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Amtsblatt Stadt Pegau und Gemeinde Elstertrebnitz
Ausgabe 2/2026
Seite 2
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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Haushaltslage der Stadt Pegau ist wie in vielen anderen Städten angespannt. Übertragene Aufgaben werden nicht auskömmlich finanziert. Die Kosten für Baumaßnahmen steigen, ebenso die Aufwendungen für den Unterhalt der öffentlichen Gebäude. Tarifliche Steigerungen und die Verbesserung des Betreuungschlüssels in den Kindereinrichtungen, welche im Interesse der Kinder zu begrüßen sind, vergrößern das Defizit. Die über das Finanzausgleichsgesetz den Kommunen zugewiesenen Mittel reichen nicht aus, um den Kostenaufwuchs zu kompensieren. Die Erträge aus Grund- und Gewerbesteuer sowie Kitagebühren wurden zwar moderat erhöht, können das Defizit jedoch nicht auffangen. Sächsische Kommunen dürfen seit dem Sommer letzten Jahres daher ihre laufenden Ausgaben und wichtige Investitionen auch mit Hilfe neuer Schulden finanzieren. Eine Lösung des Problems ist dies aber nicht. Somit sind Bund und Länder gefragt, die Finanzierung der Kommunen dauerhaft zu sichern.

Vieles wurde in unserer Stadt und den Ortsteilen seit der politischen Wende erreicht. Darauf können wir stolz sein. Wichtig ist es aber auch, sich Gedanken über die zukünftige Entwicklung zu machen. Trotz der für Kommunen bedenklichen finanziellen Lage gilt es den Blick nach vorn zu richten. Dazu soll ein neues Strukturentwicklungskonzept erstellt werden. Im Amtsblatt 04/2025 habe ich bereits darüber berichtet. Die vorgesehene Bürgerwerkstatt findet am 03.03.2026 um 17.30 Uhr im kleinen Rathaussaal statt. Gemeinsam können wir unsere Stadt und ihre Ortsteile zu einem lebendigeren und attraktiveren Ort machen. Seien Sie dabei und gestalten Sie aktiv die Zukunft unserer Stadt mit!

Im Rahmen eines geplanten Repowering wurde im Jahr 2024 der Bau einer neuen Windkraftanlage westlich von Pegau genehmigt. Für eine weitere Windkraftanlage wurde im Januar diesen Jahres die Baugenehmigung erteilt. Dieses Windrad soll jedoch außerhalb des Vorranggebietes errichtet werden und den von der Stadt geforderten Mindestabstand von 1.000 Metern zur nächsten Wohnbebauung unterschreiten. Daher wurde mit Beschluss des Stadtrates vom 11.06.2025 das Einvernehmen der Stadt versagt. Das gemeindliche Einvernehmen wurde jedoch durch das Landratsamt gemäß § 71 Abs. 3 SächsBO ersetzt, da es sich bei der nächsten Wohnbebauung in Carsdorf um weniger als 5 in Zusammenhang stehende Wohngebäude handelt.

Im Februar sollen die Arbeiten am Wanderweg von der Feuerwehr entlang des ehemaligen Schulsportplatzes hin zum Gerberplatz/zur ehemaligen Filzfabrik beginnen. Betroffen ist das unbefestigte Wegstück vom Ende der ehemaligen Laufbahn, welches sich dann in westlicher Richtung verzweigt. Das meist schlammige Wegstück wird mit einer sandgeschlämmten Schotterdecke versehen und sich somit naturnah in das vorhandene Waldstück einfügen.

Zur Stadtratssitzung am 13.01.2026 hat die Stadt Pegau beschlossen, sich an dem Projektaufruf für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu beteiligen. Das Vorhaben umfasst die Umwandlung des bestehenden Trainingsplatzes auf der Großen Reitbahn in einen modernen, ganzjährig bespielbaren Kunststoffrasenplatz inklusive einer funktionalen Beleuchtungsanlage. Durch die Maßnahmen sollen der Sportstandort nachhaltig gesichert und die Trainings- und Wettkampfbedingungen vor allem für Kinder und Jugendliche erheblich verbessert werden. Angedacht ist die Umsetzung im Jahr 2028.

Ob die Stadt in das Programm aufgenommen wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Die vom Bund aufgerufenen 333 Mio. Euro an Förderung zur Behebung des Sanierungsstaus kommunaler Sportstätten dürften für das gesamte Bundesgebiet kaum reichen. Sofern die Stadt den Zuschlag erhält, sind weitere Planungen zu erbringen bis hin zur Klärung der Finanzierung der Eigenmittel. Finanzschwache Kommunen werden mit bis zu 75% der Kosten gefördert, den restlichen Anteil muss die Stadt aufbringen. Sponsoren sind gern gesehen und dürfen der Stadt bei der Erbringung des Eigenanteils helfend zur Seite stehen. Der TuS und ich würden sich darüber sehr freuen.

Ihr Bürgermeister

Frank Rösel