Berichte der Fraktionen des Gemeinderates
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In den vergangenen zwei Jahren intensivierten sich die Beratungen zur Entwicklung am Wallendorfer und Rassnitzer See. Hintergrund war, dass die Braunkohle-Nachfolgegesellschaft LMBV sich weitgehend aus der Verantwortung zurückzog und diese an die Verwaltung von Schkopau überging.
Verantwortung für ein so großes Gebiet ist nicht nebenbei zu übernehmen. Es braucht Mitarbeiter und planerische Vorstellungen, die in Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften und Vorstellungen der Ortsteile an den Seen zu formulieren sind.
Deshalb leitete Steffen Wilhelm lange Zeit die Arbeitsgruppe aus interessierten und kompetenten Gemeinderäten und Ortsbürgermeistern, die den alten "Masterplan Seen" auf einen neuen Stand heben sollte. Neue Maßnahmen und Strategien wurden erdacht, entwickelt und auch einige verworfen.
Mit einer neuen beruflichen Aufgabe betraut, übergab er in dieser Wahlperiode die Leitung an Andreas Rattunde (Grüne) und Michael Arlet (CDU). Deren Aufgabe bestand darin, mit Unterstützung eines Planungsbüros die Ideen in eine textliche Form zu bringen. Dieses neue "Strategiepapier" zur weiteren Entwicklung des Wallendorfer und Rassnitzer Sees soll nun die Grundlage für die tägliche Arbeit der Verwaltung, für das Einwerben von Fördermitteln und die Abstimmungen mit der Kreisverwaltung sein. Im bevorstehenden Herbst wird von der Gemeindeverwaltung diese Fortschreibung des Masterplanes in die Arbeit der Ausschüsse des Gemeinderates eingebracht.
Die Zielrichtung ist eine naturnahe Bewirtschaftung für den lokalen Tourismus unserer Bürgerinnen und Bürger, wie sie seit Jahren praktiziert wird. Im Wesentlichen geht es in den Vorschlägen um touristische Ausschilderung, Naturschutzmaßnahmen am Wallendorfer Südufer und Radweganbindungen. Besonders erwähnenswert ist die Schaffung eines Angelplatzes für Angler mit Beeinträchtigungen, den Michael Arlet vorangetrieben hat und der in absehbarer Zeit geschaffen wird.
Ausdrücklich sei allen Beteiligten der Arbeitsgruppe für ihren zusätzlichen Einsatz gedankt.
Wenn die Demokraten fair zusammenarbeiten, finden sich auch Lösungen.
Radfahrer aus der Umgebung sind willkommen und sollen zu den kleinen Highlights unserer Ortschaften hingeführt werden. Die Nutzung des Gebietes durch Landwirte, Angler und Vogelliebhaber kann konfliktfreier gestaltet werden, wenn sich alle kompromissbereit zeigen und dem gemeinsamen Ziel, dem Erhalt unserer Naturheimat, verpflichtet fühlen. Da nur wenige finanzielle Einnahmen zu erwarten sind, muss die Verwaltungsarbeit besonders effektiv gestaltet werden.
Ein kleines Team zur Pflege der Uferbereiche ist im Ordnungsamt angesiedelt. Sie mähen, beräumen Müll und reparieren, was möglich ist. Die Mehrheit der Gäste an den Seen achtet diese Arbeit. Aber manche Gäste wissen dieses besondere Gebiet und die Arbeit, die dahintersteckt, leider wenig zu schätzen und hinterlassen oft Spuren ihres Besuches. Hier muss offensiver auf ein naturverträgliches Verhalten hingewiesen werden. Wir sind uns sicher, dass wir mit diesem Kurier die angesprochene Personengruppe nicht erreichen. Denn Sie, liebe Leser dieser Zeilen, verlassen diesen schönen Ort, wie Sie ihn vorgefunden haben und nehmen bestimmt auch mal herumliegende Hinterlassenschaften mit in den nächsten bereitstehenden Müllbehälter. Danke dafür!
Ein anderes Thema, welches uns als kleine Fraktion umtreibt, ist der steigende Kostendruck auf geplante Investitionen. Ungläubig hören wir zu, wenn uns sehr hohe Kostenkalkulationen vorgelegt werden. Das Ziel muss sein, mit kreativen Ideen und Beschränkung auf das Nötige mögliche Einsparungen zu finden und dadurch Prozesse vielleicht auch massiv zu beschleunigen. Es ist für uns auch nicht hinnehmbar, wenn nach Abschluss von Projekten plötzlich immense Mehrkosten zu Buche schlagen. Unsere Gemeindeverwaltung muss einfach näher an den Projekten dranbleiben.
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