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MB Schwarzenberg
Ausgabe 8/2024
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Streuobstwiese im Winter

Streuobstwiesen sind extensiv genutzte, artenreiche Biotope, die auch mal Pflege brauchen.

Im zeitigen Frühjahr dieses Jahres war aufgrund der reichen Blüte an den Bäumen unserer Streuobstwiese eine reiche Ernte zu erwarten. Doch Ende April gab es mehrere Frosttage mit Temperaturen von -5°C, teilweise auch mehr. Das war gerade zur besten Blütezeit von Apfel, Birne und Kirschen. Das Ergebnis war, dass unsere ertragreichsten Apfelbäume Totalausfall hatten. An den anderen Bäumen gab es zur Erntezeit nur wenige und kleine Früchte. Unsere jährliche Apfel- und Birnenernte fiel in diesem Jahr komplett aus und deswegen gab es auch keinen Apfelsaft als Konsequenz. Unsere Streuobstwiese in Langenberg wurde 1998 angelegt. Auf einer etwa 0,7 ha großen Fläche wurden am 25. April, dem Tag des Baumes, als Auftakt 3 Obstbäume gepflanzt. Insgesamt stehen nun 56 Bäume auf dem Areal. Apfel, Birne, Pflaume sowie Süß- und Sauerkirsche wachsen jetzt in verschiedenen Sorten dort. An den Apfelbäumen der Sorte Boskoop gab es in den vergangenen Jahren die größte Ernte. Am Rand der Wiese wurde noch eine Benjeshecke mit hauptsächlich niedrig wachsenden Sträuchern angelegt. Das Pflanzgut wurde aus einheimischen Wildlingen gewonnen. Nun bieten Brombeere, Himbeere, Heckenrose und Schneeball in der Hecke einen herrlichen Anblick, erhöhen aber auch den Biotopwert. Weitere Dinge, wie Lesesteinhaufen, ein Komposthaufen sollen den Lebensraum noch aufwerten. Die Ersatzpflanzung für einige eingegangene Bäume und das Pflanzen von Einzelsträuchern sind noch geplant. Auch im Winter gibt es für unsere Naturschutzgruppe keine Ruhezeit, denn die Bäume müssen wieder beschnitten werden. Der Erhaltungsschnitt für die älteren Obstbäume soll die Fruchtbarkeit erhalten und den Baum zur Bildung von neuem Fruchtholz anregen. Jungbäume erhalten einen Erziehungsschnitt, damit sich eine gesunde und offene Krone entwickeln kann. Die beste Zeit ist bei uns wohl Ende Februar bis etwa Ende März, wenn bei uns kein langandauernder strenger Frost mehr zu erwarten ist.

In diesem Jahr mussten wir erstmals wieder die Streuobstwiese komplett mähen. In den letzten Jahren wurde die Wiese mit Schafen beweidet. So war das Gras gut genutzt und für uns kein Aufwand fürs Mähen nötig. Aber der Schafhalter wollte oder konnte dieses Jahr nicht beweiden. Wir suchen ab dem neuen Jahr einen verlässlichen Schafhalter, der die Wiese nutzen möchte. Die Nutzung ist kostenlos. Außerdem sind wir gern zur Zusammenarbeit und Hilfe bereit.

Wir möchten uns bei allen Unterstützern, befreundeten Verbänden und Behörden bedanken, die uns geholfen haben, unsere Arbeit für die Natur in diesem Jahr zu leisten. Wir wünschen allen ein gutes Jahr 2025!

BUND Schwarzenberg, Zum Sportplatz. 6, 08352 Raschau-Markersbach Tel. 03774/823767, 01703061970 Email: bund-schwarzenberg@web.de https://pronaturwesterzgebirge.com Instagram bund_schwarzenberg