Architekt Friedbert Wede erklärt die Baupläne
Die Entkernung der Räumlichkeiten hat begonnen
Abriss der alten Barackenteile - 1
Abriss der alten Barackenteile - 2
Lagerung der Teile der Heizungsanlage im Flur des Sozialtraktes
Herrichtung der neuen Räumlichkeit für die Heizung im Sozialtrakt
Arbeiten am Fünf-Meter-Raum - 1
Arbeiten am Fünf-Meter-Raum - 2
Mannschaftsfoto beim Pokalspiel in Salzmünde
Karoline Niederhausen und Kim Sophie Kaufmann (v.l.n.r) präsentieren sich beim Pokalspiel des Männer-Teams
Erinnerungsfoto von Hans-Jürgen Wusterhausen
LSG Klobikau-Milzau 1899 e.V.
Der Vorstand
Die Zukunft wirft bereits ihre Schatten voraus. Noch ist die neue „Begegnungsstätte Raschwitz“ nur auf Zeichnungen vorhanden, doch am zukünftigen Standort laufen bereits die Vorarbeiten für die Umsetzung des Projektes – die Vorbereitung für den Abriss der alten Barackenteile und die Baufeldfreimachung. Die alten Barackenteile des Sportlerheimes werden derzeit im Inneren entkernt. Dafür müssen die Mitarbeiter der Tollwitzer Kies- und Recyclingwerke GmbH aus Bad Dürrenberg die verschiedenen anfallenden Materialien sorgfältig voneinander trennen, verpacken und anschließend ordnungsgemäß entsorgen. „Es sieht derzeit zwar sehr wüst aus, aber nur so können wir die Arbeiten ordnungsgemäß durchführen“, sagte ein Bauarbeiter beim Besuch der Innenministerin von Sachsen-Anhalt Tamara Zieschang. Diese wollte sich am 06. August 2026 selber ein Bild vor Ort über den zukünftigen Standort der neuen „Begegnungsstätte Raschwitz“ machen.
Auf dem Klobikauer Sportplatz traf sie sich zusammen mit der Landtagsabgeordneten Eva Feußner dem Bürgermeister der Goethestadt Bad Lauchstädt Christian Runkel, den Ortsbürgermeistern von Milzau Günter Teichmann und von Klobikau Steffen Schröder, dem Architekten Friedbert Wede, dem Vereinsvorsitzenden Frank Breternitz und weiteren Klobikauer Ortschaftsräten und geladenen Gästen. Friedbert Wede erklärte an Hand von Plänen, wie die zukünftige Begegnungsstätte sich an den vorhandenen neuen Sozialtrakt des Sportlerheimes, welcher im Jahr 2021 eingeweiht wurde, anfügen wird. „Wir setzen den Flachbau fort und ergänzen ihn um einen Winkelbau, welcher ebenfalls ein Satteldach erhalten wird“, erklärte der Architekt. „Neben zusätzlichen Sanitär- und Lagerräumen sowie Teeküchen bietet die Begegnungsstätte vor allem einen großen Raum, welcher sich bei Bedarf, zum Beispiel für parallele Feiern und Vereinsveranstaltungen per Trennwand teilen lasse. Wir wollen Klobikau eine Begegnungsstätte bieten, von der nicht nur die LSG, sondern auch andere Vereine und Einwohner profitieren, die flexibel ist“, ergänzte Friedbert Wede die Idee des Gebäudes, welches auch für private Feierlichkeiten genutzt werden soll.
Bürgermeister Christian Runkel sieht den 650.000,00 Euro Bau, welcher zu 80 Prozent aus EU-Mitteln (Leader-Programm) gefördert wird, als Nachfolger der bisherigen Begegnungsstätte in der Klobikauer Grundschule. Aufgrund der stabilen Entwicklung der Kinderzahlen gehe man davon aus, dass man die Grundschule räumlich erweitern müsse. „Gegenwärtig laufen parallel zu dem Abriß und der Baufeldfreimachung die Ausschreibungen für die einzelnen Baugewerke. Die Rohbauarbeiten sollen voraussichtlich im Oktober beginnen und möglichst noch in diesem Jahr abgeschlossen werden“, erklärt der Bürgermeister den Anwesenden den weiteren geplanten Wertegang des Bauvorhabens.
Der Vereinsvorsitzende Frank Breternitz berichte kurz über die 125-jährige Vereinsgeschichte der LSG und wie sich die Mitgliederzahlen seit Fertigstellung des neuen Sanitärtraktes positiv entwickelt haben. „Wir freuen uns, dass wir eine neue Begegnungsstätte hier vor Ort bekommen, welche zukünftig auch vom Verein genutzt werden wird. Damit werden wir in Zukunft über schöne moderne Räumlichkeiten verfügen. Noch ist ein bisschen Herzschmerz zu verspüren, denn ein Jahrelang genutztes Arial wird bald nicht mehr vorhanden sein, an welchem auch viele Erinnerungen weilen. Wir werden während der Bauphase vor Ort weiter trainieren und Spiele austragen, sobald dafür die Voraussetzungen geschaffen sind“, sagte der Vereinsvorsitzende. Er bedankte sich bei der Goethestadt und den vor Ort tätigen Betrieben über die bisherige gute Zusammenarbeit und Rücksichtnahme.
