Von den ursprünglich fünf Bahnübergängen ist seit 2000 nur noch der Übergang zwischen Bobbau und Jeßnitz in Betrieb. Geschlossen wurden die Übergänge in Richtung Raguhn am Bullenteich und am Vogelherd (Karnickelberge). Diese beiden wurden überwiegend von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt.
In Richtung Wolfen gab es ebenfalls zwei Bahnübergänge: in der Wolfener Straße am Meilenstein sowie am Klärwerk. Sie waren vor allem für die Beschäftigten der Film- und Farbenfabrik von großer Bedeutung. Mit dem zunehmenden Straßenverkehr und den immer länger werdenden Güterzügen verlängerten sich die Schließzeiten der Schranken, was häufig zu Verkehrsbehinderungen und Unmut bei den Wartenden führte.
Bereits seit 1913 gab es Pläne für eine schrankenfreie Verbindung nach Bobbau. Alle Vorhaben scheiterten jedoch. Erst mit der Freigabe der Straßenbrücke zwischen den Stadtwerken Wolfen und Jeßnitz im Februar 2000 konnten die Bahnübergänge am Meilenstein und am Klärwerk geschlossen werden. Die neue Brücke und die Industrieverbindungsstraße nach Greppin schufen wichtige Voraussetzungen für die strukturelle Entwicklung des Industrieraums Bitterfeld-Wolfen und verbesserten zugleich die Anbindung der Stadt Jeßnitz.