Ortsbürgermeister Bernd Hubert und Bürgermeisterin Steffi Syska zum letzten Bürgerdialog in den Ortschaften 2025.
Am 3. Dezember luden Bürgermeisteirn Steffi Syska und Ortsbürgermeister Bernd Hubert zum letzten Bürgerdialog 2025 nach Brehna ein. Einige Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen im Ortsteil zu informieren, Fragen zu stellen und Themen anzusprechen, die ihnen am Herzen liegen. Die Veranstaltung war geprägt von einem offenen Austausch, vielen konstruktiven Hinweisen und einem angenehmen Miteinander.
Zum Auftakt stellte Steffi Syska wie zu jedem Bürgerdialog einige aktuelle statistische Eckpunkte vor:
2.875 Einwohner – Brehna ist damit einer der einwohnerstärksten Ortsteile der Stadt.
Durchschnittsalter: 47,5 Jahre – Platz 4 im Vergleich der Ortsteile.
Geburtenentwicklung: Nach 76 Kindern im Jahr 2024 verzeichnet Brehna in diesem Jahr bislang 49 Geburten.
Der Ort zeigt sich damit stabil, aber die Entwicklung weist auch auf die Notwendigkeit vorausschauender sozialer Infrastruktur hin.
Der neue Hort- und Schulhofbereich wurde abgeschlossen.
Gesamtkosten: 3,4 Mio. Euro, davon 1,7 Mio. Euro städtischer Eigenanteil.
Die Goethestraße wurde für 480.000 Euro saniert. Sie ist nun schmaler gestaltet, was der Verkehrssicherheit zugutekommt.
Vor den Häusern werden pflegeleichte Grünflächen angelegt. Die Stadt wünscht sich engagierte Bürgerinnen und Bürger als Beete- oder Rabattenpfleger, damit die Flächen nicht unbeabsichtigt zuwachsen.
Die historische Mühle wurde mit 50.000 Euro zunächst strukturell gesichert.
Eine umfassende Sanierung würde rund 250.000 Euro kosten – ein Projekt für die Zukunft.
Für die Renaturierung und Biotoperhaltung des Teiches laufen Fördermittelanträge. Ziel ist eine Fertigstellung bis 2029. Die Maßnahme ist kostenintensiv, aber ökologisch bedeutsam.
Die Verwaltung informierte ausführlich über die geplante Sanierung des Brehnaer Rathauses als Technisches Rathaus.
Ein Neubau wurde vom Rat nicht gewünscht – daher soll das historische Rathaus umfassend ertüchtigt werden:
1,6 Mio. Euro Investitionsvolumen
Energetische Sanierung
Barrierefreiheit (Lift, barrierefreie Zugänge, große Toilette)
Baubeschluss im Stadtrat: geplant für Januar 2026
Fertigstellung geplant: 2027
Nach Abschluss der Arbeiten wird sich die Stadtverwaltung künftig auf mehrere Standorte verteilen.
Sanierung ist in Vorbereitung.
Im kommenden Jahr wird in beiden Straßen die neue LED-Beleuchtung installiert – alle Anwohnerinnen und Anwohner erhalten rechtzeitig Informationen. Die Arbeiten betreffen ausschließlich den Gehweg.
Die Straße befindet sich in der Planungsphase.
Wichtig:
Es wird erneut eine Bürgerinformationsveranstaltung geben.
Für die Telekom werden Leerrohre mitverlegt, um spätere Aufbrüche zu vermeiden (Sperrfrist 10 Jahre).
Oberleitungen werden nur entfernt, wenn alle Anlieger auf moderne Technik umrüsten – dies liegt nicht vollständig in städtischer Hand.
Die Erfahrung mit der Goethestraße zeigt, wie wichtig frühzeitige Bürgerbeteiligung ist. In Zscherndorf für die August-Bebel-Straße haben wir ein gutes Vorbild dafür geschaffen.
Am Samstag vor dem Bürgerdialog wurde das neue TLF feierlich übergeben. 2026 folgt ein neues HLF, die Ausschreibung läuft bereits.
