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Saale-Elster-Luppe-Auen-Kurier
Ausgabe 4/2020
Ortsteil Döllnitz
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Liebe Döllnitzer,

wir leben in außergewöhnlichen Zeiten und so ist es heute nicht ungewöhnlich, dass es über das gesellschaftliche Leben in unserem Dorf nichts Neues zu berichten gibt. Durch den regierungsseitig angeordneten Shutdown und die verschärften Ausgangsreglungen inkl. einem quasi Versammlungsverbot ist jegliches gemeinschaftliches Handeln und die Vereinstätigkeit auch in unsrem Ort zum Erliegen gekommen.

Als einziger Lichtblick wäre der stete Fortgang der Arbeiten im Kulturgarten zu nennen. Letzte Woche waren die Arbeiten wegen Frost ausgesetzt, in den kommenden 14 Tagen wird am Dach weitergearbeitet und mit dem Verputzen begonnen.

Um noch einmal auf die eingangs zitierten ungewöhnlichen Zeiten zu kommen, sagt ein deutsches Sprichwort, dass dafür auch ungewöhnliche Maßnahmen erforderlich sind. Wir leben in einer demokratischen Grundordnung und unsere Einheitsgemeinde und deren Einrichtungen, Verwaltung und Mandatsträger handeln auch in dieser Situation gemäß unserer Landesverfassung bzw. dem übergeordneten Bundesrecht.

Nun kann man sich sicherlich über die Härte und das Für und Wider der eingeleiteten Coronabekämpfungsmaßnahmen streiten, sofern diese Debatte nicht schon ausführlich im Internet stattfindet. Das Informationsangebot unserer GEZ-Einrichtungen und der Presse lassen doch sehr große Lücken in ihrer „alternativlosen“ Berichterstattung frei. Diese werden erfahrungsgemäß in anderen Ländern mit wichtigem Inhalt gefüllt. Bitte informieren Sie sich auch im Netz zum Thema Corona.

Was unser Handeln in diesen Zeiten betrifft, möchte ich Sie trotz der o. a. Debatte bitten, achten Sie auf Ihre Nachbarn. Durch die verschärfteren Ausgangsreglungen kann es besonders bei unseren älteren Mitbürgern zu Missverständnissen kommen. Nehmen Sie bitte lieber einmal mehr den Telefonhörer zur Hand und sprechen Sie miteinander. Sollten Sie alleinstehende Mitbürger mehrere Tage nicht gesehen haben, klingeln Sie bitte und fragen Sie ob Hilfe erforderlich ist.

Corona ist auch in unserem Dorf angekommen und wir haben erste Quarantänefälle, in der Regel 14 Tage lang. Sprechen Sie sich bitte ab und organisieren Sie den Einkauf der Dinge des täglichen Bedarfs. Wenn Sie an dieser Stelle Hilfe benötigen, rufen Sie bitte im Bürgerbüro unter 0345 7820906 oder 0171 7175769 an. Wir organisieren entsprechende Hilfe bzw. Unterstützung.

Wer Hilfe leisten möchte, rufe bitte ebenfalls unter diesen Telefonnummern an. Wir sind für Unterstützung jeglicher Art dankbar.

Ein Tipp für unsere heimbetreuenden Eltern: Die Initiative „Kinder stark machen“ bietet unter dem Netzlink www.kinderstarkmachen.de/unterstuetzung/eltern/familien-box.html eine kostenfreie Familienbox an, die Dinge und Anregungen für Schul- und Kindergartenkinder enthält die in Zeiten der Coronakrise zu Hause betreut werden.

Weil ich gerade das Thema Schulkinder zu Hause angesprochen habe. Mancher wird es leider gemerkt haben, wenn Gymnasiasten beim e-Learning online sind, Sie im Homeoffice arbeiten und dann noch jemand von den Jüngeren auf Netflix einen Film schauen will, dann wird es eng mit der Netzversorgung. Was möchte ich Ihnen damit sagen? Es wird auch eine Zeit nach Corona geben und dann gibt es sehr zeitnah eine Debatte über den Glasfaserausbau in unseren Dörfern. Ich bitte Sie, sich dann an das „Ruckelfernsehen“ zu erinnern. Eine starke Infrastruktur, z. B. mit einem Glasfaseranschluss in jedem Haushalt, ist für unsere Zukunft in einer immer mehr digitalisierten Welt unabdingbar.

Lassen Sie uns bitte im Dialog bleiben und kommen Sie mir gesund über die Zeiten.

Beste Grüße aus dem Mühlenkontor
Udo Arno Schmidt
OBM Döllnitz