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Mitteilungsblatt - Ihre Heimat- und Bürgerzeitung im Landkreis Bautzen
Ausgabe 30/2017
Aus Städten und Gemeinden
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Tschernobylkinder lernen am Humboldt-Gymnasium Radeberg

Der Verein Tschernobylkinder e.V. organisiert seit 1998 Erholungsaufenthalte für weißrussische Kinder, die auch 30 Jahre nach der Katastrophe im Atomkraftwerk von Tschernobyl in der verstrahlten Umgebung leben und sich mit hoch belasteten Lebensmitteln ernähren.

Vom 6. bis 26. August werden 17 Mädchen und 9 Jungen im Alter von 10 bis 16 Jahren bei uns weilen.

Für elf weißrussische Schüler ist die Reise nach Deutschland eine Auszeichnung des Kreisschulamtes von Buda-Koschelewo. Damit wird ihre erfolgreiche Teilnahme an der Deutsch-Olympiade gewürdigt.

Am Humboldt-Gymnasium Radeberg werden sie für eine Woche den deutschen Schulalltag in verschiedenen Klassen miterleben und so ihre Sprachkenntnisse erweitern. Sicher werden auch neue Freundschaften geknüpft. Ein gemeinsamer Tagesausflug soll weißrussische und deutsche Schüler außerhalb des Schulgebäudes näher bringen.

Zum Gegenbesuch fahren dann unsere Schüler Ende September nach Weißrussland. Es ist zu wünschen, dass wieder herzliche Kontakte unter den Jugendlichen beider Länder entstehen, die ungeachtet der Entfernung für längere Zeit halten.

Heike Bien, Fachkonferenzleiterin Russisch HGRIlona Graf, Vereinsvorsitzende Tschernobylkinder e.V.