Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, kurz ISEK, ist der „Fahrplan“ für die Entwicklung der Stadt Sandersdorf-Brehna in den kommenden zehn bis 15 Jahren. Es ersetzt keinen Haushaltsbeschluss und bedeutet auch nicht, dass alle Maßnahmen sofort umgesetzt werden. Es zeigt aber, welche Themen und Projekte für die Zukunft der Stadt besonders wichtig sind und welche Vorhaben bei künftigen Planungen, Fördermittelanträgen und Haushaltsberatungen berücksichtigt werden sollen.
Das Konzept wurde auf Grundlage einer Bestandsanalyse, der Bürgerbeteiligung sowie der Beratungen in den Ortschaftsräten, Ausschüssen, Fraktionen und im Jugendbeirat erarbeitet. Insgesamt umfasst das ISEK 138 Einzelmaßnahmen. Sie verteilen sich auf sechs Handlungsfelder und betreffen sowohl gesamtstädtische Themen als auch konkrete Anliegen aus den einzelnen Ortschaften. Aus diesem umfangreichen Maßnahmenkatalog wurden 13 Schlüsselmaßnahmen ausgewählt. Diese gelten als besonders wichtige Leitprojekte für die künftige Stadtentwicklung.
| Handlungsfeld | Worum geht es? |
| Ortsbild, Ortsstruktur und Vernetzung | Entwicklung der Ortskerne, Gestaltung öffentlicher Räume, Umgang mit Leerstand, bessere Verbindung der Ortsteile |
| Wohnen und Lebensqualität | Bedarfsgerechte Wohnangebote, attraktive Wohnorte, Treffpunkte und Freizeitmöglichkeiten |
| Wirtschaft und Tourismus | Stärkung des Wirtschaftsstandortes, Entwicklung von Gewerbe, sanfter Tourismus und Naherholung |
| Bildung und Daseinsvorsorge | Kitas, Schulen, Vereine, soziale Angebote, Verwaltung und öffentliche Infrastruktur |
| Mobilität | Verkehr, Fuß- und Radwege, ÖPNV, Erreichbarkeit von Ortsteilen, Ärzten, Versorgung und Gewerbe |
| Energie und Landschaft | Wärmeversorgung, erneuerbare Energien, Klimaanpassung, Landschaftsentwicklung und Umweltbelange |
| Zeitraum | Schwerpunkt | Beispiele |
| kurzfristig | Vorbereitung, Prüfung und Konkretisierung | Maßnahmen priorisieren, Fördermöglichkeiten prüfen, erste Kostenschätzungen vorbereiten, Zuständigkeiten klären |
| laufend / jährlich | Einbindung in die Haushaltsplanung | Der Stadtrat entscheidet im Rahmen der Haushaltsberatungen, welche Maßnahmen finanziell möglich und politisch gewollt sind |
| mittelfristig | Umsetzung einzelner Projekte | zum Beispiel Aufwertung öffentlicher Räume, Freizeitangebote, Maßnahmen in den Ortschaften, Mobilitäts- und Infrastrukturthemen |
| alle zwei Jahre | Kontrolle und Bericht | Der Stadtrat soll regelmäßig über den Umsetzungsstand informiert werden |
| langfristig, 10 bis 15 Jahre | strategische Stadtentwicklung | Das ISEK dient als Orientierung für die Entwicklung der gesamten Stadt und ihrer Ortschaften |