Die erfolgreiche Sängerin Angela Wiedl hat nicht nur eine der ungewöhnlichsten Stimme dieser Dekade – ihr warmer, voller Alt und die oft kontrovers diskutierten Themen von Angela Songs gelten als Phänomen in der Welt des Schlagers.
Dass sie eine begnadete Jodlerin und hervorragende Sängerin ist, hat die stimmgewaltige Münchnerin in den letzten 12 Jahren mit 10 erfolgreichen Alben bewiesen, die über 600.000mal verkauft wurden. Geboren wird die schöne Münchnerin im Sternzeichen Fische als Sproß einer hochmusikalischen Familie: Die Eltern, Wilhelm und Irmengard Wiedl, ernteten als „Chiemseer Gesangs- und Jodlerduo“ Erfolge und Preise und Angelas Bruder, Tenor mit Künstlername „Richard Wiedl“, arbeitet als Operettensänger.
Seit ihrem 11. Lebensjahr steht Angela im Rampenlicht und erntete bei zahlreichen Auftritten viel Applaus mit ihren Liedern. Vor allem die kräftigen Jodler prägten den Ruf der jungen Interpretin. Sie bekam Gelegenheit ihr Können in fernen Ländern wie Kanada, Japan, Singapur, Malaysia, Mexiko, Frankreich und Italien zu präsentieren.
Mit 19 Jahren unterschreibt Angela Wiedl ihren ersten Solokünstlervertrag, und seither gibt es kein Halten mehr für ihren kometenhaften Aufstieg: Eine Einladung zu „Geld oder Liebe“ und der erste Platz bei der „Volkstümlichen Hitparade mit „La Storia Della Montagna“ (Mai 1991) bilden den Anfang ihrer brillanten Karriere, die seitdem eng mit dem erfolgreichen Produzenten Ralph Siegel verknüpft ist. Mit Titeln wie „Santa Maria Della Montagna“, „Monte Bianco“, „Doch des Herzklopfen...des verdank i dir“, „Wenn der Berg dich ruft“ und „Sonntag“ landet sie Hit auf Hit und singt sich endgültige an die Spitze der deutschsprachigen Künstlerinnen. Nebenher beendete sie auch noch ihre berufliche Ausbildung. Angela Wiedl beginnt, eigene Lieder zu komponieren und zu texten. Große Aufmerksamkeit erregte ihr Lied „Mama Theresa“: Alle Mitwirkenden verzichten auf ihre Einnahmen um diese Mutter Teresa zukommen zu lassen. 1993 übergab Angela Wiedl persönlich den ersten Scheck in Kalkutta an die legendäre Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa und ihre „Missionarie of Charity“.
Immer wieder versucht Angela mit ihren Liedern ein wenig zu helfen und die Menschen zum Nachdenken anzuregen, so sorgte 1995 die Single „Das Lied vom Regenwald“ für viel Diskussionsstoff und großes Medieninteresse. 1995 heiratet Angela Wiedl ihre große Liebe Walter Schmidt. 1996 betritt Angela Wiedl ganz anderes Terrain zusammen mit der Panflötistin. Dalila Cernatescu und dem Titel „Echos“ bei der deutschen Vorentscheidung zum „Grand Prix Eurovision 1996“.
Die beiden belegten einen hervorragenden 3. Platz. Im November 1997 erschien das Album „Von Hirten, Leutln & Krumperhax Martinsbua“ vom Bayrischen Dreigesang – zusammen mit ihrem Vater Wilhelm und dem Bruder Willi singt Angela echte traditionelle Hausmusik und überraschte damit viele Fans. 1999 freute sie sich besonders als die Leser der Münchner Zeitung „TZ“ sie in der Sparte „Volksmusikantin“ zur „Jahrhundertstimme“ wählten – noch vor Patrick Lindner und Freddy Quinn.
Nach der Geburt ihrer Tochter Angelina im März 2000 trat Angela Wiedl etwas kürzer um sich der Familie zu widmen. Ihre Erlebnisse und bewegenden Eindrücke mit diesem kleinen Menschen im Arm beschreibt sie in dem Lied „Du bist da (Angelina)“. Aber auch Angela Wiedl ist wieder da. Im Jahr 2001 geht sie auf Weihnachtstournee mit Familie Wiedl. 2002 erscheint ihr neues Album „Abschied von Gestern“ 2003 startete sie ein neues Projekt „Kirchenkonzerte“ mit ihrem Kollegen Oswald Sattler und Familie Wiedl. Auch für das Jahr 2004 stehen grosse Ereignisse an wie z. B. ihr „25jähriges Bühnenjubiläum“ und eine neue Produktion mit Ralph Siegel.
Im Jahre 2005 verstarb ganz plötzlich nach langem Kampf um die Gesundheit, Ihre Tochter Angelina. Trotzdem macht Angela weiter mit Ihrer Musik, denn so hätte sich es die Tochter gewünscht.