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Ausgabe 36/2018
Im Blick
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Sachsen startet Kampagne für mehr ehrenamtliches Engagement

In der Freiwilligen Feuerwehr mitmachen, das heißt, seine Freizeit in den Dienst einer guten Sache zu stellen. Feuerwehr - das ist schnelle und unbürokratische Hilfe für Menschen in akuter Not.

Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, sind wichtig für unser Gemeinwesen. Denn sie engagieren sich gleich doppelt - in ihrem Beruf und in der Freiwilligen Feuerwehr oder den verschiedenen Hilfsorganisationen. Freiwillig und mit großem Einsatz leisten sie eine wertvolle Arbeit, mit der sie anderen Menschen helfen.

Das Löschen, also der abwehrende Brandschutz, ist die ureigene Aufgabe der Feuerwehren. Dazu haben sich bereits vor mehr als 100 Jahren die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden zusammengeschlossen, um sich gemeinsam der Feuersbrunst entgegen zu stellen. Heutzutage sind die Einsätze zur Brandbekämpfung glücklicherweise nicht mehr so zahlreich. Ein weitaus größerer und vielfältigerer Einsatzbereich stellt die Technische Hilfeleistung dar. Bei allem was nicht Feuerlöschen ist - angefangen von der Ölspur, zum Verkehrsunfall, Bäume über der Straße bis zum Einsturz von Gebäuden - rückt die Feuerwehr aus. Selbst wenn gefährliche Stoffe und Güter austreten und eine Gefahr für die Umwelt darstellen, handelt das Team der Feuerwehrfrauen und -männer. Leider steigt die Zahl der Unwetter in Deutschland stark an. Das letzte Jahrhunderthochwasser ist nicht lange her. In Zusammenarbeit mit dem Bund und dem Freistaat Sachsen sind die Freiwilligen Feuerwehren ein wichtiger Baustein zum Bevölkerungsschutz und der Katastrophenhilfe.

Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller hat vergangenes Wochenende am Rande des 27. Tag der Sachsen den offiziellen Startschuss für die neue Ehrenamtskampagne „Du bist unsere Rettung“ gegeben. Damit wirbt der Freistaat für mehr ehrenamtliches Engagement in den Bereichen Brand- und Katastrophenschutz sowie im Rettungswesen.

„Mehr als 60.000 Menschen engagieren sich in Sachsen ehrenamtlich in den Freiwilligen Feuerwehren, den Rettungs- und Hilfsorganisationen, im Katastrophenschutz sowie den Jugendfeuerwehren. Auf diese Menschen und ihren wertvollen Dienst für unsere Heimat können wir stolz sein. Denn sie sind eine tragende Säule der Sicherheit in unserem Freistaat“, sagte Innenminister Roland Wöller heute in Torgau. „Ich freue mich, dass 14 Männer und Frauen aus den unterschiedlichen Bereichen der Kampagne ein Gesicht geben und zeigen, wie sich eine anspruchsvolle ehrenamtliche Tätigkeit dennoch mit Beruf und Ausbildung sowie dem Familienleben vereinbaren lässt“, so Wöller weiter.

Die Kampagne soll nicht nur zu mehr ehrenamtlichem Engagement motivieren, sondern richtet sich auch an Arbeitgeber mit dem Ziel, Vorurteile und Bedenken abzubauen. Außerdem soll sie zeigen, dass die Verbände und Organisationen jedem, unabhängig von Alter, Ausbildung und Erfahrung, eine passende und herausfordernde Tätigkeit bieten. Außerdem will die Kampagne die Verbände und Organisationen bei der Nachwuchswerbung unterstützen.

Um dies auch für Interessenten und Neuzugänge im Ehrenamt mit Blaulicht zu gewährleisten, informiert das Innenministerium mit seinem neuen Onlineauftritt www.ehrenamt-mit-blaulicht.de über Möglichkeiten für Arbeitgeber. Die Internetseite dient auch zur Orientierung, um Verbände und Organisationen kennen zu lernen, in denen eine ehrenamtliche Tätigkeit möglich ist.

Die Kampagne wurde gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Sachsen e.V., dem Bundesverband der Rettungshundestaffel Sachsen-Ost e.V., der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Landesverband Sachsen, dem DRK Landesverband Sachsen, der Johanniter-Unfall-Hilfe-Sachsen, dem Landesfeuerwehrverband Sachsen sowie dem Malteser Hilfsdienst entwickelt.

Im Freistaat Sachsen engagieren sich 42.038 Männer und Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren. Hinzu kommen 13.612 Jungen und Mädchen in den Jugendfeuerwehren. Im Katastrophenschutz verzeichnen wir 6.355 freiwillige Helferinnen und Helfer.

Red.