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Ausgabe 38/2017
Aus Städten und Gemeinden
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Zweites Auswärtsspiel, zweite Niederlage für den HC Rödertal

Kathleen Nepolsky (Nr. 20) konnte sich gegen Metzingen einmal in die Torschützenliste eintragen Foto: Ch. Skomudek

Fans gefordert beim ersten Heimspiel an diesem Sonnabend

Am zweiten Spieltag der Saison kassierten die Frauen des HC Rödertal in der Handball-Bundesliga eine deftige 18:35-Niederlage gegen die TuS Metzingen. Nachdem es vor einer Woche in den Norden der Bundesrepublik ging, reisten die Bienen dieses Mal in die entgegengesetzte Richtung nach Metzingen. Dass man eine schwere Aufgabe vor der Brust hat, war jedem klar. Dennoch hoffte man, einen der großen Titelfavoriten in dieser Saison etwas ärgern zu können.

Diese Hoffnung zerstörte die Mannschaft der „TusSies“ allerdings von Beginn an und ließ während der ganzen Partie niemals einen Zweifel aufkommen, wer als Sieger von der Platte gehen würde. Vor 1.050 Zuschauern in der ausverkauften Öschhalle ließ es sich der Metzinger Trainer Rene Hamann-Boeriths nicht nehmen, von Beginn an seine stärkste Mannschaft aufs Feld zu schicken. So folgte dem 1:2-Anschlusstreffer von Joanna Rode nach vier Minuten ein 8:0-Lauf der Gastgeberinnen. In diesen knapp zehn Minuten zeigten die „TusSies“ was sie so gefährlich macht. Während sich die Rödertalbienen an der starken 6:0-Abwehr von Metzingen die Zähne ausbissen, kamen diese immer wieder zu Tempogegenstößen, die erfolgreich abgeschlossen wurden. Die Spielerinnen des HCR machten es den Gastgeberinnen durch viele Fehlpässe im Spielaufbau sowie Schwächen im Abschluss aber auch zu leicht, der Qualitätsunterschied zwischen Titelfavorit und Aufsteiger war deutlich. Erst nach 25 Minuten konnte ein erster kleiner Bruch im Spiel der Gastgeberinnen erkannt werden. Der Trainer der „TusSies“ wechselte munter durch, um auch seiner zweiten Reihe Spielanteile zu geben. Deswegen verkürzten die Bienen in dieser Phase den 4:17-Rückstand auf 7:18 zur Halbzeit.

Die zweite Halbzeit begann mit der stärksten Phase der Rödertalbienen. Die Mannschaft kämpfte und konnte bis zur 35. Minute den Rückstand auf 10:19 verkürzen. Die letzte Viertelstunde gehörte dann wieder den „TusSies“, die erneut durch ihr Umschaltspiel mit den schnellen Außenspielerinnen zu Toren kamen und so das Spiel bis zum Schluss eher einseitig gestalteten. Am Ende war die 18:35-Niederlage durchaus gerechtfertigt. Neben den beiden Nationalspielerinnen Anna Loerper (6/3 Tore) und Shenia Minevskaja (5/3 Tore) war Kreisspielerin Julia Behnke (7 Tore) die überragende Spielerin auf der Platte bei den Gastgeberinnen.

Im Trainertalk nach dem Spiel fasste Chefcoach Karsten Knöfler folgerichtig zusammen: „Wir hatten jetzt zwei schwere Auswärtsspiele nacheinander. Eigentlich war heute nach zehn Minuten das Spiel entschieden. Wir wussten einfach nicht, wie wir speziell die schnellen Gegenstöße von Metzingen verteidigen sollten. Dennoch haben wir erneut gut gekämpft und nicht abreißen lassen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten wir sogar etwas aufholen. Dass derzeit unsere Werferinnen verletzt sind, darf nicht als Ausrede gelten. Jetzt freue ich mich auf die Stimmung und die Atmosphäre bei meinem ersten Heimspiel im Rödertal.“

Denn an diesem Sonnabend, dem 23. September, ist es endlich so weit: 17.30 Uhr, empfängt der HC Rödertal in seinem ersten Heimspiel in der 1. Bundesliga die HSG Bad Wildungen Vipers, die mit einem Auswärtssieg bei der HSG Bensheim/Auerbach und einer Heimniederlage gegen den Buxtehuder SV etwas erfolgreicher als die Bienen in die Saison gestartet sind.

F. Triebel