Die gegenwärtigen Geburtenzahlen in unserer Stadt und in unserer Region sind absolut kein Grund, um ein „weiter so“ zu rechtfertigen. Die Halbierung der Geburten ist ein Warnsignal, dass wir uns auf Veränderungen einstellen müssen. Dazu gehört Transparenz und eine gute Kommunikation mit allen Beteiligten. So haben wir am 22. Juni mit Elternräten, Erziehern unserer kommunalen Kindereinrichtungen sowie der freien Träger und den Lehrern unserer Grundschulen zusammengesessen. Wir haben dargestellt, wie die gegenwärtige Situation ist und welche Prognosen für die Zukunft daraus abgeleitet werden. Wenn wir von der Halbierung sprechen, möchten wir aber nicht die Kapazitäten in unseren Einrichtungen halbieren. Die Stadtverwaltung hat dazu ein Konzept entwickelt und über die letzten Monate erarbeitet. Wenn wir also im Stadtrat über die Reduzierung der Kapazitäten sprechen, liegt zur Diskussion die Reduzierung um 25 %.
Nachvollziehbarerweise hat das Auswirkungen auf die Einrichtungen und wir werden dies am Ende des Jahres aufzeigen und wie verabredet wieder zur Diskussion und Abstimmung bringen. Ziel ist es, alle Beteiligten auf diesem Weg mitzunehmen und immer wieder die besten Möglichkeiten zu finden, um Qualität abzusichern und in Zukunft leistbare Elternbeiträge darzustellen zu können.
Der gegenseitige Austausch ist für das Verständnis und die weitere Bearbeitung wichtig. Wir hatten zugesichert, dass wir das Konzept vor der Sommerpause vorstellen und haben Wort gehalten. Über die Bundes- und Landespolitik möchte ich hier an dieser Stelle nur kurz eingehen. Ja wie schon mehrfach erwähnt, vermisse ich klare und zielführende Absichten, um Anreize zu schaffen, wieder eine Familie zu gründen und damit der gegenwärtigen Entwicklung entgegenzuwirken. Stabilität, Planbarkeit und Optimismus sind aus meiner Sicht dazu absolut notwendige Grundlagen.
Aber es ging auch darum, wie es uns gelingt, Familien in unsere Stadt zu ziehen. Das gesellschaftliche Leben bei uns ist sicherlich sehr vielfältig. Bauplätze sowie Wohnungen sind gegenwärtig sehr knapp und zeigen auf, wo unsere Handlungsfelder liegen. Bei der bestehenden Gebäudesubstanz verzeichnen wir im Gegensatz dazu einen größer werdenden Leerstand. Sicherlich ist es nicht jedermanns Sache, ein altes Haus zu sanieren. Hierfür stehen jedoch verschiedene Fördermöglichkeiten wie zum Beispiel Leader zur Verfügung.
Neben den tatsächlichen Voraussetzungen spielen dann noch andere Faktoren wie die Grundversorgung mit der Nahversorgung und medizinischer Versorgung eine Rolle. Die Situation um die Lebensmittelversorgung ist aus diesen Gründen auch ein absolut wichtiger Baustein. Ich hoffe inständig, Ihnen einen konkreten Stand im nächsten Mitteilungsblatt zu geben.
Doch vorerst wünsche ich Allen eine schöne Sommerzeit, den Kindern schöne Ferien und all denen, die in den Sommerurlaub fahren, einen schönen Urlaub.
Mit optimistischen Grüßen auf eine gemeinsame gute Entwicklung verbleibe ich
Mit freundlichen Grüßen