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Ausgabe 28/2018
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Tests, viele „Neue“ und Optimismus vorm Start

Die Kamenzer Kicker konzentrieren sich jetzt auf die neue Saison. Der SV Einheit kehrt nach einem Jahr in die Landesliga zurück. Das „Abenteuer Fußball-Oberliga“ ist abgehakt, im kommenden Spieljahr werden sie sich mit einem fast zur Hälfte neuen Kader präsentieren. Vor einem neuen Abenteuer stehen die Fußballer des SC 1911 Großröhrsdorf (kleines Foto). Das Kreisoberligateam wurde Kreismeister und spielt in der neuen Saison in der Landesklasse Ost des Sächsischen Fußballverbandes.

Das große Fußball-Spektakel hat am vergangenen Wochenende seinen Abschluss gefunden. Die große Fußball-Welt ist ab dieser Woche wieder im Normalmodus, wenngleich „normal“ vielleicht nicht ganz zutreffen mag. So mancher hoch gehandelte Favorit erlebte nämlich in den vergangenen vier Wochen mehr oder weniger zeitig eine unangenehme Überraschung, allen voran Jogis Jungs, die mit Fehlstart glänzten.

Um gleich vom Start weg einer eventuellen Bauchlandung entgegenzuwirken, läuft bei den Fußball-Teams in unserer Region derzeit eine äußerst konzentrierte Vorbereitungsphase auf das kommende Spieljahr und die läuft nicht nur bei den Regionalligisten in Bischofswerda und bei Budissa Bautzen auf Hochtouren. Zahlreiche Testspiele, laufend aktuelle Mitteilungen zu Neuverpflichtungen prägen derzeit den Fußball-Alltag des BFV 08 und der FSV Budissa Bautzen auf die am 27. Juli beginnende Saison in der Fußball-Regionalliga Nordost. Viel Zeit bleibt beiden Vereinen nicht mehr. Budissa wird sein erstes Punktspiel am Sonnabend, dem 28. Juli, ab 13:30 Uhr zu Hause gegen den FC Viktoria Berlin bestreiten. Bischofswerda muss einen Tag später zur gleichen Zeit beim Berliner AK antreten.

Die größten Veränderungen wird es allerdings im Spielerkader der jeweiligen Teams geben. „Die Regionalliga Nordost ist noch stärker geworden als im Vorjahr“, meint Bautzens Cheftrainer Torsten Gütschow. „Für uns wird das knüppelhart. Mal sehen, wie unser Auftaktprogramm aussieht. Es wäre wichtig, mit ein paar Erfolgserlebnissen zu starten. Die 41 Zähler aus der Vorsaison wieder zu erreichen, wird extrem schwer. Die Liga zu halten, wird unser Hauptziel sein.“

Gespannt sein auf ihre ersten Schritte in der Regionalliga darf man auf die Schiebocker, die sich trotz ihres überlegenen Aufstiegs von elf Spielern getrennt haben. Sieben „Neue“ sind bereits verpflichtet.

Der SV Einheit Kamenz kehrt nach einem Jahr in der Fußball-Oberliga in die Landesliga zurück. Als Tabellenvorletzter der Staffel Süd waren die Lessingstädter sportlich ohnehin abgestiegen, aber durch den Rückzug von Merseburg, Barleben und Schott Jena war die Mannschaft von Trainer Frank Rietschel in die Relegation gerutscht. Sportlich eigentlich abgestiegen, eröffnete sich durch zwei Spiele gegen Hertha Charlottenburg doch noch die Chance zum Ligaverbleib, aber der Nord-Oberligist setzte sich knapp durch. „Der SV Einheit hat zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der Oberliga gespielt und das war für uns alle schon etwas Besonderes“, fasst Trainer Frank Rietschel das „Intermezzo Oberliga“ kurz zusammen. In der kommenden Saison werden sich die Kamenzer mit einem fast zur Hälfte neuen Kader präsentieren. Alexander Schidun, Marek Langr (FSV Budissa Bautzen), Eric Ranninger (VFC Plauen), Ron Wochnik, Eric Prentki, Stefan Höer (VfL Pirna Copitz), Sebastian Heine, Ahmad Azad, Joseph Ahua, Oliver Pohling und Thomas Metzner haben den Verein verlassen. Zum offiziellen Trainingsstart am Freitag (dem 13.!) begrüßte Frank Rietschel neben Torhüter Marek Große vom Regionalligisten VfR Garching auch Toni Barnickel (Bautzen) und Martin Vojtĕšek (Niesky). Die Veränderungen im Kader seien folgerichtig, um neue Impulse ins Team zu bringen, betont der Coach. Er will für die Landesliga eine hungrige Mannschaft aufbauen und junge Spieler nach vorn bringen, die auch den Willen haben, sich sportlich weiterzuentwickeln.

Erste Kontakte aller drei Mannschaften gab es bereits beim Königswarthaer SV. Der Kreisoberligist hatte anlässlich seines traditionellen Sportfestes die besten Mannschaften der Region zu einem Turnier eingeladen. Am Ende setzte sich der Bischofswerdaer FV gegen die Gastgeber mit 10:0 durch, nachdem Budissa Bautzen im Halbfinale 3:0 bezwungen wurde. Die Kamenzer verloren gegen die von Ex-Dynamo Frank Lippmann betreuten Königswarthaer mit 0:1 sowie gegen Budissa mit dem gleichen Resultat.

Mit „Ausrutscher“, einer 2:3-Niederlage im Kreispokal bei Aufbau Deutschbaselitz, beendete der SC 1911 Großröhrsdorf ein überaus erfolgreiches Spieljahr. Das Kreisoberligateam des SC 1911 wurde Kreismeister und spielt in der neuen Saison in der Landesklasse Ost des Sächsischen Fußballverbandes. In der Saison 1991/92 spielte letztmalig ein Männerteam des Vereins in der 7. Liga, der damaligen Bezirksliga. Eine große Herausforderung, der sich aber die Spieler um das Trainerteam Christoph Klippel, Sandro Klotz, Andre Nitzsche, Sven Dreßler und Teammanager Uwe Haufe mit großen Optimismus stellen. Dabei gibt es für die Großröhrsdorfer gegen regionale Kontrahenten wie FSV Oderwitz, SV Zeißig, SG Crostwitz, FV Oberland Spree oder LSV Neustadt/Spree gewiss so manches heiße Derby. Allerdings verzichten die Neustädter als Landesklassenmeister auf ihr Aufstiegsrecht. Schon im April war entschieden worden, dass die mit dem Aufstieg verbundenen Anforderungen im Moment noch zu hoch für den Verein sind. Am 15. August startet die Landesklasse Ost in die Punktspiele.

EG