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Amtsblatt Stadt Pegau und Gemeinde Elstertrebnitz
Ausgabe 1/2019
Stadt Pegau
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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

lassen Sie uns zu Beginn des neuen Jahres einen kleinen Rückblick auf das Jahr 2018 werfen.

Die Liste unserer Vorhaben aus dem Jahr 2018 war wieder sehr umfangreich. Die geplanten Investitionen hatten einen Umfang von 4,2 Mio. Euro. Dazu kamen noch Investitionen zur Schadensbeseitigung Hochwasser in Höhe von 2,5 Mio. Euro.

Unsere größte Baumaßnahme war unser Freibad. Ein lang gehegter Wunsch der Pegauer ging damit in Erfüllung. Ein Bad dieser Größe zu modernisieren und auch dauerhaft zu betreiben, dies gelingt nur mit einem klaren Bekenntnis des Stadtrates und dem Zuspruch der Bevölkerung. Darauf bin ich stolz.

Unser Ziel war die Eröffnung des Bades zu Beginn der Ferien. Eine so umfassende Sanierung der Beckenlandschaft als Winterbaustelle und ohne Schließzeit im Sommer zu realisieren, das stellte schon ein sehr ehrgeiziges Ziel war. Am 23.06. war es dann soweit. Die Pegauer konnten ihr neu saniertes Freibad in Besitz nehmen. Der Zuspruch der Bevölkerung war sehr groß, viele Besucher kamen auch aus anderen Kommunen. Insgesamt kostete die Sanierung des Beckens 2,25 Mio. Euro. Davon entfallen 2,0 Mio. Euro auf Fördermittel aus der Beseitigung der Hochwasserschäden und 250 T€ auf Eigenmittel der Stadt. Hinzu kommen Aufwendungen für das Sanitärgebäude in Höhe von 370 T€. Hier stammen 148 T€ aus dem Fördertopf Stadtumbau, 222 T€ sind Eigenmittel der Stadt.

Für die Einwohner aus den Kitzener Ortsteilen, besonders für die Kinder, hat die Stadt in den Sommerferien wieder den kostenlosen „Badebus“ angeboten, der dieses Jahr zu meiner Freude auch regelmäßig genutzt wurde.

Auf dem Markt, etwas versteckt hinter dem Bauamt, konnte nun endlich eine öffentliche Toilette eingeweiht werden. Vorausgegangen war hier eine längere Debatte mit dem Denkmalschutz hinsichtlich Standort und Gestaltung. Letztendlich waren alle Beteiligten mit der nun gefunden Lösung einverstanden. Zugleich wurde der Markt mit dem Aufbau des Brunnens komplettiert.

In Kleinschkorlopp wurde nach dem Kanalbau ein Fußweg samt Bushaltestelle gebaut. Der Singteich in Kitzen konnte saniert werden und bietet jetzt wieder einen schönen Anblick samt Sitzbank zum Ausruhen. Die letzten Kanalarbeiten in der Dr. Otto Kunzmann Str. wurden realisiert.

Die Nachfrage vor allem junger Familien nach Baugrundstücken ist ungebrochen. Um dem Rechnung zu tragen, hat der Stadtrat Beschlüsse zur Erweiterung/Ausweisung neuer Baugebiete bzw. Bauplätze getroffen. Dies trifft zu auf das Rodeland und die Dr. Otto Kunzmann Str. in Kitzen, die Ortsteile Kleinschkorlopp und Löben sowie auf das Gelände an der Carsdorfer Straße/Am Angelteich in Pegau.

Alle im Vorjahr erschlossenen Baugrundstücke im Wohngebiet Am Sonnenwinkel (Pegau West) sind vergeben. Dort herrscht rege Bautätigkeit.

Parallel dazu wurde das Projekt zum Neubau einer Kindereinrichtung vorangetrieben. Im Rahmen der Planung wurde die zukünftige Einrichtung auf nunmehr 90 Plätze ausgelegt. Die Baugenehmigung für die neue Einrichtung ging zum Jahresende bei der Stadt ein. Somit kann nun die Ausschreibung der ersten Bauarbeiten erfolgen. Gleichzeitig wird derzeit in Wiederau die vorhandene Kindertagesstätte erweitert und modernisiert. Dazu räumte der Kulturverein den hinteren Teil des Gebäudes und zieht dann in das neue entstandene Bürgerbegegnungszentrum ein. Der Außenbereich der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in Pegau wurde komplett saniert und bietet dann im Frühjahr für die Kinder tolle Spielmöglichkeiten.

