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Ausgabe 27/2018
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Sommer, Ferien – schönste Zeit!

Mit einem Abschlussturnier in gemischten Mannschaften aus Kindern und Familienangehörigen ging ein erlebnisreiches und sehr heißes Fußballcamp in Großröhrsdorf zu Ende

Jetzt sind sie also voll im Gange, die langersehnten Sommerferien – und ein Drittel ist auch schon wieder rum. Schaut man sich in der Region um, was den Ferienkindern hier vor Ort geboten wird, dann kommen von Jahr zu Jahr spannende Angebote hinzu. Neu trifft das seit diesem Sommer auch für Pulsnitz und Umgebung zu: In den vergangenen Monaten wurden von einer Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Tom Schurig und Christoph Semper zahlreiche Empfehlungen gegen die Langeweile in der wohl schönsten Zeit des Jahre zusammengestellt. 16 Programmpunkte sind da doch für den Anfang gar nicht schlecht. Auffallend sportlich ging es in der ersten Woche los, denn scheinbar ganz Großröhrsdorf war im Fußballfieber. Camps für junge Liebhaber des runden Leders fanden beim SC 1911 Großröhrsdorf und beim FSV Bretnig-Hauswalde (siehe Innenteil dieser Ausgabe) statt. Am Freitagnachmittag wurde zum Abschluss des Camps von TeaM-Soccer auf dem Kunstrasenplatz der Bänderstadt eine Mini-WM gespielt, in der nicht nur die 30 Mädchen und Jungen, sondern auch Muttis, Vatis, Geschwister und sogar Opas in gemischten Mannschaften gegen den Ball traten – ein echter Spaß für alle Beteiligten. Der Haken an der Sache: Vatis durften keine Tore erzielen, sie mussten den Nachwuchs oder die Frauen gekonnt in Szene setzen – doch auch das gelang oft sehr erfolgreich. Während die Pulsnitzer Royal Rangers in dieser Woche zum Sommercamp auf Rügen unterwegs waren, können die Ferienkinder in Pulsnitz noch an Schnupperkursen rund ums Pferd oder das Tennisspiel teilnehmen, sich auf die Spuren des Wolfs begeben, ihre eigene Brille basteln, natürlich Pfefferkuchen verzieren oder sogar schottisches Tanzen erlernen.

Seit mehr als 25 Jahren ein Dauerbrenner sind die Ferienwochen im Abenteuercamp Deutschbaselitz direkt am Großteich. Fünf Wochen lang herrscht auch diesmal dort wieder Hochbetrieb, denn die Camps des Netzwerkes für Kinder- und Jugendarbeit sind fast immer komplett ausgebucht. Wie Teamleiter Andreas Mikus erzählt, seien vor allem die zwei Durchgänge für die Sechs- bis Neunjährigen sehr beliebt, da es für diesen Altersbereich nicht so viele Angebote dieser Art gibt. In diesem Sommer begannen die Camps mit durchaus ein paar Herausforderungen mehr an die engagierten haupt- und ehrenamtlichen Betreuer. Nicht nur, dass sie sich von Jahr zu Jahr etwas Neues einfallen lassen müssen – schließlich konnte einer der Jungs von seiner bereits siebenten Teilnahme berichten – das sind die engagierten Erwachsenen im Camp gewöhnt, die Monate im Voraus mit der Vorbereitung beginnen. Nein, einige der beliebtesten Programmpunkte konnten zumindest in der ersten Woche nicht stattfinden: Zum einen waren wegen der hohen Waldbrandwarnstufe Grillen und Lagerfeuer strikt verboten. Zum anderen durfte der Großteich wegen eines grassierenden Karpfen-Virus nicht genutzt werden, weder zum Baden noch zum Bootfahren. Da mussten es eben an Land kleine Wasserschlachten geben, um für Abkühlung aus Eimer oder Schlauch zu sorgen. Aber das erfolgreiche erlebnispädagogische Konzept bietet den teilnehmenden Kindern trotzdem viele unvergessliche Höhepunkte, da sind sich die Netzwerker sicher.

Für erlebnisreiche Sommerferien in Bischofswerda gibt es bereits das fünfte Jahr in Folge den Ferien(s)pass. Aus einem kleinen Wegweiser zum Start mit neun Angeboten ist inzwischen ein richtiger Ferienplaner mit mehr als 25 Aktivitäten geworden. Dabei sind spezielle Veranstaltungen und Vergünstigungen, übrigens nicht nur in Schiebock, sondern auch in Rammenau, Neukirch und sogar im Saurierpark. Sogar eine kostenfreie Hin- und Rückfahrt ins Belantis ist möglich. Genutzt werden kann der Ferien(s)pass wie bereits im Vorjahr nicht mehr nur von allen Schulkindern, sondern auch von Kindergarten- und Vorschulkindern. Kostenfrei auf Entdeckungstour durch den historischen Altstadtkern Bischofswerdas konnten sich die Kinder am Dienstag auch mit einem Stadtführer begeben.

Zum dritten Mal heißt es ebenfalls in Kamenz mit dem Sommerferien(s)pass die sechs schulfreien Wochen zu verschönern. Wieder unter dem Motto „Erkunde deine Stadt Kamenz“ locken bereits aus den Vorjahren bekannte und neue Angebote. Gewerbetreibende und Vereine, aber auch Privatpersonen der Stadt sowie zahlreiche Kultureinrichtungen haben sich diese interessanten und spannenden Mitmach-Aktionen ausgedacht. Noch ist genügend Zeit zum Sammeln von Stempeln für die Teilnahme. Sind dann mindestens vier Stempel zusammengekommen, wartet am 12. September, 16 Uhr, ein Besuch mit vielen Überraschungen im Kamenzer Rathaus direkt beim Oberbürgermeister.

Also, liebe Ferienkinder – schnell mal umschauen, ob es nicht noch ein paar spannende Angebote für die verbleibenden vier Ferienwochen gibt, um die Zeit zur Erkundung der Heimat zu nutzen. Die Mühen der zahlreichen, engagierten Organisatoren sollen doch belohnt werden.

ku