Alle Anwesenden begingen im Anschluss der Projektpräsentation den Innenraum der alten Barackenteile und machten sich selber ein Bild über den gegenwärtigen Arbeitsstand. Im Anschluss wurden bei einer Tasse Kaffee und leckeren Kuchen noch über verschiedene Themen diskutiert, ehe viele der Anwesenden zum nächsten Termin zum neuen Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Milzau-Klobikau weiterreisten.
2. Abrissarbeiten der alten Barackenteile hat begonnen
Nach der vollständigen inneren Entkernung der alten Barackenteile hat die Tollwitzer Kies- und Recyclingwerke GmbH aus Bad Dürrenberg am 26. August 2026 mit dem Abriss begonnen. Mit einem Bagger werden die Holzteile abgetragen. Auf der großen Freifläche von dem Gebäude werden die Abrissteile zwischengelagert, damit die einzelnen Materialien voneinander getrennt und anschießend separat entsorgt werden können. Ein Mitarbeiter ist zum Beispiel damit beschäftigt, die Fensterrahmen vom Fensterglas zu befreien. Die verschiedenen anfallenden Materialien werden einzeln verpackt und so für den Abtransport vorbereitet. Das anfallende Holz wird zum Beispiel dafür in große Container verladen. Nachdem in ein paar Tagen die Abrissarbeiten beendet sein werden, werden die alten Fundamente entfernt und somit die gesamte Freifläche für den Bau der neuen „Begegnungsstätte Raschwitz“ vorbereitet werden. Der verbliebene Sozialtrakt wird im Anschluss wieder zeitnah an die Ver- und Entsorgungsträger angeschlossen und kann anschließend wieder uneingeschränkt für den Trainings- und Wettkampfbetrieb genutzt werden.
3. Umbau der Heizung für den Sozialtrakt und neue Begegnungsstätte
Die Goethestadt Bad Lauchstädt hat sich im Vorfeld der Abrissmaßnahmen der alten Barackenteile entschlossen, das Behinderten-WC im Sozialtrakt zu entfernen und darin die Heizung für den Sozialtrakt und die neue Begegnungsstätte einzubauen. Durch die Firma Kochaneck Detlef Heizungsbau aus Milzau wurde im Vorfeld dieser Maßnahme die Heizung in der alten Baracke vollständig demontiert und zwischengelagert. Anschließend hat er im Behinderten-WC die Sanitäranlagen entfernt und eingelagert. Um diese Räumlichkeit für den Heizungseinbau nutzen zu können, musste er verschiedene Umbauarbeiten durchführen. So wurde der Fliesenspiegel teilweise abgebaut und eine Wand zum Flur hin um 60 Zentimeter versetzt. Anschließend wurden Flächen mittels Feuchtraumplatten verkleidet und so für den Einbau der Heizung hergerichtet. Vor dem Sozialtrakt musste die Wasser- und Gasleitung umverlegt werden, um die Heizung in der neuen Räumlichkeit anschließen zu können. Nach der Verlegung der Trockenbauwand wurde dort durch die Firma Elektro-Simon GmbH aus Braunsbedrader der Einbau der Elektroverteilung vorgenommen.
Durch die Umsetzung der vorhandenen Heizungsanlage wird gewährleistet, dass der Sozialtrakt auch während der langfristigen Bauarbeiten an der neuen Begegnungsstätte nutzbar bleibt. So kann dessen Versorgung mit Wasser, Abwasser, Elektroenergie und Wärme sichergestellt werden.
Durch den Heizungsumbau ist es unserem Verein möglich, auch während der Bauphase seinen Trainings- und Wettkampfbetrieb vor Ort in Klobikau durchzuführen. Nur zu Beginn der Umbauarbeiten mussten die Fußballspiele auf des Gegners Platz umverlegt werden. Dafür werden die Rückspiele dann auf unserem Sportplatz in Klobikau stattfinden.
Ein Dank für das Entgegenkommen und die Umsetzung der Maßnahme geht an die Goethestadt Bad Lauchstädt, welche durch ihre Entscheidung erst all diese Nutzungsbedingen geschaffen haben.
