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Muldestausee-Bote, Amtsblatt der Gem. Muldestausee mit ihren Ortsteilen
Ausgabe 9/2019
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28. Internationales Eurocamp erfolgreich beendet

Gemeinsam mit Bildungsminister Marco Tullner, stellvertretend für Ministerpräsident Haseloff, und dem Vorsitzenden der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., Herrn Gerhard Miesterfeldt, eröffneten wir am 5. August im Heidecamp Schlaitz die größte internationale Jugendbegegnung in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr. Als Gastgeberkommune begrüßten wir 60 Jugendliche aus 16 Ländern und kehrten mit dem Format dorthin zurück, wo 1992 die Idee des Eurocamps als Lernort eines interkulturellen Austauschs seinen Anfang nahm - in Schlaitz. In unserer Gemeinde Muldestausee wurde nun, erneut in Schlaitz, nach 28 Jahren daran angeknüpft.

Daher freute es uns besonders, dass nach so langer Zeit die Restauration der damals hergestellten „Europahütte“ als attraktiver Rastplatz im Wald zwischen Pouch und Schlaitz eines von mehreren gemeinnützigen Arbeitsprojekten war. Bei weiteren Arbeitsprojekten wurde mit der Erweiterung des Spielplatzes an der August-Bebel-Straße begonnen, ein Europagraffiti am Faschingsklub angebracht, gemeinsam mit dem Haus am See Nistkästen, Insektenhotels und Sitzbänke hergestellt. Dabei unterstützte zudem der Naturpark Dübener Heide. Mit Axel Mitzka und seinem Team sowie einer weiteren Gruppe junger engagierter Briten wurden die Eichen im Wald bearbeitet, Bänke gebaut und das Arboretum in Burgkemnitz gepflegt. Darüber hinaus wurde an der Grundschule in Friedersdorf ein Bolzplatz neu angelegt. Ein erster Schritt, um nach Zuweisung der Fördermittel für das Schulhofprojekt (Bescheid ging kürzlich ein) diesen in den Sommerferien 2020 fertig zu stellen.

Weil die TeilnehmerInnen, gemeinsam mit unserem Bauhof, so zügig und fleißig gearbeitet haben, wurden die gemeinnützigen Projekte vorzeitig beendet. Daher konnten in den vier geplanten „Arbeitstagen“ zusätzliche Arbeiten verrichtet werden. So wurden z. B. die Hütten und der Aussichtsturm am Europaparkplatz gestrichen und grünpflegerische Arbeiten im Park Rösa erledigt.

Neben diesen Gelegenheiten nutzten die jungen Leute zwischen 18 und 25 Jahren die Zeit zum interkulturellen Austausch und Kennenlernen der Region. Neben einem Besuch im Industrie- und Filmmuseum, wurden auch einige Unternehmen im Chemiepark sowie der Gemeinde besucht, der Rote Turm bestiegen, eine Kulturnacht und ein Kinoabend organisiert, eine Fahrt mit der Reudnitz unternommen und Ferropolis besucht.

In der Rückschau war das Eurocamp ein großer Erfolg für die Gemeinde. Wir haben uns sehr gefreut, Gastgeberkommune gewesen sein zu dürfen. Wir sind dankbar für die Unterstützung und die erreichten Ergebnisse. Ohne das „Eurocampteam“ hätten wir die vielen positiven Veränderungen nicht alleine bewirken können.

Diese wurde einhellig im Rahmen der sehr gelungenen Abschlussveranstaltung am Donnerstag, dem 15. August, in der Landgaststätte Schlaitz resümiert. Mit viel Gesang und landestypischen Tänzen wurde die Präsentation der Ergebnisse umrahmt. Nach diversen Danksagungen und den Grußworten von Europaminister Rainer Robra, Bürgermeister und Vorstandsmitglied János Ráduly erhielten die Teilnehmer ihre Zertifikate und wurden in die Gemeinschaft der „Eurocamper“ aufgenommen.

Abschließend gilt unser Dank dem Land Sachsen-Anhalt und der Auslandsgesellschaft für die Entscheidung für uns als Gastgeberkommune und das Vertrauen in eine gute Zusammenarbeit. Wir danken Daniel Adler als Campleiter und Herrn Geschäftsführer Krzystof Blau sowie unserer Stabsstelle Wirtschaftsförderung, denn der Durchführung ging ein siebenmonatiger Planungs- und Abstimmungsprozess voran. Darüber hinaus unterstützte uns der Landkreis Anhalt-Bitterfeld (Bianca Laukat!) sowie LOTTO Sachsen Anhalt bei der Finanzierung. Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Team vom Haus am See, dem Heidecamp, der Landgaststätte Schlaitz sowie insbesondere dem Chemiepark Bitterfeld-Wolfen, ohne deren umfassende Unterstützung die Durchführung nicht möglich gewesen wäre.

Im Weiteren unterstützten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde, teilweise spontan. Der Heimat- und Naturverein Burgkemnitz beim Besuch des Heimat- und Jägerfestes sowie im Arboretum. Der Wassersportclub Friedersdorf und Teilnehmer des Jugendgemeinderates bei der Freizeitgestaltung. Die Mitarbeiter des Bauhofes, die im Kern die Rahmenbedingungen für die Arbeitsprojekte schufen, anleiteten und die Arbeiten gemeinsam vorantrieben. Schlussendlich sei den VertreterInnen aus Politik (Landtagsabgeordnete, Gemeinde- und Ortsräte) und Gesellschaft gedankt. Nicht nur für die Teilnahme an den Auftakt- und Abschlussveranstaltungen, sondern auch die Hilfestellung bei den Projekten. Ortsbürgermeister Kloppe reparierte sogar ein Fahrzeug und war regelmäßig vor Ort, um Hilfestellung leisten zu können. Vielen Dank!