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MB Schwarzenberg
Ausgabe 4/2026
Vereine
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BUND Schwarzenberg kümmert sich um Igel

Im Mai erwachen unsere heimischen Igel aus dem Winterschlaf und streifen wieder durch Gärten und Parkanlagen. Um sie zu schützen, ist daher Vorsicht bei den Gartenaktivitäten geboten.

Auch wenn sie in unserer Region selten geworden sind: Es gibt die heimischen Braunbrustigel noch. Die kleinen Säugetiere sind ein 15 Millionen Jahre altes Erfolgsmodell der Natur. Sie fressen Insekten, Würmer, Spinnen und Maden. Doch 65 % ihrer Nahrung sind Käfer, aber nur 5 % Schnecken. Doch gerade die Käfer sind für die stachligen Freunde Mangelware geworden. Vor allem sind aber menschliche Aktivitäten zur Gefahr für die niedlichen Tiere geworden. Neben dem Straßenverkehr führen die Arbeiten mit Motorsensen und Mährobotern zu Verletzung oder Tod der Igel. Die Tiere flüchten bei Gefahr nicht, sondern bleiben stehen oder rollen sich zusammen. Deshalb sollte unter Sträuchern äußerst vorsichtig oder gar nicht gemäht werden. Weil die Igel nachtaktiv sind, sollten die Mähroboter nur tagsüber laufen. Die Igelstationen in Sachsen nehmen jedes Jahr insgesamt mehrere tausend Igel auf. Häufig sind sie aufgrund von Nahrungsmangel stark geschwächt, sodass sie den Winter nicht überleben würden. Es werden aber auch viele verletzte Igel gebracht. Allein die Igelhilfe in Radebeul musste im vergangenen Jahr etwa 800 Igel gesund pflegen. Igel sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Sie stehen auf der internationalen Roten Liste der Weltnaturschutzunion als „potenziell gefährdet“.

Es gibt für jeden viele Möglichkeiten, den Igeln zu helfen. Besonders wichtig ist es, einen geeigneten Lebensraum für die Tiere zu schaffen. Ideal ist ein naturnaher Garten, der nicht ganz so aufgeräumt ist. Besonders wertvoll sind Unterschlupfmöglichkeiten wie Totholzecken und Laubhaufen. Ein insektenfreundlicher Garten mit heimischen Pflanzen, Blumenwiese und Sträuchern wäre wichtig. Mit durchlässigen Zäunen und mindestens 13 x 13 cm großen Schlupflöchern helfen wir den Igeln zur Bewegungsfreiheit, die sie brauchen. Wichtig ist auch, keine chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel wie z. B. Schneckenkorn und Rattengift im Garten einzusetzen. Das kann der Tod der Igel sein.

Wir nehmen seit ein paar Jahren im Herbst immer je ein Igelpärchen von der Igelhilfe Radebeul in unserem Gelände an den bunten Teichen in Schwarzenberg auf, um sie da überwintern zu lassen. Sie werden dann im Frühjahr ausgewildert. Wir hoffen, dass sie da eine gute Heimat haben und die Artenvielfalt in der Region bereichern.

Wenn Sie Lust haben, unsere interessante Arbeit zu unterstützen, melden Sie sich bitte bei uns! Wir freuen uns darauf!

BUND Schwarzenberg, Zum Sportplatz. 6, 08352 Raschau-Markersbach Tel. 03774/823767, 0170 3061970 Email: bund-schwarzenberg@web.de https://pronaturwesterzgebirge.com Instagram bund_schwarzenberg