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Saale-Elster-Luppe-Auen-Kurier
Ausgabe 5/2021
Gemeinde Schkopau
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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

v. l. n. r. Herr Weyhe, Breitbandkoordinator des Landkreises, Herr Ringling, Bürgermeister der Gemeinde Schkopau, Herr Dankert von der Deutschen Glasfaser auf dem Gelände der KiTa Storchennest in Döllnitz

die ersten Maitage bringen uns in diesem Jahr wieder einmal schönes Frühlingswetter. Allzu oft gab es in den vergangenen Jahren diese Zwischenstation zwischen Winter und Sommer meteorologisch fast nicht mehr. In diesem Jahr kann man sich tatsächlich wieder an typischen Frühlingspflanzen erfreuen, denen hochsommerliche Temperaturen eher nicht zuträglich sind. So ist die Blüte des Vergissmeinnicht, des Polsterphloxes oder des Goldlacks in diesem Jahr besonders schön und zusätzlich scheint es so, als gäbe es auch ein wenig mehr Regen im Frühjahr. Genießen wir den „Mozart des Kalenders“. So beschrieb Erich Kästner einst einen sicher ebenso schönen Monat Mai.

Zuerst möchte ich mich für die rege Nutzung der angebotenen Impftermine im Monat April bedanken, auch wenn es durch kurzfristige organisatorische Veränderungen einige Unstimmigkeiten und Enttäuschungen gegeben hat. Der überwiegende Anteil der Impfwilligen war sehr positiv von der Organisation des regionalen Impfangebotes angetan. Ich möchte mich für das große Lob und die teils sehr persönlichen Worte des Dankes im Namen aller Verantwortlichen bedanken. Teilweise haben wir ganz persönliche Dankesbriefe erhalten, wie von Frau N. aus Döllnitz. Herzlichen Dank auch im Namen von Frau Eberhardt, die die telefonische Terminvergabe maßgeblich betreut hat. Ende Mai gibt es dann die Zweitimpfungen für alle Personen, die mit dem Produkt von BioNTech/Pfizer geimpft wurden. Die Personen, die mit dem Wirkstoff AstraZeneca geimpft wurden, erhalten ihren zweiten Impftermin im Merseburger Impfzentrum auf der Rischmühleninsel.

Eine andere für die Gemeinde seit mehreren Monaten wichtige Aufgabe ist die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Gemeindefeuerwehr. Grundsätzlich signalisieren zwar alle verantwortlichen Ortswehrleiter der Gemeinde und die Gemeindewehrleitung ihre hohe Einsatzbereitschaft. Dennoch haben wir seit mehreren Jahren das Phänomen, dass sich in mehreren Ortsteilen immer weniger Menschen diesem sehr zeitintensiven Ehrenamt aktiv zuwenden. Dies ist ganz bestimmt kein allein auf unsere Gemeinde konzentriertes Problem. Vielmehr stehen wohl alle kommunalen freiwilligen Feuerwehren vor der gleichen Herausforderung. Berufliches Engagement mit privaten und familiären Verpflichtungen und dem aktiven Mittun in der freiwilligen Feuerwehr unter einen Hut zu bekommen ist immer schwieriger und für immer weniger Menschen auch in unserer Gemeinde ein persönlicher Lebensentwurf. Andererseits sind aber gerade auch die Feuerwehrvereine die zentrale Stütze des örtlichen Lebens. Für die Gemeinde ergeben sich damit derzeit große Herausforderungen. So werden wir noch stärker als bisher nach Möglichkeiten suchen müssen, die Attraktivität einer aktiven Mitgliedschaft in den Ortsfeuerwehren der Gemeindefeuerwehr zu erhöhen. Aktuelle Spannungen innerhalb der Gemeindefeuerwehr tragen nicht zur Lösung dieser großen Aufgabe bei. Trauriger Höhepunkt war der fast vollständige Rücktritt der Ortsfeuerwehr Burgliebenau am Ende einer Informationsrunde innerhalb des vergangenen Gemeinderates. Gerade in einer Zeit, in der wir uns um jedes einzelne Mitglied in den Ortswehren bemühen müssen, sind diese Austritte extrem bedauerlich. In einer ersten Zusammenkunft nach der letzten Sitzung des Gemeinderates in Burgliebenau habe ich deshalb um die Kameradinnen und Kameraden geworben. Es ist keine persönliche Niederlage dieser Personen, wenn sie ihren Platz wieder in der Gemeindefeuerwehr, wenn auch in einem anderen Ortsteil, finden würden. Vielmehr wäre dies ein Sieg der Gemeinschaft und Kameradschaft.

Außerdem möchte ich Sie noch über einen Termin im Rahmen des Projektes Breitbandausbau in den Ortsteilen Döllnitz, Burgliebenau, Lochau, Raßnitz, Röglitz und Ermlitz informieren. Am 6. Mai 2021 habe ich mich mit dem Vertretrer der Deutschen Glasfaser, Herrn Dankert, und dem Breitbandkoordinator des Landkreises, Herrn Weyhe, zu einem Vor-Ort-Termin in Döllnitz getroffen. Wir haben uns über den Stand der Kundenbündelung informieren lassen und über die Chancen für unsere kommunalen Gebäude und Einrichtungen ausgetauscht. Wenn wir gemeinsam den Glasfaserausbau ermöglichen, dann sollen auch unsere kommunalen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Feuerwehren, Bibliotheken, die Büros der Ortsbürgermeiserinnen und Ortsbürgermeister und die Vereine an dieser positiven Entwicklung Anteil haben. So haben wir bereits die Deutsche Glasfaser um ein entsprechendes Angebot für die kommunalen Liegenschaften gebeten. Derzeit profitieren nur unsere vier Grundschulen von einem Landesprogramm zum Breitbandausbau. Um alle anderen kommunalen Einrichtungen müssen wir uns selbst bemühen. Somit ist der mögliche Glasfaserausbau durch die Deutsche Glasfaser nicht nur aus privater Perspektive eine tolle Sache. Auch unsere Gemeindeeinrichtungen würden dadurch gewinnen.

T. Ringling

Bürgermeister