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Ausgabe 44/2017
Aus Städten und Gemeinden
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A-Junioren-Bundesliga: Nach zwei Niederlagen hoffen die „Bienen“ auf Heimsiege

Emma Kocken aus dem A-Jugend-Team der Rödertalbienen bei einem Spiel in der Sachsenliga Foto: H. Seifert

Schon die Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga im Handball war für die A-Jugend der „Rödertalbienen“ ein Riesenerfolg. In den ersten beiden Spielen zahlte die Spielgemeinschaft mit dem Radeberger SV hier allerdings jede Menge Lehrgeld. Nach der 42:19-Niederlage zum Auftakt bei der HSG Blomberg/Lippe musste sich das Team mit 20:27 beim AMTV Hamburg geschlagen geben. „Unsere Mädels mussten erkennen, wie hoch die Messlatte schon in der Bundesliga der weiblichen A-Jugend liegt. Das Spieltempo und die Geschwindigkeit bei technisch/taktischen Abläufen sind hier extrem hoch", erklärte Coach Steffen Wohlrab. „Das erlernt man erst nach jahrelangem, intensivem und fünf- bis sechsmaligem Training pro Woche. Davon sind wir noch weit entfernt. Dazu fehlen einfach die Rahmenbedingungen. Ein erster, wichtiger Schritt ist mit der Bildung der Spielgemeinschaft mit dem Radeberger SV aber schon getan.“

Trotz der beiden Auftaktniederlagen hat der ehemalige Juniorinnen- und Jugendnationaltrainer mit seinen Mädels das Ziel „Erreichen der nächsten Runde“ noch nicht aufgegeben. Schließlich stehen am Sonnabend, dem 11. November (15.00 Uhr) in Großröhrsdorf gegen Blomberg und am Sonntag, dem 12. November (13.00 Uhr) in Radeberg die abschließenden Heimspiele auf dem Programm. Die ersten beiden Teams der Dreiergruppen schaffen den Sprung in die nächste Runde. „Sicher werden gegen Blomberg die Trauben sehr hoch hängen. Da müssen wir taktisch gut arbeiten, denn wir wollen versuchen, Hamburg am zweiten Tag deutlich zu besiegen. „Die Hoffnung stirbt zuletzt, mit dieser Devise sind wir schon nach dem Spiel in Hamburg nach Hause gefahren. Wir sehen eine realistische Chance, weil in Hamburg nicht eine Spielerin auch nur annähernd ihre Bestform abrufen konnte", blickt Steffen Wohlrab voraus.

Das aktuelle Abenteuer „Jugendbundesliga“ soll nach Hoffnung des Coaches ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt für das Team sein. „Schon der Turniersieg in den Qualifikationsspielen hat mich überrascht. Haben wir doch in sehr kurzer Zeit aus zwei Teams, den Mädels des Radeberger SV und unseren Mädels, ein schlagkräftiges Team formen müssen. Dass wir dort die Mannschaften aus den Sportgymnasien Halle und Magdeburg deutlich besiegt haben, zeigt, dass uns das überraschend gut gelungen ist. Wir sind Lernende, sollten demütig sein, weiter intensiv mit den Mädels arbeiten und unsere Strukturen weiter verbessern“, zieht Steffen Wohlrab ein positives Fazit aus den vergangenen Monaten. Dabei stellt er klar: „Die Prioritäten liegen eindeutig auf der sportlichen und persönlichen Weiterentwicklung unserer Spielerinnen. Als Nachwuchstrainer eines Bundesligavereins ist es unsere Aufgabe, Anschlusskader für unsere 1. Frauenmannschaft zu entwickeln. Dem ordnen wir hier alles unter.“

HCR