Anschließend soll auch das Feuerwehrgebäude modernisiert werden
Der TSV Brehna erhielt eine neue Beregnungsanlage für den Sportplatz.
Am Sportlerheim wurde ein Baumangel in der Dachkonstruktion festgestellt – Kosten: ca. 120.000 Euro.
Das Sport- und Kulturzentrum weist ebenfalls Dachschäden auf – Kostenpunkt rund 100.000 Euro.
Die Stadt steht finanziell stabil da, jedoch mit klaren Belastungen:
Für den Haushalt 2026 wird ein Defizit von 1,3 Mio. Euro erwartet.
Von der Gewerbesteuer verbleiben nur 40 % bei der Stadt – 60 % gehen an den Landkreis, der diesen Anteil im nächsten Jahr erneut erhöht.
Es laufen Klageverfahren. Sollte die Stadt Recht bekommen, verbessert sich die Haushaltslage spürbar.
Straßenbaumaßnahmen sind enorm teuer:
Wilhelm-Külz-Straße: ca. 1,5 Mio. Euro
Straße am Markt: in Planung
Torna: Ausbauqualität wurde von Bürgern kritisch angesprochen, doch das Ortsbild konnte erhalten werden. Ortsbürgermeister Bernd Hubert pflichtete bei, dass die Straße zum Charme von Torna passt.
Die PV-Anlage auf dem Sport- und Kulturzentrum ist noch nicht angeschlossen – Herr Martin (Rosenhahn) kümmert sich.
Der Eigentümer der alten Kita-Villa wartet auf fallende Baupreise.
Es besteht Bereitschaft der Stadt, Fördermittelberatung anzubieten.
Bürger bringen den Wunsch ein, PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden zu priorisieren (z. B. Kita Borstel).
Verwaltung: Das Thema ist im städtischen Klimaschutzkonzept gesetzt und kommt 2026 verstärkt in den Fokus.
Positiv: Das „Weiße Haus“ wurde bereits abgerissen.
Die ehemalige Drogerie soll perspektivisch ebenfalls weichen (nach Einschätzung der Stadt).
Anhaltende Hürden: Eigentumsverhältnisse, Denkmalschutz, lange Fristen.
Empfehlung von Steffi Syska: Private Investoren frühzeitig auf Fördermöglichkeiten hinweisen.
Pflege der Grünflächen vor dem eigenen Haus: Die Ordnungsverwaltugn mahnt nun konsequenter – zunächst freundlich, dann formell. Die Stadt wirbt für ein Miteinander statt Gegeneinander. Also gehen Sie gern mal auf Ihren Nachbarn zu und sprechen Sie ihn freundlich darauf an.
Altkleidercontainer: Überfüllung war Thema – Gespräche mit dem Betreiber laufen.
Packstation: Bürgerwunsch – die Stadt nimmt Gespräche mit DHL / der Deutschen Post auf. Grundstück wurde bereits gefunden.
Radwege / Lutherweg: Aufwertung ist geplant.
Tunnelspiegel & verklebte Schilder: Werden durch den Bauhof aufgenommen.
Auf Nachfrage, ob das sanierte Rathaus auch Vereinsräume beinhaltet, wurde erklärt:
Das Nebengebäude wird teilweise als Begegnungs- und Vereinsort mitgedacht.
Barrierefreiheit wird umfassend umgesetzt.
Ein Büro entsteht zusätzlich.
Die Ortschaft soll gemeinsam ein Vereinsnutzungskonzept erarbeiten:
Wer braucht wann welche Räume?
Dies soll künftig klar strukturiert werden.
Beschwerden zu Lärm oder Nachbarschaft sollten zuerst im direkten Gespräch geklärt werden, bevor der Bereitschaftsdienst eingeschaltet wird.
Der Mühlenbesitzer wünscht sich Unterstützung bei zukünftigen Maßnahmen – die Bürgermeisterin Steffi Syska signalisiert e deutlich Gesprächsbereitschaft und bot direkt eien Termin an.