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Amtliches Mitteilungsblatt der Stadt Schirgiswalde-Kirschau mit den Ortsteilen
Ausgabe 9/2026
Aus den Ortsteilen
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Nachruf des Krippenvereins Schirgiswalde u.U. für Franz Meier

Franz Meier und seine Gruhlicher Hauskrippe

Am 03.08.2026 verstarb nach kurzem Krankenlager im 88. Lebensjahr Krippenfreund Franz Meier. Wir möchten an diesen verdienstvollen und engagierten Krippenfreund gern erinnern.

Franz Meier wurde am 24.09.1938 in Görlitz geboren, wo sein Vater eine Bäckerei besaß.

Nach dem Krieg und dem Tod des Vaters kam die Familie nach Bautzen, wo Franz das Bäckerhandwerk erlernte und in der Dompfarrei aktiv war. Später fand er Anstellung in der Kloßmühle in Schirgiswalde, wo er auch seine spätere Ehefrau Annemarie kennenlernte.

Bis zum Eintritt ins Rentenalter war er hier als Bäcker tätig. Als Rentner wurde nun die Weihnachtskrippe zu einem seiner Betätigungsfelder. Von der Familie seiner Frau stammte eine schöne Hauskrippe mit Gruhlicher Figuren. Diese wurde von Franz fachmännisch hergerichtet, wozu er einen größeren Landschaftsaufbau gestaltete. Später konnte er eine zweite Gruhlicher Krippe aus Taubenheim erwerben. Damit erweiterte er die Hauskrippe ganz bedeutend und konnte so die einzige große Gruhlicher Krippe in Schirgiswalde präsentieren.

Schon bald nach der Gründung trat Franz Meier dem Krippenverein Schirgiswalde und Umgebung bei. Auch hier war er sehr aktiv. Besonders sein Engagement um den Neubau der Kirchenkrippe für die Kath. Pfarrkirche im Jahre 1999 ist hervorzuheben. Hier war er als einer der 3 „Franz“ (F. Holfeld, F. Schmieder, F. Meier) zusammen mit anderen tatkräftigen Krippenfreunden maßgeblich am Aufbau dieser Krippe beteiligt. Ihnen war es zu verdanken, dass Weihnachten 1999 erstmalig die neue Krippe bestaunt werden konnte. Von Franz Meier stammte auch die Idee, in der kleinen Kapelle auf dem Marienplatz zur Weihnachtszeit eine Krippendarstellung zu zeigen.

Er schuf eine große Zahl von Krippen, die er nicht nur zu Hause, sondern auch bei Krippenausstellungen in Schirgiswalde, Wilthen und anderswo präsentierte. Gern lud er zum „Krippenschauen“ in der Weihnachtszeit in seine Wohnung ein. Er betreute als „Hausmeister“ auch die Vereinsräume in der ehemaligen Stadtmühle. Regelmäßig nahm er mit seiner Frau an Ausfahrten des Krippenvereins teil, um so seine Kenntnisse über Krippen in anderen Gegenden zu erweitern.

Den Mitgliedern des Krippenvereins Schirgiswalde und Umgebung wird der Verstorbene als begeisterter Krippenfreund in guter Erinnerung bleiben.

Stefan Wollmann
Vors. Krippenverein