Im Haushalt war auch der Bau eines Radweges vom Gewerbegebiet Pegau in Richtung Werbener See geplant. Leider konnte das Projekt nur im Abschnitt vom Bahnübergang bis zur Zuwegung zum See realisiert werden. Dieses Teilstück wurde von der Mibrag gebaut. Hintergrund ist die Tatsache, dass das Grundstück vom Betreiber des ehemaligen Umspannwerkes (50 Hertz) verkauft werden sollte und sowohl die Stadt Pegau als auch die Mibrag Interesse an dieser Fläche hatten. Letztendlich wurde hier ein für beide Seiten guter Kompromiss gefunden. Die Mibrag hat die Flächen erworben, ihre Elektrokabel verlegt und das Teilstück des Radweges gebaut. Der Anschluss von Pegau her ist leider noch nicht gelungen. Dafür waren Fördermittel nach der Richtlinie kommunaler Straßenbau Teil A (Neubau) vorgesehen. Diese wurden jedoch im Jahr 2018 nicht ausgereicht, so dass diese Maßnahme im Jahr 2019 realisiert werden soll. Voraussetzung ist aber die avisierte Förderung in Höhe von 90 %.

Dafür konnte nach der Sanierung der 2. Flutbrücke die alte Straße Pegau - Groitzsch wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Der Nachbarschaftsvertrag zwischen der Stadt Pegau, der Gemeinde Elstertrebnitz und der Mibrag war, bedingt durch die unterschiedlichen Sichtweisen hinsichtlich der geplanten Deponie Profen-Nord, zwischen der Stadt und der Mibrag zum Erliegen gekommen. Die Mitteldeutsche Umwelt- und Entsorgungs GmbH (MUEG), deren Gesellschafter Remondis und die Mibrag sind, hält weiter an den Vorhaben zur Errichtung der Deponie fest. Die Stadt Pegau lässt die Rechtmäßigkeit des Planfeststellungsbeschlusses gerichtlich überprüfen. Das ergänzende Verfahren dauert an (vgl. Amtsblatt 12/2018).

Ungeachtet weiterhin bestehender unterschiedlicher Auffassungen zu diesem Thema haben sich die Stadt Pegau, die Gemeinde Elstertrebnitz und die Mibrag darauf geeinigt, den Nachbarschaftsvertrag wieder mit Leben zu erfüllen. Dazu hat ein erstes Treffen im Pegauer Rathaus stattgefunden. Die Beteiligten haben sich zu den einzelnen Punkten des Nachbarschaftsvertrages verständigt. Im Ergebnis wurde bekundet, dass die Vertragspunkte hinsichtlich Gegenstand, Kommunikation und Leistungen unverändert bestehen bleiben und wieder mit Leben erfüllt werden. Der Maßnahmekatalog aus dem Jahr 2016 soll fortgeschrieben werden. Dazu reichen die Kommunen entsprechende Vorschläge ein. Es wurde vereinbart, dass es zukünftig wieder regelmäßige Treffen aller Beteiligten gibt und die Stadt Pegau die Bürgerschaft über das Aufleben des Nachbarschaftsvertrages informiert, was ich an dieser Stelle gern getan habe.

Leider kann ich hinsichtlich der seit einem Jahr in Pegau vorgehaltenen viel zu geringen Öffnungszeiten der Sparkasse keine erfreulichen Dinge berichten. Die Öffnungszeiten blieben unverändert. Die Proteste der Bürger, die übergebenen Protestunterschriften, meine Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden sowie persönliche Gespräche blieben erfolglos. Auf die versprochene Auswertung nach einem halben Jahr veränderter Öffnungszeiten warten wir noch immer.

Zur Stadtratssitzung im Dezember hat der Stadtrat die Weichen für ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20) gestellt. Dieses Fahrzeug soll in Pegau stationiert werden, das bisherige Fahrzeug zur Feuerwehr Schkorlopp umgesetzt werden. Damit würden die Kameraden dann auch dort über ein wasserführendes Fahrzeug verfügen.

Die Beschaffung moderner Technik ist die eine Seite, die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte die andere Seite. Es wird zunehmend schwerer, genug Einsatzkräfte zur Verfügung zu haben. Dabei wohnen viele junge Familien in unserer Stadt und den Ortsteilen, der Zuzug hält unvermindert an. Warum sollten sich nicht Väter und Mütter bei unseren Wehrleitern für den Dienst in der freiwilligen Feuerwehr anmelden. Wir brauchen Sie zur Verstärkung.

Mein Dank geht an dieser Stelle an unsere fleißigen Kameradinnen und Kameraden. Für sie stellte der heiße Sommer mit den zahlreichen Flächenbränden eine zusätzliche Belastung dar. Danken möchte ich auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für ihr Engagement und meinen Stadträten für die konstruktive Arbeit im Stadtrat.

Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben und wünsche Ihnen ein friedvolles, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

Ihr Bürgermeister
Frank Rösel