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Ausgabe 49/2018
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Trotz der Dürre kein Engpass bei sächsischen Weihnachtsbäumen

Ein Weihnachtsbaum aus der Region sollte es schon sein. Sachsenforst bietet in diesem Jahr 25.000 bis 30.000 Weihnachtsbäume zum Verkauf an.

Für die meisten Deutschen ist ein geschmückter Tannenbaum der symbolische Mittelpunkt des Weihnachtsfestes. Jedes Jahr vor Heiligabend ist es Tradition, einen Weihnachtsbaum aufzustellen und festlich mit Kerzen, Kugeln, Engeln, Lametta, Lebkuchen und einem Stern auf der Baumspitze zu schmücken. Am Weihnachtsabend versammelt sich dann die Familie um den Christbaum herum im Wohnzimmer und packt die Geschenke aus, die vorher unter den Baum gestellt wurden.

„Zwar haben die Stürme, der Borkenkäfer, die langanhaltende Trockenheit und große Hitze unserem Wald stark zugesetzt und viele frisch gepflanzte Weihnachtsbäumchen sind leider vertrocknet – aber die bereits ausgewachsenen Weihnachtsbäume haben die Dürre ganz gut überstanden“, sagte Staatssekretär Dr. Frank Pfeil anlässlich der Eröffnung der Weihnachtsbaumsaison 2018 am 5. Dezember. Gemeinsam mit Staatssekretär Dr. Pfeil und der 8. Sächsischen Waldkönigin Gina-Maria I. haben sich die Kinder der Kindertagesstätte „Storchennest“ dabei einen schönen Weihnachtsbaum für ihre Kita in Höckendorf (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) ausgesucht. Mit Hilfe der Förster des Forstbezirkes Bärenfels wurde er fachgerecht abgesägt, verpackt und abtransportiert. Bald wird er Groß und Klein in der Kita „Storchennest“ in weihnachtliche Stimmung versetzen.

„Heimische Weihnachtsbäume sind besonders frisch, weil die Zeit zwischen Ernte und Verkauf kurz ist. Weil der Transportweg vom Erzeuger zum Verbraucher auch deutlich kürzer ist, wird auch das Klima geschont“, sagte der Staatssekretär. Neben den Vorteilen für den Klimaschutz verbleibt gleichzeitig ein Großteil der Wertschöpfung bei der Weihnachtsbaumproduktion im ländlichen Raum Sachsens. Von den knapp 30 Millionen verkauften Weihnachtsbäumen in Deutschland stammen allerdings die meisten aus dem Sauerland (Nordrhein-Westfalen) sowie aus Dänemark. Weihnachtsbäume aus Sachsen werden sowohl von Betrieben der Land- und Forstwirtschaft sowie des Gartenbaus als auch vom Staatsbetrieb Sachsenforst angepflanzt. In der Regel nach sechs bis acht Jahren werden Blau-, Omorika- und Gemeine Fichten sowie die Nordmanntannen, aber auch Gemeine Kiefern und Schwarzkiefern für den Verkauf geschlagen. Besonders beliebt ist die Nordmanntanne beim Verbraucher. Ein gleichmäßiger Wuchs, weiche Nadeln und eine lange Festigkeit machen sie zu den Favoriten unter den Weihnachtsbäumen. Ihr Marktanteil liegt mittlerweile bei knapp 80 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgt die Blaufichte als Weihnachtsbaum. Charakteristisch sind die blauen Nadeln, der angenehme Duft sowie der gleichmäßige Wuchs. Die Rotfichte folgt auf dem dritten Platz und gilt als traditionell günstigster Weihnachtsbaum.

Sehr beliebt sind nach wie vor Veranstaltungen zum Selberschlagen von Weihnachtsbäumen – sowohl von Familien als auch Institutionen aller Art zur Weihnachtsfeier. Auch Sachsenforst bietet landesweit eine Reihe von Terminen dazu an. Informationen sind im Internet unter www.sachsenforst.de sowie unter www.treffpunktwald.de zu finden.

In Sachsen werden in diesem Jahr schätzungsweise 1,5 Millionen Weihnachtsbäume aufgestellt. Sachsenforst bietet 25.000 bis 30.000 Weihnachtsbäume zu Verkauf an. Dabei handelt es sich vor allem um Blau- und Gemeine Fichten sowie Kiefern, aber auch Nordmanntannen stehen in einzelnen Forstrevieren zur Verfügung. Bei Interesse können auch höher gewachsene Bäume erworben werden, etwa von Städten, Gemeinden und Unternehmen. Bäume aus dem Staatswald für die weihnachtliche Wohnstube kosten je nach Baumart und Größe überwiegend zwischen 15 und 30 Euro.

Am besten ist es, wenn Sie den Baum einen Tag vor dem Schmücken aufstellen. Dann können sich die Äste wieder in die richtige Position bringen. Beim Aufstellen des Baumes zuerst das Netz am Stamm ein wenig lösen. Dann in einen Baumständer stellen und das Netz vorsichtig von unten nach oben aufschneiden. Den Weihnachtsbaum bitte nicht unmittelbar vor die Heizung stellen, denn sonst beginnt der Baum schneller zu nadeln. Ein knapp zwei Meter hoher Baum benötigt täglich bis zu zwei Liter Wasser. Optimal ist es, einen Baumständer mit Wasserbehälter zu kaufen.

Red.