1957: Gründung des SG Stöntzsch; v.l. oben Gottschling, Kuckwa. Hendriok, Pfauter, Vogel, Drusch, Hönig G.; kniend: Mock, Flor, Harmgard, Liebig; sitzend: Krause, Wiedersich Hu.
1996: 40. Jahrestag der Gründung; v.l. Hubert Renker, Manfred Krause, Rainer Vogel, Franz Wiedersich, Arnd Gottschling
Die Begeisterung im Sport war in den 1950er Jahren sehr groß, da gab es kaum andere Möglichkeiten zu anderen Aktivitäten. Der einzige organisierte Verein im Dorf war die freiwillige Feuerwehr. Da die Kinder und Jugendlichen immer, ob Sommer oder Winter, auf dem Dorfplatz unter der Eiche Fußball spielten, kam der Gedanke auf, eine Fußballmannschaft zu haben.
Mit Bürgermeister Willi Häßler hatten wir auf dem Gemeindeamt einen Verbündeten gefunden. Dazu gab es auch ehemalige Aktive, die unser Vorhaben unterstützen wollten, wie Hönig Gerhard, Kirmse Wolfgang oder Billing Herbert.
So wurde mit Unterstützung vom Gemeinderat im August 1956, SG Stöntzsch gegründet.
Ein aktiver Unterstützer vom Gemeinderat kam dazu – Meißner Wilhelm, der wurde auch zu unserem Kassenwart und Schriftführer gewählt.
So entwickelte sich langsam eine Mannschaft unter der Führung von Hönig Gerhard, Gottschling Arnd und Wiedersich Franz.
Es wurden nur Auswärtsspiele bestritten, denn in Stöntzsch gab es keinen Sportplatz. Im Frühjahr 1957 wurde dann ein geeignetes Feld im Oberdorf, nahe der Kohlebahn bereitgestellt und dort der Spielrasen eingesät. So wurde auch gleich eine geeignete Fläche für den Schulsport geschaffen. Als Umkleidungsstätte für Gastmannschaften wurde der alte Kindergarten neben dem Dorfteich bereitgestellt.
Ab der Spielzeit 1957/58 wurde eine Fußballmannschaft für den Spielbetrieb in der 2. Kreisklasse gemeldet.
So konnten wir dann auch am 7. Oktober 1957 mit einem zünftigen Dorffest den neuen Sportplatz einweihen. Als Abschluss fand das Punktespiel SG Stöntzsch – Dyn Borna statt. Nach 0:2 Rückstand wurde dann mit 4:2 gewonnen – Torschützen: Vogel 2, Zenker, Gottschling. Da war die Freude groß.
In den folgenden Jahren wurde dann auch eine II. Mannschaft für den Spielbetrieb angemeldet, denn die Dorfjugend war sehr fußballbegeistert.
Aber im Sommer 1962 wurden die Mannschaften vom Spielbetrieb abgemeldet. Die Hauptgründe waren die Wehrpflicht in der DDR und einige Sportfreunde wurden von Stöntzsch ‚weggeheiratet‘ und somit nicht mehr anwesend.
Außerdem kamen die Abraumbagger vom Tagebau Profen immer näher, denn das Ende für Stöntzsch war für 1964/65 besiegelt.
Um 1970 rum trafen wir uns einige Male zu Freundschaftsspielen, freitags gegen Pegau AH und SG Großstolpen. Aber im Oktober hatten wir die „Rathmannsklause“
gebucht. Wir, nun alle im Rentenalter, feierten den 40. Gründungstag der SG Stöntzsch; es war eine schöne Feier und die alte Kameradschaft wurde aufgefrischt. In Erinnerung an die schöne Fußballzeit:
„Sport frei“