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Ausgabe 34/2018
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24. Radeberger Schlosskaspereien

Bei den 24. Radeberger Schlosskaspereien ist Volkmar Funke gleich mehrfach zu erleben – mit Geschichten aus dem Elbtal am Freitag, wenn Theater und Kulinarisches kombiniert werden, und am Sonnabend mit einer Geschichte um Kasper, König und Räuber

Freunde des Puppen- und Figurentheaters erwarten vom 21. bis 23. September wieder drei Tage voller bezaubernder Aufführungen auf Schloss Klippenstein. Das vom Verein Schloss Klippenstein organisierte Theaterfest besticht nun bereits seit fast einem Vierteljahrhundert durch seinen verspielten Charme, seine familiäre Atmosphäre verbunden mit künstlerischem Anspruch. Im Spielplan finden sich namhafte Künstler, die sowohl kleine als auch große Fans in ihren Bann ziehen.

Los geht es am Freitag, 9:15 und 10:15 Uhr, mit „Kasper und der gestohlene Schatz“ mit Marco Vollmann aus Dresden – ein besonderer Kulturtipp für Kitas und Grundschulen. Gretel wollte dem Kasper und den Kindern einen Schatz zeigen, doch einmal nicht aufgepasst, ist er verschwunden – leider war der Räuber schneller. Gemeinsam mit dem Kasper wird aber doch noch alles gut. Am Abend des ersten Tages heißt es dann ab 19:30 Uhr „Theater & Kulinarisches – Räuberschmaus mit Pfefferbüchse“, ein Angebot für Erwachsene und etwas ältere Kinder. Zwei Genüsse, die sich wunderbar miteinander verbinden lassen: anregendes Puppentheater und köstliche Raffinessen der Kochkunst. Volkmar Funke lädt ein auf ein leidenschaftlich gespielt und gesungenes Handpuppenspiel. Das Elbtal! Wie sah es aus vor 1.000 Jahren? Wie lebte man zu dieser Zeit und wer sind unsere Ahnen? Eines ist klar, in diesem Tal gab es nicht nur Germanen. Wer herrschte auf Schloss Scharfenberg vom Mittelalter an fast 400 Jahre? Waren die Herren Fluch oder Segen für die Dörfer? Blieben die Menschen in dem Tal verschont von Kriegen, Feuer, Pest und vielen anderen Plagen? Die Elbe kann es uns nicht erzählen, doch über sie wird zu berichten sein. Die Besucher können es sehen und hören. Mit Puppenspiel und Liedern geht es auf eine tausendjährige Zeitreise – amüsant und nachdenklich, fröhlich und berührend.

Am Sonnabendnachmittag sind dann Kinder ab vier Jahren besonders herzlich zu den Schlosskaspereien eingeladen. Zunächst heißt es „Kasper, König, Räuber Hinz“ mit Volkmar Funke. In der spannenden Geschichte geht es darum, dass des Königs goldener Apfel verschwunden ist. Nur der Kasper kann noch helfen. Doch wie pfiffig ist er und wie schlau … Alle denken, nur der Räuber Hinz kann es gewesen sein. Doch der Kasper hat einen anderen Verdacht. Danach ist Tatyana Khodorenko aus Göttingen mit „Dornröschen“ zu Gast. Und dabei wird das alte Märchen neu erzählt.

Mit vier Vorstellungen am Sonntag gehen die 24. Schlosskaspereien zu Ende. Das Figurentheater Ernst Heiter aus Alt-Schönau beginnt den Tag 10 Uhr mit „Rotkäppchen“. Es war einmal ein Mann, und es war einmal eine Frau: Wolfgang und Isolde. Der Mann hatte seine Frau „zum Fressen gern“. Manchmal, da spielten sie Rotkäppchen und der Wolf. „Aber das kennen wir doch schon!“... oder? Rotkäppchen genauso und doch ganz anders. Am besten selbst anschauen – das Märchen von dem kleinen Mädchen mit dem roten Käppchen, für große und kleine Leute. Keinen weiten Anreiseweg hat mit Uta Davids die nächste Puppenspielerin, die aus dem benachbarten Pulsnitz kommt. Sie hat 15 Uhr das Stück „Kasper in der Wassertonne“ im Gepäck. Darin zieht der Kasper wie ein Märchenheld in die Welt hinaus. „Ach, wenn mir nur gruselte, ach wenn mir nur gruselte!“ spricht er vor sich hin. Das hören die Wassergespenster. Sie werden ihm das Gruseln beibringen – lacht am Ende der Kasper doch? Mit einer Kaspergeschichte von Marco Vollmann aus Dresden geht es eine Stunde später weiter. In „Kasper und die Wunderblume“ wird der Geburtstag der Prinzessin gefeiert. Nun ist sie alt genug, um zu heiraten, meint ihr Vater, der König. Aber sie will lieber mit dem Kasper spielen. Plötzlich ein Hilferuf – die Prinzessin ist verschwunden. Das Krokodil, das in ihrem Bett liegt, scheint dafür verantwortlich zu sein. In Wahrheit steckt aber der Zauberer dahinter. Der Kasper muss helfen! Was das aber alles mit den Heiratsplänen der Hexe zu tun hat, das muss man sich in dieser turbulenten Geschichte ansehen. Erneut Uta Davids ist das Finale ab 17 Uhr vorbehalten, wenn „Das Niesteufelchen“ mit den Besuchern lacht. Hatschi, hatschi und noch einmal Hatschi. Mehr wird nicht verraten zu diesem Puppenspiel. Doch noch eins: Es wird lustig. Hatschi!

Vorbestellungen auf dem Schloss unter kontakt@schloss-klippenstein.de oder Telefon 03528 442600.

Red.