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Amtsnachrichten – Amtsblatt für das Amt Schlieben und die amtsangehörigen Gemeinden
Ausgabe 10/2026
Schliebener Land
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Heft 8 der „Schliebener Hefte“ im Druck

Freundeskreis Zliuuini

Der Freundeskreis Zliuuini hat im Heft 8 der Reihe „Schliebener Hefte“ dieses Mal wieder eine Reihe von historischen Einzelbeträgen aus der Region veröffentlicht.

Den Texten vorgestellt ist ein Hinweis auf eine weitere Modernisierung des Internet-Auftrittes www.freundeskreis-zliuuini.de. Schauen Sie einfach mal dort rein (Audio-Podcast, auch mit Direktzugang über einen QR-Code).

Wir geben grundsätzlich Hinweise und Empfehlungen zur Bodendenkmalpflege auf gesetzlicher Grundlage. Insbesondere gilt hier die Aufmerksamkeit dem Zufallsfund durch den „Zufalls“ Finder. Letztlich kann jeder Bodendenkmalpflege betreiben, zu beachten sind jedoch gesetzliche Grundlagen. Besonders wird der Kontakt zu den amtlichen bestellten Fachleuten empfohlen.

Es wird das Hobby des Schliebener Kaufmanns Otto Franz Ernst (1842 – 1912) erläutert - die lokale Archäologie. Kaufmann Ernst ist ein leider bisher vergessenes Beispiel für die Begeisterung und das Engagement der damaligen Menschen im Schliebener Land auf dem Gebiet der Bodendenkmalpflege im 19. Jahrhundert, Der Phase nach Dr. Wagner. Insbesondere die Ausstellung seiner Sammlung im Jahr 1880 in Berlin brachte große Aufmerksamkeit.

Auf einem Messtischblatt von 1847 für die Region Schlieben gibt es einen deutlichen Hinweis auf eine „Silberschmelze“ bei Hohenbucko. Der Freundeskreis stellt dazu seine ersten Rechercheergebnisse hier vor: Geschichte des Werkes, Produktion und Einstellung der Arbeit im 19. Jahrhundert (die Abb. zeigt eine der Schmelzformen aus Graphit). Allerdings wurde hier nie das wertvolle Metall geschmolzen.

Eine weitere Reihe von Kleindenkmäler wird für das Schliebener Land präsentiert. Es handelt sich um Landwehren, mittelalterlichen Straßen und Wege, Grenzsteine, Gedenktafeln, Tränke, ehemalige Aasgruben, historische Grabstellen außerhalb von Friedhöfen, Sonnenuhren u. a. Diese Kleindenkmäler gilt es besonders zu schützen, da sie in der Regel bisher wissenschaftlich kaum erfasst wurden. Hier ist für ehrenamtliche Helfer noch viel zu tun.

Vom Malitschkendorfer Burgwall gab es früher Informationen zu einem mysteriösen Steinkranz. Vor vierzig Jahren tauchte aus dem Wiesenuntergrund davon ein großer Findling auf. Allerdings wurde eine einmalige Chance damit vertan. Oft gibt es Unklarheiten über die slawische Besiedlung unserer Dörfer. Am Beispiel des Dorfes Proßmarke werden frühere Behauptungen widerlegt.

Als das erste Geld aus Papier in Sachen eingeführt wurde (damit auch im Schliebener Land) gab es viel Skepsis, sogar Goethe lästerte darüber. Einblicke in den Umgang mit Verbrechern und Vergabung in unserer Region vor 200 Jahren gewährt R. Voegler.

Eine Analyse mit neuen Fakten, im Gegensatz zu früheren oft persönlichen Annahmen von Heimatfreunden, zum Grunichsberg bei Freileben bildet den fachlichen Abschluss. Das erstmalige Einbinden von nachbarschaftlichen Zuständen, Tatsachen und Beziehungen aus der Vergangenheit zeigt neue Denkrichtungen auf. Der Grunichsberg trug demnach niemals eine künstliche Ruine. Der Berg war stets eine friedliche Erhebung im Wald.

Der Verlag REGIA-CO-WORK Cottbus bringt das Heft in Kürze in den Handel und nimmt Bestellungen über Tel. 0355. 790766 oder E-Mail regiacowork@gmail.com entgegen. Auch auf der Web-Seite des Verlages (www.REGIA-CO-WORK.de) kann das Heft bestellt und der Preis festgestellt werden. Ansonsten stehen auch die im Schliebener Land bekannten Ansprechpartner bereit.

Dr. Gert Wille