – Die Eier sind weg“! Eine fröhliche Geschichte mit liebevollen Details zum Entdecken.

 

  

 

  

Die 30. LiteraTour des Landkreises Elbe-Elster wartet mit vielen tollen Veranstaltungen für eine Woche auf. Eröffnet wurde diese am 22. März im Stadthaus Elsterwerda durch das Kulturamt unseres Landkreises. Unser Bibliotheksteam traf auf den Quiz-Champion Sebastian Klussmann, und verfolgte interessiert seinen lockeren Vortrag „Merken Sie sich was“. Mit unserer Leserin, Frau J., nahmen wir die Herausforderung an und quizzten fleißig mit … ein Podiumsplatz ist es nicht geworden, aber wir haben eine Menge Wissen mitgenommen und erlebten einen tollen offenherzigen Menschen an diesem wunderbaren Nachmittag.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an die Familien D. und M. für die großzügigen Spenden und Buchgeschenke!

  

Unsere nächsten Veranstaltungen:

Lesecafé in der Gemeindebibliothek

Dienstag, 14. April 2026; 15.30 Uhr

Wir möchten unser Lesecafé auch nutzen, um uns z. B. über gesunde Ernährung, Hautprobleme oder andere Dinge auszutauschen, die Sie, liebe Leserinnen und Leser, bewegen und diskutieren möchten. Sprechen Sie uns dazu sehr gerne an.

Kreativer Nachmittag in der Gemeindebibliothek

Dienstag, 21. April 2026; 15.30 Uhr

Spielenachmittag in der Gemeindebibliothek

Donnerstag, 23. April 2026; 15.30 Uhr

Um Anmeldung bitten wir.

Kontakt: bibliothek@gemeinde-roederland.de; 03533-811499

„Das Einzige, was man unbedingt wissen muss, ist der Standort der Bibliothek.“

Albert Einstein

 

Denken Sie an die rechtzeitige Zahlung der Jahresgebühr und wir garantieren Ihnen unbegrenztes Lesevergnügen in unserer Gemeindebibliothek!

Öffnungszeiten

Montag

13 – 16 Uhr

Dienstag

10 – 17 Uhr

Donnerstag

11 – 16 Uhr

Freitag

11 – 15 Uhr

Ihr Bibo-Team
Claudia Lode und Sandra Poppe