Aus einem Teil des ehemaligen Tagebaus „Vergißmeinnicht“ entstand vor 45 Jahren der Gartenverein „Am Birkenwäldchen“.
In mühevoller Arbeit schufen die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner eine Anlage, die zu den besten im Kreisgebiet zählt. Insgesamt verfügt sie über 120 Gartenparzellen. Derzeit gibt es zehn Leerstände, weshalb dringend neue Mitglieder gesucht werden.
Am Wochenende des 11. und 12. Juli 2026 feierten die Laubenpieper ihr 45-jähriges Jubiläum mit einem bunten Sommerfest. Die aktiven Mitglieder hatten Tische und Bänke unter den schattigen Bäumen aufgebaut.
Auf die Gäste warteten unter anderem Preiskegeln, eine Hüpfburg und Kinderschminken. Auch die Sandersdorfer Jugendfeuerwehr war vor Ort. Trotz der hohen Temperaturen erschienen die Jugendlichen in voller Einsatzkleidung – eine großartige Leistung. Vielen Dank dafür!
Am späten Nachmittag zeigte die Funkengarde des Karnevalvereins ihr Können. Für Speisen und Getränke sorgten die Eisperle Wolfen-Nord, die Gulaschkanone aus Delitzsch mit einem großen Angebot sowie der Bierwagen von „Sportis“, der stets gut besucht war.
Wer es etwas kühler haben wollte, konnte die Ausstellung des Hobbymalers Horst Kunze im Vereinshaus besuchen. Dort wurde angeregt über Bilder aus vergangenen Jahren gesprochen. Zu sehen waren unter anderem Darstellungen der ehemaligen Brikettfabrik „H. Falke“ sowie der Gaststätte Münzer, heute ein Wohnhaus und ein verbliebener Teil der früheren Eisdiele – inzwischen ein Schandfleck in der Hauptstraße.
Ein Höhepunkt war die Verlosung eines Bildes von Horst Kunze. Der Vorstand des Gartenvereins hatte sich im Vorfeld für das Motiv „Lindenstein“ entschieden. Mit der Verlosung unterstützte der Maler den Gartenverein finanziell. Die Vorsitzende Kerstin Knopp hatte die Tombola gut im Griff, auch einige Trostpreise waren dabei. Gewinner des Bildes war ein Besucher aus Wolfen, der sich vom Maler das Motiv und die Sage vom Lindenstein erklären ließ.
Am Sonntag begann um 11 Uhr der Frühschoppen. Die Blasmusik des Musikvereins Sandersdorf fand großen Zuspruch. Dank der „Mimis“ war auch an diesem Tag bestens für Speisen und Getränke gesorgt.
Insgesamt war es ein gelungenes Jubiläum – verbunden mit der Hoffnung auf ein ebenso schönes Herbstfest 2026.