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Mitteilungsblatt Radeberg - Ihre Heimat- und Bürgerzeitung
Ausgabe 31/2019
Im Blick
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Abwechslung für die Zuckertüte

Kinder mit Schultüte

Jedes Jahr im Sommer steht vielen Kindern in Deutschland ein großer Tag bevor – die Einschulung. In Sachsen ist der Tag des Schuleingangs in diesem Jahr am 17. August, dann starten die ABC-Schützen mit ihren Familien in einen neuen Lebensabschnitt. Höchste Zeit, sich über den Inhalt der Schultüte, hier auch Zuckertüte genannt, Gedanken zu machen. Denn die gehört zum Schulstart einfach dazu und hat in Deutschland eine lange Tradition. „Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts begannen Eltern, vor allem in Sachsen und Thüringen, ihren Kindern den ersten Schultag mit prallgefüllten, spitzen Tüten zu versüßen. Allerdings war das zunächst nur in größeren Städten und innerhalb wohlhabender Gesellschaftsschichten üblich. Aber bald verbreitete sich die Schultüte in ganz Deutschland. In anderen Ländern ist dieser Brauch übrigens eher unbekannt“, verrät die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert. Heute wie damals erwarten die angehenden Erstklässler gespannt den ersten Schultag und ihre Schultüte.

Lecker und spannend

So stehen in diesem Jahr wieder viele Eltern deutschlandweit vor der Frage: Was kommt in die Tüte? Eine abwechslungsreiche Mischung aus kleinen Köstlichkeiten und netten Geschenkideen macht jede Schultüte zu einer spannenden Angelegenheit. „Der erste Schultag ist ein einmaliges Erlebnis. Als kleine Extras beziehungsweise Ausnahmen bei besonderen Anlässen sind Süßigkeiten und Knabbereien in Maßen auch in einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung erlaubt“, sagt Dr. Annette Neubert. „Eine geeignete Portionsgröße ist dabei ganz einfach zu bemessen: Eine Portion entspricht der Menge, die in die Hand des Kindes passt.“ Verbote sind hingegen kontraproduktiv und führen eher zu einer Trotzreaktion des Kindes. Deshalb ist es ratsam, dass Eltern mit ihren Kindern über eine gesunde Ernährung sprechen. Klare Regeln oder Absprachen zum Verzehr von Süßigkeiten und Snacks, zum Beispiel wann und wie oft genascht werden darf, helfen den Kleinen dabei, zu verstehen, dass es sich um Extras in einer ausgewogen Ernährung handelt.

Ausgewogener Mix für die Schultüte

Neben den Klassikern wie Schokoriegeln, Butterkeksen oder Gummibärchen können Müsliriegel, Reiswaffeln, Studentenfutter, Vollkorngebäck, Kinder-Zahnpflege-Kaugummis und frisches Obst, wie ein Apfel oder eine Birne, den Inhalt der Schultüte abrunden. „Lebensmittel wie Vollkorngebäck, Nüsse und Obst enthalten wichtige Nährstoffe, die im Schulalltag zur Leistungsfähigkeit und Entwicklung der Kinder beitragen“, erklärt Dr. Annette Neubert. Als kleine Geschenkidee bietet sich beispielsweise eine coole Trinkflasche, eine Pausenbrotbox, ein Springseil oder ein Tischtennisschläger an. Aber auch Straßenkreide, Aufklebe-Tattoos, kleine Autos, Hörbücher oder bunte Stifte und Radiergummis für den Unterricht erfreuen sich bei den Schulanfängern immer großer Beliebtheit. Alternativ ist ein Gutschein für einen Ausflug in den Zoo oder eine gemeinsame Radtour eine schöne Geschenkidee. Mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Leckereien und kleinen Überraschungen bestückt, wird der Tag des Schuleingangs sicher unvergesslich.

Gut essen in der Schulpause

Und das Nachdenken über eine ausgewogene Ernährung der Kinder geht mit dem Schulstart weiter, denn was kommt in die Brotbüchse? Nach dem Frühstück zuhause und den ersten Schulstunden benötigt der Körper neue Energie. „Neben der Energie zum Lernen liefert eine ausgewogene Zwischenmahlzeit auch Vitamine, Mineralstoffe und weitere Nährstoffe. Als zweites Frühstück eignen sich Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte wie Joghurt, Obst und Rohkost, Vollkornbrot oder auch mal eine Handvoll Nüsse“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert. Das zweite Frühstück erhält somit die Leistungsfähigkeit am Vormittag. Damit Pausenbrote Kindern schmecken und auch optisch gefallen, helfen einfach umsetzbare Ideen mit knackigem Gemüse wie Gurken, Möhren, Kirschtomaten oder Salat und frischem Obst wie Weintrauben, Äpfeln oder Birnen. Je nach Saison lassen sich auch Erdbeeren oder Mandarinen ergänzen.

Red.