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Mitteilungsblatt - Ihre Heimat- und Bürgerzeitung im Landkreis Bautzen
Ausgabe 22/2018
Aus Städten und Gemeinden
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20 Jahre Technisches Museum der Bandweberei

Häkelgalonmaschine aus Italien

Am 27. Mai feierte der Verein „Großröhrsdorfer Industrie- und Bandmuseum“ das 20-jährige Jubiläum des Technischen Museums. Von der Idee bis zur Verwirklichung war viel Engagement gefragt. Fast genau vor 20 Jahren fand die feierliche Eröffnung des Technischen Museums der Bandweberei statt. Ein Gedanke, der seit Mitte der siebziger Jahre die Museumsfreunde beschäftigte, wurde Wirklichkeit. Mit der Eröffnung des Museums konnte die Bandweberei in ihrer historischen Entwicklung der Öffentlichkeit präsentiert werden. Schließlich prägte die Bandweberei über drei Jahrhunderte das wirtschaftliche Gefüge der Region. Großröhrsdorf und die umliegenden Orte bildeten bis 1990 das Zentrum der Bandweberei im Osten Deutschlands.

Nun rattern in der einstigen Bandweberei an der Schulstraße seit 20 Jahren die Museumsmaschinen und machen damit die Geschichte des Ortes und seiner Bandindustrie für nachfolgende Generationen erlebbar. Nach der musikalischen Eröffnung der Jubiläumsfeier durch den Kleinröhrsdorfer Spielmannszug und Gratulationen durch den Stadtrat und Stellvertreter der Bürgermeisterin Peer Tomschke, den Landtagsabgeordneten Aloysius Mikwauschk sowie Birgit Weber, Beigeordnete des Landrates, eröffnete der Vereinsvorsitzende Bernd Hartmann die Sonderausstellungen zum Jubiläum. Es sind Maschinen mit Nadeltechnik, u. a. eine Strickmaschine, begleitet von einer Foto-Schau mit Impressionen einer vergangenen Fabrik, der Weberei C.G. Großmann. Die Fotos zeigen beispielhaft an der einstigen Großröhrsdorfer Fabrik, wie Fabriken nach der Wende verlassen wurden und zusehends verfielen: Da steht noch das Vierfrucht-Marmeladenglas auf dem Tisch, die Tapete hängt von der Wand und zurückgelassene Kisten liegen kreuz und quer. Die Sonderausstellungen zogen viele Gäste an und ließen Erinnerungen wieder wach werden.

Aber auch vor dem Industriemuseum wurden den Besucher viel geboten. Die kleinsten Gäste konnten mit der Kindereisenbahn ihre Runden drehen, basteln am Stand der Familienbildungsstätte Bischofswerda und beim Informationsstand des Rassekaninchenzüchtervereins die jüngsten Tiere streicheln. Der „Bändelmarkt“ lud die Erwachsenen zum Kaufen ein und frischen Honig boten die Bienenzüchter an. Daneben sorgten Bernd Kunadt mit seinem Leierkasten und die „Franzl-Musi & Sächsische Harmonikafreunde“ musikalisch für Stimmung. Ein Höhepunkt war sicherlich die Modenschau historischer Kostüme der ASH Kamenz. Moderiert von Grit Hartmann, Geschäftsführerin der F.W. Kunath GmbH, zeigten die strahlenden Models wunderschöne Kleidung aus der Zeit Augusts des Starken. Allen Beteiligten Dank für dieses gelungene Fest.

Die Sonderausstellung mit Nadeltechnikmaschinen und die Foto-Ausstellung „Impressionen einer vergangenen Fabrik C.G. Großmann“ können auch weiterhin zu den regulären Öffnungszeiten des Technischen Museums besichtigt werden.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 14 bis 18 Uhr, jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr. Auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten sind Führungen für Gruppen möglich. Anmeldungen werden gern unter Tel.: 035952 48247 entgegengenommen.

PI