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Muldestausee-Bote, Amtsblatt der Gem. Muldestausee mit ihren Ortsteilen
Ausgabe 7/2018
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Bin ich noch fit in erster Hilfe?

Diese Frage stellte sich auch eine Mutti aus Plodda als sie erfuhr, dass mitunter ein Rettungswagen bis zu 20 Minuten zu ihrem Heimatort benötigt, wenn der in Gossa stationierte Rettungswagen im Einsatz ist. Ein Vorfall aus dem Freundeskreis mit einem Kleinkind machte sie nachdenklich und so entstand die Idee, einen Erste-Hilfe-Kurs für Eltern und Großeltern in Plodda zu organisieren.

Und so fand am 14. Juni ein vierstündiger Kurs im Mehrzweckgebäude in Plodda unter Leitung von Mario Dorenburg, Rettungssanitäter beim Deutschen Roten Kreuz, statt, der die Anwesenden in lebensrettenden Sofortmaßnahmen bei Kindernotfällen schulte.

So erlernten die Eltern und Großeltern u. a. etwas über die Versorgung bei Verbrennungen, Verschlucken, Fieberkrämpfen, Pseudo Krupp Anfällen, Bienenstich bis hin zur Notversorgung bei Nasenbluten und ausgeschlagenen Zähnen. Im praktischen Teil wurden die stabile Seitenlage, die Wiederbelebung am Kind und diverse Verbände geübt.

Bei der Wiederbelebung war die Stimmung sehr bedrückend, allen wurde bewusst, wie entscheidend in derartigen Situationen schnelles Handeln ist. Beim Verbandanlegen verbreitete sich dann wieder Heiterkeit.

Der Erfahrungsaustausch der Eltern und Großeltern war sehr hilfreich, besonders zu möglichen präventiven Maßnahmen.

Am Ende des Kurses war allen deutlich, wie wichtig es ist, dass jeder regelmäßig sein Wissen zur ersten Hilfe auffrischt.

Eltern sollten sich viel mehr mit diesem Thema beschäftigten, denn diese Kursangebote werden wenig gebucht, berichtete der Ausbilder.

Die Kursteilnehmer danken Bürgermeister Ferid Giebler für die persönliche finanzielle Unterstützung.