Hallo, liebe Leser
„Alles, was nicht Literatur ist, langweilt mich“ war die Meinung von Franz Kafka.
Nun so rigoros würde ich es nicht sehen, aber ein gutes Buch ist keine verschwendete Zeit. Deshalb hier einige Empfehlungen.
Erich ist über achtzig und verliert Stück für Stück seine Unabhängigkeit. Außerdem trauert er um die Liebe seines Lebens.Als junger Forscher hatte er eine Expedition in die Taiga unternommen. In jener Zeit hat er Schuld auf sich geladen, die bis heute nachwirkt und Erich vereinsamen lässt. Dann jedoch tritt Katharina in sein Leben. Sie ist von zu Hause ausgerissen, als ihr Vater die Familie verlassen hat. Es ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft, die um Schuld und Verrat, um Heimat und Entwurzelung kreist.
Ada Dorian, Betrunkene Bäume
Wir bleiben in Deutschland und begeben uns in das Regensburg des Jahres 1947.Nora wird von ihrer Freundin zu einer deutsch – amerikanischen Silvesterfeier eingeladen. Dort lernt sie den attraktiven US-Officer William kennen. Lange versucht sie ihre Liebe vor ihrem Vater geheim zu halten, doch als sie ein Kind erwartet und William zurück in die USA muss, bleibt ihr nichts anderes übrig. Ihr Vater ist außer sich, hat aber bald eine Lösung parat. Nora würde zu einer wohlhabenden Frau werden und die Familie hätte finanzielle Vorteile. Doch Nora denkt nicht daran und flieht mit ihrem Sohn nach München. Dort begegnet ihr auf der Straße eine fiebrige, verwirrt wirkende Frau. Sie begleitet Celia nach Hause und ahnt nicht, dass ihr Schicksal eine überraschende Wendung nehmen wird.
Lilli Beck, Wenn die Hoffnung erwacht
Kinder sind ein Geschenk, sie sind unsere Zukunft.
Als die dreijährige Tochter von Vera und Peter an Leukämie erkrankt und stirbt, zerbricht jäh ein Familienglück. Vera verliert allen Lebensmut, Doch ein Sturz auf dem Trittoire verändert alles. Die Mutter des kleinen Benjamin findet eine neue Liebe und lässt ihren berufstätigen Mann mit dem kleinen Sohn und einem Berg Schulden allein. Groß ist der Schmerz des Kindes. Als Vera plötzlich in das Leben des Kindes tritt, spürt es ihre mütterliche Liebe.
Christina Klose, Eine Träne für Dich
Von Deutschland in die Schweiz und zwar in das Zürich des Jahres 1826.
Voller Verzweiflung bringt der kleine Rudolf Sprüngli seiner Mutter Schokolade ans Krankenbett. Seine gesamten Ersparnisse und all seine Hoffnung legt er in dieses kleine Mysterium Schokolade.Sein Wunsch wird erhört und seine Mutter wieder gesund. Ab diesem Tag ist Rudolf klar, dass er Schokolade herstellen möchte. In der Confiserie Sprüngli & Sohn soll es bald nicht nur feinstes Backwerk geben, sondern auch edles Konfekt und feine Schokolade. Schokolade, die auf der Zunge zergeht und Herzen höher schlagen lässt. Doch was ist wenn ein anderer den gleichen Traum hegt?
Lisa Graf, Lindt &Sprüngli
Von der Schweiz zurück ins Erzgebirge.
Wie ein Alptraum wütet in Europa die Inquisition. Rund achtzigtausend vermeintliche Hexen und Hexenmeister werden hingerichtet. Darunter nicht wenige mit wissenschaftlichen Experimenten befasste Leute. Umso beeindruckender, dass sich gerade in Sachsen zu jener düsteren Zeit Männer fanden, die Kometen entdeckten, Himmelsgloben und Sonnenuhren konstruierten, als Kalenderastronomen und Wetterbeobachter wirkten. Auch wenn sie häufig nur Neid und Missgunst ernteten, machten sie ihre Leidenschaften berühmt.
Jürgen Helfricht, Hexenmeister und Bauernastronomen in Sachsen
Wir bleiben im Erzgebirge und widmen uns unserer Mundart. Ihr Gütezeichen ist zupackender Humor, ihr unbekümmerter Witz und ihre Bildhaftigkeit. Dabei ist ein kaputter Zaun ebenso der Poesie wert wie der Besuch bei vereinsamten alten Leuten oder die Verzweiflung eines Mannes, dessen rührige Ehefrau immer nur wäscht und reinemacht.
Wolfram Böhme, Derham im Stübl
Dies ist nur eine kleine Auswahl, ein Stöbern in der Sachsenecke bringt noch mehr zu Tage.
Viel Freude dabei wünscht Euer Bücherwurm im Herrenhaus des Schlosses Dienstag und Donnerstag von 13.45 Uhr bis 16.45 Uhr