Am 17. Februar fand in Petersroda ein offener Bürgerdialog mit Bürgermeisterin Steffi Syska und dem stellvertretenden Ortsbürgermeister Heiko Hoffmann statt. Ortsbürgermeisterin Simone Engefehr konnte krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Die Veranstaltung war in diesem Jahr die erste Fortführung der 2025 begonnenen Reihe „Bürgerdialog“. Das Konzept einer bewusst als offenen Austauschrunde konzipierten Veranstaltung, um Anliegen, Ideen und aktuelle Entwicklungen transparent zu besprechen, hat sich bereits bewährt.
Bürgermeisterin Steffi Syska betonte eingangs den Charakter der Veranstaltung als „freien Dialog“. In diesem Rahmen sprach sie ihren Dank für das Engagement rund um die Ostereiersuche in Petersroda aus.
Hervorgehoben wurde zudem die Vorbereitung des großen Stadtfestes 2026 anlässlich des Ortsjubiläums in Verbindung mit dem Fest der Feuerwehr. Das Jubiläumskomitee habe sich sehr gut zusammengefunden und arbeite konstruktiv zusammen. Das Festwochenende ist für den 18. bis 20. September 2026 geplant. In diesem Zusammenhang wurden auch Fragen zur Busanbindung und zur stärkeren Ausrichtung in Richtung Bitterfeld-Wolfen und Delitzsch angesprochen.
| Das Stadtentwicklungskonzept befindet sich in der finalen Bearbeitung. Dabei geht es sowohl um kurzfristig umsetzbare Maßnahmen als auch um die konzeptionelle Weiterentwicklung der einzelnen Ortschaften. Entscheidungen erfolgen auf zwei Ebenen: | |
| • | im jeweiligen Ortschaftsrat |
| • | im Stadtrat auf gesamtstädtischer Ebene |
Zur möglichen Reaktivierung der Bahnstrecke wurde über die laufende Machbarkeitsstudie informiert. Geprüft wird eine S-Bahn-Verbindung von Leipzig nach Köthen. Das Investitionsvolumen würde über 100 Millionen Euro betragen. Eine öffentliche Auswertung der Studie mit Ministerin Hüskens fand am 19. Februar in Zörbig statt.
Für das Industriegebiet Brehna liegt ein Fördermittelbescheid über 25 Millionen Euro vor, davon sind zunächst 5 Millionen Euro bewilligt. Die Entwicklung erfolgt langfristig; ein Vollproduktionsbetrieb wird nach derzeitiger Planung erst im Jahr 2033 erreicht.
Der Glasfaserausbau in Petersroda soll voraussichtlich Ende des Jahres beginnen. Weitere Informationen sollen in der nächsten Ortschaftsratssitzung erfolgen. Zudem werden Vertreter der Telekom mit einem Infomobil beim Stadtfest präsent sein.
• Neues Stadtwappen: Das Genehmigungsverfahren läuft weiterhin bei der zuständigen Behörde.
• Verteilung des Amtsblattes
• Kita Roitzsch: Trotz witterungsbedingter Unterbrechung befindet sich das Projekt im Zeitplan.
• Sportplatz Petersroda: Der Bau eines Zaunes soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden.
Mit dem Heimatverein Petersroda wurde ein neuer Verein gegründet. Bereits 40 Mitglieder engagieren sich. Bürgermeisterin Syska würdigte die Strukturierung in verschiedene Arbeitsgruppen als sehr gelungen. Innerhalb des Vereins bestehen unter anderem: Chronikgruppe, Autogruppe, Kreativgruppe, Handwerkergruppe, Naturgruppe, Chor und Sportgruppe.
Die Vereinsarbeit wird als wichtiger Impuls für das gesellschaftliche Leben im Ort gesehen.
Im Rahmen der offenen Fragerunde wurden mehrere konkrete Anliegen vorgetragen:
• Anfrage zum Bau einer Schutzhütte
• Wunsch nach einem neuen Dorfgemeinschaftshaus mit Sanitäranlagen, da zahlreiche Vereine und Veranstaltungen entsprechende Räumlichkeiten benötigen
• Nachfrage zur Machbarkeitsstudie für einen Radweg von Delitzsch (CTC) nach Bitterfeld
• Generelle Kritik an der Situation der Fahrradwege im gesamten Stadtgebiet
Diese Punkte sollen weiter geprüft und in den zuständigen Gremien behandelt werden.
• 11. April: Frühjahrsputz in Petersroda
• 23. Mai: Ehrentag des Bundespräsidenten – Jubiläum des Grundgesetzes: An diesem Tag wird das Freibad für alle ehrenamtlich Engagierte mit freien Eintritt geöffnet. Ein entsprechendes Anschreiben folgt. (Hinweis auf die Stiftung Ehrenamt: Fördermittel können auch von Einzelpersonen beantragt werden.)
| Zum Bad Roitzsch wurde auf Anfrage erläutert: | |
| • | Die Chlorung erfolgt morgens. Gegen 11 Uhr ist der chemische Vorgang abgeschlossen, sodass anschließend ein unbedenklicher Badebetrieb möglich ist. Die Chlorung übernehmen in Absprache entweder Rettungsschwimmer oder Bauhofmitarbeiter. |
Bürgermeisterin Syska dankte allen Engagierten ausdrücklich und betonte die positive Entwicklung Petersrodas. Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie die strukturierte Vereinsarbeit seien ein starkes Signal für den Ort. „Macht so weiter wie bisher“ – mit diesem Appell schloss sie den Bürgerdialog.