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Goethestadt Kurier - Mitteilungsblatt der Goethestadt Bad Lauchstädt
Ausgabe 5/2026
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"Kurparkvilla im Wandel" - Goethestadt Bad Lauchstädt beteiligt sich wieder am Tag der Städtebauförderung

Bürgermeister Christian Runkel erläuterte den Gästen die aktuellen Maßnahmen und Perspektiven der Städtebauförderung in der Goethestadt Bad Lauchstädt

Rund 70 interessierte Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über die Entwicklung der Kurparkvilla und weitere Projekte der Städtebauförderung zu informieren

Städteplaner Henri Gnauert, Bauamtsleiter Oliver Thieme, Alwin Arens und Bürgermeister Christian Runkel (v.l.n.r.)

Mit den Plaketten werden private Initiativen im Rahmen der Städtebauförderung ausgezeichnet

 

Unter dem Titel „Kurparkvilla im Wandel – Exklusive Einblicke zum Tag der Städtebauförderung“ beteiligte sich die Goethestadt Bad Lauchstädt am 9. Mai 2026 erneut am bundesweiten „Tag der Städtebauförderung“. Rund 70 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über aktuelle Projekte, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Städtebauförderung zu informieren.

Treffpunkt der Veranstaltung war die Kurparkvilla im Kurpark. Bürgermeister Christian Runkel eröffnete die Veranstaltung und erläuterte zunächst die Bedeutung der Städtebauförderung für die Entwicklung der Goethestadt. Durch die bereitgestellten Fördermittel sei es möglich, historische Bausubstanz zu erhalten, wichtige Sanierungsmaßnahmen umzusetzen und gleichzeitig neue Perspektiven für die Stadtentwicklung zu schaffen.

Dabei ging der Bürgermeister auch auf aktuelle Herausforderungen und Vorhaben ein. Neben Projekten in der Kernstadt stehen insbesondere auch Maßnahmen im Ortsteil Schafstädt im Fokus. Dass mit Bad Lauchstädt und Schafstädt gleich zwei Ortslagen im Rahmen der Städtebauförderung berücksichtigt werden, sei laut Runkel eine Besonderheit und werde auch auf Landesebene mit großem Interesse verfolgt.

 

 

Ein weiteres Thema hierbei sei auch das Herzogschloss. Hier wurde insbesondere auf die Herausforderungen im Bereich des Ostflügels eingegangen. Gleichzeitig konnte ein Ausblick auf die geplanten Entwicklungen gegeben werden. Auch zum Gutshof Schafstädt informierte der Bürgermeister die Gäste. Derzeit werde zunächst das vordere Quergebäude gesichert, bevor weitere Maßnahmen folgen sollen.

Besonderer Dank wurde zudem Herrn Henri Gnauert ausgesprochen, mit dem die Stadt bereits seit 20 Jahren erfolgreich zusammenarbeitet und der zahlreiche Projekte mit auf den Weg gebracht hat. Ebenso sprach Bürgermeister Runkel Herrn Alwin Arens seinen Dank dafür aus, dass er sich der anspruchsvollen Aufgabe der Sanierung der Kurparkvilla angenommen habe.

Die Goethestadt Bad Lauchstädt nimmt bereits seit dem Jahr 2002 an Programmen der Städtebauförderung teil. Die Kurparkvilla selbst wurde vor rund 20 Jahren durch die Stadt erworben, um einen möglichen Missbrauch der historischen Bausubstanz zu verhindern. Über die ursprüngliche Nutzung der Villa um das Jahr 1905 existieren heute kaum noch Unterlagen – erhalten geblieben ist lediglich eine historische Postkarte. Ziel der Sanierung sei es unter anderem, die frühere Veranda anhand dieser historischen Vorlage wiederherzustellen, um das ursprüngliche Erscheinungsbild der Villa zurückzugewinnen. Die Formsprache des frühen 20. Jahrhunderts solle sich dabei harmonisch in das bestehende Kurparkensemble einfügen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem die Geschichte der Kurparkvilla und ihrer Umgebung näher erläutert. Nach dem Hochwasser im Jahr 1965 wurde die Parkanlage rekonstruiert und erweitert, sodass die Villa schließlich Teil des heutigen Ensembles wurde. Vorher war sie kein Teil des Kurparks.

Ursprünglich hatte die Stadt selbst verschiedene Nutzungsmöglichkeiten und Investitionen für die Villa geprüft. Aufgrund der Vielzahl weiterer Projekte entschied man sich aber letztlich dafür, die Sanierung an Herrn Arens zu übertragen. Die Villa bleibt jedoch weiterhin Eigentum der Stadt. Grundlage hierfür ist ein abgeschlossener Erbbaupachtvertrag.

Im Anschluss an die Einführung erfolgte die Besichtigung der Baustelle der Kurparkvilla. Trotz der laufenden Arbeiten konnten sich die Besucherinnen und Besucher bereits einen ersten Eindruck von den künftig entstehenden Wohnungen und der geplanten Gestaltung des Gebäudes verschaffen. Bürgermeister Christian Runkel, Herr Gnauert sowie Herr Arens standen währenddessen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

 

 

Anschließend führte die gemeinsame Besichtigung weiter in das neue Kurmittelhaus. Dort hatten die Gäste die Möglichkeit, sich ein Bild von den neuen Anwendungen sowie der Kaltinhalierhalle zu machen. Auch das Wasser konnte vor Ort verkostet werden und stieß bei den Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse. Im weiteren Verlauf stellte Herr Gnauert die Entwicklung verschiedener Projekte vor, die von Herrn Arens realisiert beziehungsweise begleitet wurden. Als Anerkennung für sein Engagement und seinen Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung der Goethestadt Bad Lauchstädt wurde er anschließend mit den Plaketten der Städtebauförderung ausgezeichnet.

Die Veranstaltung zeigt, welche Bedeutung die Städtebauförderung für die Entwicklung und den Erhalt der historischen Stadtstruktur der Goethestadt Bad Lauchstädt besitzt und welche Chancen sich daraus auch künftig ergeben.