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Gemeindespiegel
Ausgabe 1/2026
Mitteilungen aus dem Rathaus
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Liebe Leserinnen und Leser aus der Gemeinde Rackwitz, liebe an unserer Gemeinde Interessierte,

wenn man in diesen Tagen durch unsere Gemeinde geht, spürt man: Es tut sich etwas. Manches geschieht ganz sichtbar – auf Baustellen, bei Veranstaltungen oder in neuen Projekten. Anderes wächst eher im Verborgenen: Ideen reifen, Gespräche werden geführt, Planungen nehmen Gestalt an. Mit dem Frühling kehrt nicht nur mehr Licht und Leben in unsere Straßen und Plätze zurück, sondern auch neue Energie für viele Vorhaben. Diese Aufbruchsstimmung passt gut zu dem, was unsere Gemeinde auszeichnet: Engagement, Mut, Zusammenhalt und die Bereitschaft, Dinge anzupacken.

Ein sichtbares Zeichen dafür, was in unserer Gemeinde in den vergangenen Jahren gewachsen ist, ist unser neues Bürger- und Dienstleistungszentrum „Rackwitzer Landi“, das wir am 14. März der Öffentlichkeit übergeben konnten.

Der Weg dorthin war lang: Bereits 2019 haben wir das Gebäude nach der Schließung der Konsumfiliale erworben – bewusst auch ohne fertiges Nachnutzungskonzept. Mir war wichtig, dieses zentrale innerörtliche Grundstück nicht sich selbst zu überlassen, sondern aktiv Verantwortung zu übernehmen. Ein Prozess, der Geduld und Beharrlichkeit erforderte – und der sich gelohnt hat.

Entstanden ist ein Haus für alle Generationen:

Die Bäckerei Veit ist mit einem kleinen Café an ihren Stammsitz zurückgekehrt, ein Blumengeschäft hat neu eröffnet, der Friseur ist eingezogen – und auch unsere Bibliothek ist bereits in die neuen Räumlichkeiten umgezogen. Mit dem „Landi-Forum“ schaffen wir Raum für neue Arbeitsformen, größere Videokonferenzen und vielfältige Veranstaltungsformate. Das Regionalmanagement des Delitzscher Landes e.V. sowie unser Klimaschutzmanager haben hier ebenfalls ihren Platz gefunden.

Im Kellergeschoss des Gebäudes sind neue Räume für unseren kommunalen Betriebshof entstanden. Gemeinsam mit der neu errichteten Maschinenhalle wurden damit moderne und deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen für unsere Kolleginnen und Kollegen geschaffen – ein spürbarer Mehrwert gegenüber dem bisherigen Standort und eine wichtige Investition in die Leistungsfähigkeit im Rahmen unserer Daseinsfürsorge. Im Obergeschoss ist zudem ein Raum für Jugendliche entstanden, der durch die Diakonie im Rahmen der mobilen Jugendarbeit betreut wird. Damit gehen wir neue Wege, um wieder stärker Anlaufpunkt für junge Menschen in unserer Gemeinde zu sein.

Ich bin sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, dieses Gebäude wieder mit Leben zu füllen. Mein herzlicher Dank gilt allen, die diesen Weg unterstützt, begleitet und mitgestaltet haben. Dieses Projekt wird unsere Gemeinde langfristig prägen und bereichern. Genau dieses Zusammenspiel aus Ideen, die im Hintergrund entstehen, und konkreten Ergebnissen, die schließlich sichtbar werden, zeigt sich auch an einem weiteren Beispiel in unserer Gemeinde: der Weiterentwicklung unserer beiden Bibliotheken.

Mit dem Umzug der Bibliothek in Rackwitz in die neuen Räumlichkeiten ist nicht nur ein Ortswechsel verbunden, sondern teilweise auch ein inhaltlicher Neustart. Bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich ausdrücklich unseren ehrenamtlichen Bibliothekaren in Rackwitz und Zschortau danken. Ihr Engagement, ihre Verlässlichkeit und ihre Begeisterung für das Lesen tragen seit vielen Jahren maßgeblich dazu bei, dass dieses Angebot überhaupt möglich ist.

Über die Wintermonate haben wir uns intensiv mit der strategischen Ausrichtung unserer Bibliotheken beschäftigt. Die rückläufigen Leserzahlen stellen uns – wie viele andere Kommunen auch – vor Herausforderungen. Uns war jedoch klar: Neue Räume allein machen noch kein neues Angebot und beheben dieses Defizit nicht. Künftig sollen verstärkt moderne Medien, Gesellschaftsspiele sowie Angebote für Kinder – insbesondere auch für Kleinkinder – Einzug halten. Unsere Bibliotheken sollen sich zu lebendigen Orten für Familien, Kinder und Jugendliche entwickeln und gleichzeitig für alle Generationen attraktiv bleiben. Darüber hinaus planen wir die Anbindung an die Sächsische Onleihe, sodass unsere Nutzerinnen und Nutzer künftig auf einen umfangreichen digitalen Bestand an E-Books zugreifen können – unabhängig von Öffnungszeiten.

Auch hier zeigt sich: Entwicklung geschieht Schritt für Schritt – mit Ideen, Konzeptarbeit und dem Mut, neue Wege zu gehen. Ich lade Sie schon heute herzlich ein, unsere Bibliotheken voraussichtlich nach den Sommerferien neu zu entdecken und das erweiterte Angebot aktiv zu nutzen.

Nachdem mit dem Bürger- und Dienstleistungszentrum ein so bedeutendes Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde, arbeiten wir bereits wieder an den nächsten Vorhaben. Dazu zählen der Radwegbau zwischen Rackwitz und Zschölkau sowie die Sanierung der Außenanlagen der Kindertagesstätte Zschortau. Beide Projekte befinden sich bereits in der Vorbereitung und im Herbst soll mit der Umsetzung begonnen werden.

Nach all den Projekten und Entwicklungen möchte ich Sie auch auf einige bevorstehende öffentliche Veranstaltungen in unserer Gemeinde aufmerksam machen, bei denen Begegnung und gemeinsames Miteinander im Vordergrund stehen.

Am 15. April findet unser traditionelles Frühlingsfest für Seniorinnen und Senioren im Landgasthof Podelwitz statt. Die Karten hierfür sind im Vorverkauf im Rathaus – Bürgerbüro – sowie im Blumenladen Zschortau erhältlich. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit unseren Seniorinnen und Senioren einen schönen Nachmittag zu verbringen. Darüber hinaus möchte ich Sie auf die traditionellen Osterfeuer unserer Feuerwehren hinweisen.

Abschließend möchte ich Ihnen ein schönes Osterfest wünschen. Genießen Sie die Feiertage im Kreise Ihrer Familien, nehmen Sie sich bewusst Zeit für Begegnungen, Traditionen und ein wenig Ruhe vom Alltag. Nutzen Sie die Gelegenheit, den Frühling zu spüren, neue Energie zu tanken und die Zeit mit Ihren Liebsten zu genießen.

Ihr Bürgermeister
Steffen Schwalbe