Der Abzweig zum Hainspacher Kalenderstein – hier war besonderer Einsatz gefragt.
Mit der Heckenschere im Einsatz: Freischneiden des Wanderweges.
Illustration „Samenkugel-Werkstatt“ von Johanna Konopatzky (jokosthoughts.de).
Unser Stand auf dem Wehrsdorfer Frühlingsfest.
Für uns, die Umweltinitiative Sohland, standen am Wochenende vom 30. bis 31. Mai 2026 gleich mehrere besondere Aktionen auf dem Programm. Vor allem der Samstag war sehr ereignisreich, da wir zeitgleich bei zwei Veranstaltungen im Einsatz waren.
Die erste Aktion war die “48h-Aktion Sachsen” der Valtenberg-Wichtel e.V., die in diesem Jahr bereits zum 20. Mal stattfand – ein Jugendbeteiligungsprojekt, bei dem Gruppen innerhalb von 48 Stunden ehrenamtlich ein selbstgewähltes Projekt umsetzen, das ihrem Heimatort oder der Gemeinschaft nachhaltig zugutekommt. Um 9 Uhr trafen sich die Teams am Vereinsheim der Oldtimerfreunde Sohland, wo uns die Valtenberg-Wichtel und die Gemeinde mit Aktionsshirts, kleinen Geschenken und motivierenden Worten für den bevorstehenden Einsatz ausstatteten. Unsere Aufgabe führte uns auf den Grenzwanderweg an der deutsch-tschechischen Grenze zwischen Neudorfhütte und dem alten Zollamt. Mit elektrischen Heckenscheren, Motorsägen und Freischneidern wurden die Wege ausgebessert, freigeschnitten und repariert – besondere Aufmerksamkeit erforderte dabei der Abzweig zum Hainspacher Kalenderstein, den wir bei dieser Gelegenheit wiederentdeckten. Am Ende konnten alle Teams die ihnen zugeteilten Abschnitte erfolgreich freilegen und instand setzen – und nebenbei die schöne Natur entlang der Grenze genießen. Für ihr Engagement wurden die Teilnehmenden im Anschluss mit einer Urkunde und einem besonderen Pokal ausgezeichnet.
Parallel dazu waren wir am Wochenende erstmals mit einem eigenen Stand auf dem Wehrsdorfer Frühlingsfest vertreten, welches vom Obstbauverein Wehrsdorf ausgerichtet wurde. In unserer „Samenkugel-Werkstatt“ konnten Besucherinnen und Besucher jeden Alters gemeinsam mit uns Blumensamenkugeln herstellen. Aus Lehm, Blumenerde, Blumensamen und Wasser formten die Teilnehmenden kleine Kugeln, drückten mit dem Finger eine Mulde hinein und füllten Saatgut von Ringelblume, Rotklee, Wiesenmargerite, Kornblume und Klatschmohn ein. Anschließend trockneten die Kugeln in Eierkartons. Zusätzlich lag Informationsmaterial mit Artensteckbriefen zu den verwendeten Pflanzen aus. Die fertigen, getrockneten Samenkugeln durften in hübschen „Bienen-Tütchen“ mit nach Hause genommen werden – als Lichtkeimer einfach oberflächennah z. Bsp. im eigenen Garten oder auf dem Balkon ausgelegt, sollen sie in den kommenden Monaten bunte Blühflächen entstehen lassen, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch zahlreichen Insekten als Nahrungsquelle dienen. Die Aktion wurde von Kindern und Familien sehr gut angenommen und sorgte für viele neugierige Fragen und schöne Gespräche rund um Natur- und Umweltschutz.
Solche Begegnungen zeigen, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement vor Ort ist und das schon kleine Aktionen dazu beitragen können, Menschen für die Natur zu begeistern. Wir bedanken uns herzlich bei allen Helferinnen und Helfern sowie bei den Organisatoren beider Veranstaltungen. Das Wochenende hat einmal mehr gezeigt, wie viel durch ehrenamtliches Engagement, Zusammenhalt und die Freude an gemeinsamen Projekten bewegt werden kann.
Wer sich bei der Umweltinitiative Sohland mit einbringen oder weitere Informationen erhalten möchte, kann gerne unsere website www.umweltinitiative-sohland.de besuchen.
Das nächste Treffen findet am 14.09.2026 um 19:00 Uhr in der Scheune am See statt.