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Muldestausee-Bote – Amtsblatt der Gemeinde Muldestausee mit ihren Ortsteilen
Ausgabe 6/2026
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Kein Windpark für die Gemeinde Muldestausee

Im Rahmen der Sondersitzung Wind des Gemeinderates Muldestausee brachte ich am 02.06.2026 einen Änderungsantrag zur Beendigung des Änderungsverfahrens für den Flächennutzungsplan Windkraft der Gemeinde Muldestausee ein.

Dem Antrag wurde einstimmig vom Gemeinderat gefolgt, sodass auf gemeindlicher Ebene keine der bisher beantragten Windparkplanungen weiter betrieben werden.

Wir haben uns in der Vergangenheit mit jeglicher Planung von Windkraftanlagen in der Gemeinde Muldestausee sehr schwergetan. Gegen das auf der Hochkippe Zschornewitz durchgeführte Repowering wehrten wir uns damals, wurden aber abgewogen, sodass ein erheblicher Entscheidungsdruck in den letzten Jahren auf uns lag, um eine ungesteuerte Flächenausweisung zu vermeiden.

Im Rahmen der interkommunalen Abstimmung mit dem Bürgermeister der Stadt Zörbig und der Bürgermeisterin der Stadt Köthen wurde bis zum 02.06.2026 im Laufe des Tages bestätigt, dass diese ihre bestehende Windparkplanungen in ihren Gemarkungen erweitern bzw. eine Fläche im Rahmen des Sachlichen Teilplans Wind neu hinzufügen und dies politisch abgesichert ist.

Deshalb ist das verbindliche Flächenziel für die Regionale Planungsgemeinschaft, 1,9 Prozent der Fläche mit Windenergieanlagen zu belegen, auch ohne einen Windpark in der Gemeinde Muldestausee erreichbar. Die Geschäftsstelle der Regionalen Planungsgemeinschaft bestätigte dies am 02.06.2026, sodass sich erst Anfang der Sondersitzungswoche eine für die Planung der Gemeinde wesentliche Lageänderung ergab.

Der bisherige Planungsanlass, zur Erreichung des Flächenziels durch die Gemeinde Muldestausee einen Beitrag leisten zu müssen, entfällt damit.

Vor diesem Hintergrund habe ich am 02.06.2026 dem Gemeinderat die Beendigung der gemeindlichen Planung empfohlen.

In ihrer Sitzung vom 05.06.2026 bestätigte die regionale Planungsgemeinschaft unter anderem die Windgebiete Köthen und Zörbig. Unserem Anliegen, die Planungen für Windparks in der Gemeinde Muldestausee nicht weiter zu verfolgen, wurde einstimmig gefolgt. Vielen Dank dem Vorsitzenden der Versammlung Andy Grabner sowie allen Mitgliedern für die Berücksichtigung unseres kommunalen Willens und das Entgegenkommen.

Unter Abwägung aller von vielen Akteuren vorgebrachten Argumente Für und Wider ist das die für mich derzeit tragfähigste Lösung.

Vielen Dank an Matthias Egert aus Zörbig und Christina Buchheim aus Köthen für ihre Unterstützung, die mit ihren Kommunen zur Erreichung des Flächenziels mehr leisten, damit wir keinen Beitrag leisten müssen.

Ferid Giebler
Bürgermeister