Im letzten Jahr hat der Heimatverein von mehreren Bürgerinnen und Bürgern der Stadt schriftliche und gegenständliche Nachlässe erhalten. Die umfangreichste Sammlung erhielten wir aus dem Nachlass von Karl-Heinz Köppe. Sie besteht aus ca. 140 Alben mit Fotos, Zeitungsartikeln, Annoncen, eigenen Schilderungen aus seinem Leben u. Ä.
So beschrieb er beispielsweise die ärztliche Versorgung in Jeßnitz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Damals gab es die Hausärzte Dr. Grote, Dr. Werner und Dr. Ziegler; die Zahnärzte Dr. Ziegler und Weise; die Dentisten Popiela und Topp; den Tierarzt Dr. Stüber sowie bis 1957 die Hebamme Frau Karnath, später Frau Thomas. Nicht zu vergessen sind die beiden Gemeindeschwestern Helene und Sophie. Zu ihnen ging man bei kleineren Beschwerden und zur Nachsorge von Wunden. Sie führten auch Impfungen durch.
Ich erinnere mich, dass ich als Kind gern von Schwester Helene versorgt wurde. Sie war die Sanftere, Schwester Sophie die Resolutere von beiden.
Nach 1945 gab es zudem ein Krankenhaus in der Raguhner Straße in der 1891 erbauten Villa „Landgraf“. 1975 wurde das Gebäude abgerissen und ein Pflegeheim für Menschen mit Beeinträchtigungen errichtet. Im Jahr 2006 zog Pro Civitate nach Wolfen um. Seitdem steht das Haus leer.
Wenn Sie ähnliche Erinnerungen an Gebäude oder Ereignisse in Jeßnitz haben oder sogar Fotos oder Gegenstände besitzen und diese mit uns teilen möchten, würden wir uns sehr freuen. Kommen Sie doch zu einem unserer Treffen – an jedem zweiten Mittwoch im Monat um 18.00 Uhr in den Räumen des Heimatvereins, Hauptstraße/Ecke Schloßstraße.