4. Torraum wird ertüchtigt
Der Torraum im Strafraum in Richtung Sozialtrakt war durch die hohe Belastung der vergangenen Monate in arge Mitleidenschaft gezogen worden. Um den Fünf-Meter-Raum zukünftig beim Trainings- und Wettkampfbetrieb wieder ordnungsgemäß nutzen zu können, wurde dieser durch engagierte Sportfreunde neu hergerichtet. In den frühen Abendstunden vom 06. August 2026 haben diese die Arbeiten durchgeführt. Zuerst wurde das Erdreich gelockert, anschließend Mutterboden aufgefült und dieser mit einer großen Walze verdichtet. Nach der Grasaussaat wurde die gestaltete Fläche abgesperrt und regelmäßig bewässert. Schon nach kurzer Zeit wuchs der neue Rasen. Bis zum möglichen Neustart des Spielbetriebes voraussichtlich im September, kann sich der Rasen noch voll entfalten. Ein großes Dankeschön an die fleißigen Helfer.
5. Start in die Punktspiele der Serie 2026/2027 mit drei Mannschaften und Einsatz von Frauen im Männerteam
Mitte August wurde der Punkt- und Pokalspielbetrieb auf Kreisebene im Herren- und Nachwuchsbereich gestartet. Die LSG Klobikau-Milzau 1899 e.V. nimmt daran erstmals seit Jahren wieder mit drei Mannschaften teil.
Im Nachwuchs starteten eine C-Junioren-Mannschaft und eine neu gebildete E-Junioren-Mannschaft. Beide Trainerteams werden in den nächsten Wochen allerhand zu tun haben, um die Spielerinnen und Spieler beider Mannschaften darauf einzustellen, denn auf beide Teams kommt Neuland zu. So spielen die Kids der C-Junioren nun erstmals auf Großfeld und müssen sich an die Größe des Spielfeldes gewöhnen. Für die Kids der E-Junioren steht erstmals ein regelmäßiger Spielbetrieb auf Kleinfeld an. Viele von ihnen haben bisher kaum oder noch gar nicht gespielt, so dass für viele nundas Abenteuer Fußballsport erst richtig beginnt. Wir wünschen beiden Mannschaften viel Erfolg.
Im Herrenbereich hat unser Verein auch für die neue Serie eine Mannschaft gemeldet. Das war keine Selbstverständlichkeit, denn nach Abschluss der vergangenen Serie haben zehn Sportfreunde die Mannschaft verlassen. Zwei Sportfreunde haben ihre Laufbahn beendet und acht Spieler den Verein verlassen. So musste im Vorfeld der neuen Serie erst geklärt werden, wie der Spielbetrieb abgesichert werden soll. Spieler aus der Alten-Herren-Mannschaft haben sich entschlossen, die 1. Herren-Mannschaft weiter zu unterstützen. Zudem sind zwei neue Spieler dazugekommen.
Zusätzliche Unterstützung wird die Herren-Mannschaft durch drei Spielerinnen unseres Frauen-Teams erhalten, welche sich bereit erklärt haben, unsere Männer beim Spielbetrieb in der 2. Kreisklasse des Saalekreises aktiv zu unterstützen. Damit wird unsere Mannschaft vielleicht die erste sein, welche Frauen mit einsetzt, was ja seit dem Jahr 2024 möglich ist. Das Herren-Team begrüßt ganz herzlich Kim Sophie Kaufmann, Caroline Niederhausen und Josephine Schindler in ihren Reihen. Nachdem alle drei Spielerinnen in der Vorbereitung bereits mitwirkten, stand Caroline Niederhausen beim Pokalspiel in Salzmünde am 23. August 2026 als erste Klobikauer Frau während eines Pflichtspiels auf dem Rasen und das gleich über neunzig Minuten. Wir begrüßen unsere Mädels auf das Herzlichste im Männer-Team und wünschen ihnen viel Spaß und Erfolg.
6. Nachruf für Hans-Jürgen Wusterhausen
Am 19. Juli 2026 ist unser Sportfreund Hans-Jürgen Wusterhausen nach langer schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren verstorben.
Hans Jürgen Wusterhausen hat sich aktiv in die Entwicklung unseres Vereins im Fußballsport eingebracht. Als Jugendlicher absolvierte er alle Altersklassen im Nachwuchsbereich, ehe er im Alter von 17 Jahren in die erste Männer-Mannschaft berufen wurde. Dort stand er viele Jahre hinweg seinen Mann auf dem Spielfeld.
Nach seiner aktiven Laufbahn absolvierte er erfolgreich eine Trainerausbildung und war über mehrere Jahre als Trainer im Nachwuchsbereich unseres Vereins tätig. Im Jahr 1993 wurde er in den Vorstand unseres Vereins gewählt und absolvierte mehrere Wahlperioden als Nachwuchsverantwortlicher im Vorstand, ehe er im Jahr 2018 seine Vorstandsarbeit beendete.
Mit Hans-Jürgen Wusterhausen verliert unser Verein ein langjähriges engagiertes Vereinsmitglied. Wir werden ihn auch weiterhin in unseren Herzen tragen. Unser Mitgefühl geht an seine Frau Maria und seine Familie. Ruhe in Frieden.